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19:00 Uhr
Von Weimar nach Tokyo in 2D - Goethe im Fokus zeitgenössischer Autoren
Lesung und Gespräch|Lesung und Gespräch mit Yui Suzuki und Bonn Park
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Goethe-Institut Tokyo Saal, Tokyo
- Sprache Japanisch und Deutsch mit konsekutiver Übersetzung
- Preis Eintritt frei, Reservierung erbeten
Im Januar 2025 wurde der Autor Yui Suzuki für seinen Roman „Goethe hat alles gesagt“ (Gēte wa subete wo itta) mit dem renommierten Akutagawa Literaturpreis ausgezeichnet. Für das Goethe-Institut Tokyo ist Suzukis vielbeachteter Roman ein höchst willkommener Anlass, die literarischen Spuren unseres Namensgebers in der Gegenwart zu beleuchten. Hat Goethe alles gesagt? Ist über Goethe alles gesagt? Im Rahmen der Veranstaltung „Von Weimar nach Tokyo in 2D“ kommen zwei junge Autoren ins Gespräch, die sich der Figur Goethe und Goethes Werk in ihrer literarischen Arbeit aus zeitgenössischer Perspektive nähern.
Bei Yui Suzuki wird die unerwartete Begegnung mit einem Goethe-Zitat auf einem Teebeutel zum Ausgangspunkt einer Identitätskrise eines in der akademischen Welt hochdekorierten Goethe-Forschers. Dass der Teebeutel-Spruch ihm unbekannt ist, lässt die Koryphäe nicht mehr los und führt den Professor auf eine irrlichternde Reise durch die Welt der Literaturzitate, bei der ihm schließlich sogar Goethe höchstselbst im Traum begegnet.
Der Theaterautor Bonn Park, dieses Jahr für den Mühlheimer Dramatikerpreis nominiert, wurde für seine Goethe-Adaption „Die Leiden des Jungen Super Mario in 2D“ im Jahr 2011 mit dem Innovationspreis des Heidelberger Stückemarktes ausgezeichnet. Der Text zeigt, wie man Goethes Frühwerk „Die Leiden des jungen Werthers“ aus der Perspektive der Gamer-Generation neues Leben einhauchen kann. Park verschmilzt die Eindimensionalität der überaus populären Computerspiel-Figur Super-Mario mit großen Themen klassischer Literatur: Liebe, Eifersucht, Versagensangst, Identitätssuche und Handlungsfreiheit.
Beide Autoren, Suzuki und Park, verbindet ihre exzessive Lesefreudigkeit, ihre kreative Rezeption der Weltliteratur und deren charmant-humorvolle wie innovative Verarbeitung in ihrem eigenen Schreiben. Bei der Veranstaltung stellen beide Autoren ihre Annäherungen an Goethe vor und diskutieren die Relevanz der ikonischen Figur der Weimarer Klassik auf Teebeuteln und in Videogames. Bonn Park nimmt online an der Veranstaltung teil. Die Moderation übernimmt die Germanistin und Literaturübersetzerin Miho Matsunaga.
Bonn Park
Geboren 1987 in Berlin. Bonn Park wuchs in Berlin, Korea und Paris auf. 2008 begann er Slawische Sprachen und Literatur an der Humboldt Universität, Berlin, zu studieren. An der Volksbühne entstanden erste Arbeiten als Regisseur und Autor. Außerdem gastierte Park an der Zürcher Hochschule der Künste im Fach Regie. Von 2011 bis 2014 studierte er Szenisches Schreiben an der Universität der Künste, Berlin. Seine Stücke wurden vielfach ausgezeichnet. Bonn Park lebt in Berlin.
Yui Suzuki
Geboren 2001 in der Präfektur Fukuoka. Während seiner Kindheit lebte Suzuki 11 Jahre lang in der Präfektur Fukushima. Derzeit ist sein Lebensmittelpunkt wieder in der Präfektur Fukuoka. Im Jahr 2024 gewann sein Text „Hito ni wa dore hodo no hon ga iru ka“ (Wie viele Bücher braucht der Mensch) eine lobende Erwähnung beim Fumiko Hayashi Literaturpreis und wurde in der Folge als Suzukis literarisches Debüt veröffentlicht. 2025 wurde sein Roman „Gēte wa subete wo itta“ (Goethe hat alles gesagt) mit dem 172. Akutagawa Literaturpreis ausgezeichnet. Suzuki studiert englische Literatur im Masterkurs der Seinan Universität in Fukuoka.
Miho Matsunaga (Moderation)
Übersetzerin, Professorin an der Fakultät für Literatur der Waseda-Universität. Von 1991 bis 1992 studierte sie als Stipendiatin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) an der Universität Hamburg. Für ihre Übersetzung von Bernhard Schlinks Roman „Der Vorleser“ (Shinchōsha) erhielt sie 2000 den Sonderpreis des Kulturpreises des Mainichi Verlags. Ihre Übersetzung von Kathrin Schärers Bilderbuch „Johanna im Zug“ (Nishimura Shoten) wurde 2015 beim japanischen Bilderbuchpreis mit dem Preis für die beste Übersetzung ausgezeichnet.
Bei Yui Suzuki wird die unerwartete Begegnung mit einem Goethe-Zitat auf einem Teebeutel zum Ausgangspunkt einer Identitätskrise eines in der akademischen Welt hochdekorierten Goethe-Forschers. Dass der Teebeutel-Spruch ihm unbekannt ist, lässt die Koryphäe nicht mehr los und führt den Professor auf eine irrlichternde Reise durch die Welt der Literaturzitate, bei der ihm schließlich sogar Goethe höchstselbst im Traum begegnet.
Der Theaterautor Bonn Park, dieses Jahr für den Mühlheimer Dramatikerpreis nominiert, wurde für seine Goethe-Adaption „Die Leiden des Jungen Super Mario in 2D“ im Jahr 2011 mit dem Innovationspreis des Heidelberger Stückemarktes ausgezeichnet. Der Text zeigt, wie man Goethes Frühwerk „Die Leiden des jungen Werthers“ aus der Perspektive der Gamer-Generation neues Leben einhauchen kann. Park verschmilzt die Eindimensionalität der überaus populären Computerspiel-Figur Super-Mario mit großen Themen klassischer Literatur: Liebe, Eifersucht, Versagensangst, Identitätssuche und Handlungsfreiheit.
Beide Autoren, Suzuki und Park, verbindet ihre exzessive Lesefreudigkeit, ihre kreative Rezeption der Weltliteratur und deren charmant-humorvolle wie innovative Verarbeitung in ihrem eigenen Schreiben. Bei der Veranstaltung stellen beide Autoren ihre Annäherungen an Goethe vor und diskutieren die Relevanz der ikonischen Figur der Weimarer Klassik auf Teebeuteln und in Videogames. Bonn Park nimmt online an der Veranstaltung teil. Die Moderation übernimmt die Germanistin und Literaturübersetzerin Miho Matsunaga.
Biographien
Bonn Park
Geboren 1987 in Berlin. Bonn Park wuchs in Berlin, Korea und Paris auf. 2008 begann er Slawische Sprachen und Literatur an der Humboldt Universität, Berlin, zu studieren. An der Volksbühne entstanden erste Arbeiten als Regisseur und Autor. Außerdem gastierte Park an der Zürcher Hochschule der Künste im Fach Regie. Von 2011 bis 2014 studierte er Szenisches Schreiben an der Universität der Künste, Berlin. Seine Stücke wurden vielfach ausgezeichnet. Bonn Park lebt in Berlin.
Yui Suzuki
Geboren 2001 in der Präfektur Fukuoka. Während seiner Kindheit lebte Suzuki 11 Jahre lang in der Präfektur Fukushima. Derzeit ist sein Lebensmittelpunkt wieder in der Präfektur Fukuoka. Im Jahr 2024 gewann sein Text „Hito ni wa dore hodo no hon ga iru ka“ (Wie viele Bücher braucht der Mensch) eine lobende Erwähnung beim Fumiko Hayashi Literaturpreis und wurde in der Folge als Suzukis literarisches Debüt veröffentlicht. 2025 wurde sein Roman „Gēte wa subete wo itta“ (Goethe hat alles gesagt) mit dem 172. Akutagawa Literaturpreis ausgezeichnet. Suzuki studiert englische Literatur im Masterkurs der Seinan Universität in Fukuoka.
Miho Matsunaga (Moderation)
Übersetzerin, Professorin an der Fakultät für Literatur der Waseda-Universität. Von 1991 bis 1992 studierte sie als Stipendiatin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) an der Universität Hamburg. Für ihre Übersetzung von Bernhard Schlinks Roman „Der Vorleser“ (Shinchōsha) erhielt sie 2000 den Sonderpreis des Kulturpreises des Mainichi Verlags. Ihre Übersetzung von Kathrin Schärers Bilderbuch „Johanna im Zug“ (Nishimura Shoten) wurde 2015 beim japanischen Bilderbuchpreis mit dem Preis für die beste Übersetzung ausgezeichnet.
Ort
Goethe-Institut Tokyo Saal
Minato-ku
7-5-56 Akasaka
Tokyo
1070052 Japan
Minato-ku
7-5-56 Akasaka
Tokyo
1070052 Japan