Wissenschaftlicher Gesprächskreis Die Berliner Mauer im Wandel der Zeit

Lichtgrenze Brandenburg Gate visualization © Kulturprojekte Berlin_WHITEvoid / Christopher Bauder, Foto: Daniel Büche

Do, 13. September 2018
19:00 Uhr

Goethe-Institut Seoul

132, Sowol-ro, Yongsan-gu
Seoul

Von einem Symbol des Kalten Krieges zu einer globalen Ikone. Ein Vortrag von Manfred Wichmann

Die Berliner Mauer, die die BRD und DDR von 1961 bis 1989 voneinander trennte, war ein weltweit bekanntes Symbol des Kalten Krieges. Inmitten der Millionenmetropole prägte sie als Todesstreifen das Bild einer geteilten Welt. Mit ihrem Fall, der die jahrzehntelange Spaltung beenden sollte, taten sich neue Differenzen auf. Auch der Umgang mit dem Erbe der Mauer spaltete sich in zwei Richtungen: Auf internationaler Ebene entwickelte sich eine Sichtweise, die die Mauerüberreste als Symbol der Freiheit interpretierte. Dem wiedervereinigten Deutschland dagegen fiel der Umgang mit den einstigen Grenzanlagen über Jahrzehnte hinweg schwer.
 
Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen beschäftigt sich am 13. September ein Wissenschaftlicher Gesprächskreis mit der Mauersymbolik. Kernstück ist ein Gastvortrag des deutschen Historikers und Kurators Dr. Manfred Wichmann zum Thema „Die Berliner Mauer im Wandel der Zeit - Von einem Symbol des Kalten Krieges zu einer globalen Ikone“.
 
Zu Manfred Wichmanns Forschungsschwerpunkten zählen die konservative und autoritäre Ideengeschichte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, das jüdische Alltags- und Kulturleben sowie die Migrationsgeschichte. Seit 2012 baut er zudem die Sammlungen und das Archiv bei der Stiftung Berliner Mauer auf. Wichmann kuratierte mehrere Ausstellungen und Online-Angebote vor allem zur deutschen Kultur- und Zeitgeschichte.
 
Im Rahmen des Wissenschaftlichen Gesprächskreises wird Manfred Wichmann nicht nur einen Blick auf die Wahrnehmung der Berliner Mauer in der Zeit ihres Bestehens werfen, sondern auch auf unterschiedliche Interpretationen, die sich nach dem Mauerfall entwickelt und gegenseitig beeinflusst haben. Auch die Formen der Erinnerung an die Berliner Mauer, die heute unser Vorstellungsbild prägen, werden Thema des Vortrags sein.
 
Der Wissenschaftliche Gesprächskreis wird in regelmäßigen Abständen von der Deutschen Botschaft Seoul, dem Alumninetzwerk Deutschland-Korea, dem Deutschen Akademischen Austauschdienst, dem Goethe-Institut Korea und der Koreanisch-Deutschen Gesellschaft mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung durchgeführt. Er bietet die Möglichkeit, deutsche Wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen in deutscher Sprache zu hören und mit ihnen über aktuelle Themen zu diskutieren.
 
Um Anmeldung wird unter yuni.kim@adeko.or.kr gebeten.

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