Vortrag Dietrich und Riefenstahl – Der Traum von der neuen Frau

Marlene Dietrich im „Blauen Engel“ © gemeinfrei

Sa, 22. Oktober 2016
15:00 Uhr

Korean Film Archive

400, World Cup buk-ro, Mapo-gu
Seoul

Vortrag von Karin Wieland und Vorführung des Films „The Scarlett Empress“

Zwei Menschen, die sich nie getroffen haben, die beide ein unterschiedliches Leben führten und dennoch ungeahnte Gemeinsamkeiten hatten – Marlene Dietrich (1901, Berlin) und Leni Riefenstahl (1902, Berlin). Sie durchlebten Höhen und Tiefen, hatten finanzielle Erfolge und berufliche Niederlagen. Beide wechselten sie nach dem 2. Weltkrieg ihre Karriere, die sie erneut zum Erfolg brachten. Dennoch gab es Unterschiede: Während Dietrich in Hollywood berühmt wurde, bekam Riefenstahl von Adolf Hitler finanzielle Unterstützung und Filmaufträge. „Zu Tode fotografiert“ starb Dietrich Mai 1992 in Paris und Riefenstahl 2003 am Starnberger See in Bayern, kurz nachdem sie mit 100 Jahren ihren letzten Film veröffentlichte.

Karin Wieland konzentrierte sich in ihrem Werk „Dietrich und Riefenstahl“ auf zwei Frauen, die sich gegen das konservative Bild der Frau stellten und mit Hilfe von einem Mann und diversen öffentlichen Auftritten zu einer perfekten, selbständigen Frau „geformt“ wurden. Sie waren beide Schlüsselfiguren der Frau im 20. Jahrhundert und genießten weltweit einen hohen Bekanntheitsgrad. Das Leben und der Werdegang der beiden Frauen ist das Thema des Vortrages von Karin Wieland. Zum Vortrag wird es eine Bilderpräsentation geben.

Im Anschluss an den Vortrag wird um 16:30 Uhr der Film The Scarlett Empress (1934) mit Marlene Dietrich gezeigt (Englisch mit koreanischen Untertiteln).

Karin Wieland wurde 1958 in Hohenlohe geboren. Sie studierte Politische Wissenschaften an der Freien Universität Berlin. Sie beteiligte sich an Forschungsprojekten und arbeitete als Lehrbeauftragte an der Technischen Universität Berlin. 1995 schloss sie erfolgreich ihre Promotion im Fach Politische Wissenschaften ab. Seit 2002 ist sie Stipendiatin der Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur. Wieland veröffentlichte bereits zahlreiche Bücher und Aufsätze. Auf das Buch Dietrich und Riefenstahl (2011) folgte 2012 ein dazugehöriger Film.

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