Ausstellung Refugia

Refugia © Alternative Space LOOP

Mi, 17. Februar 2021–
So, 14. März 2021

Loop Alternative Space

20, Wausan-ro 29na-gil, Mapo-gu
Seoul

Soundprojekte von 11 Künstlerinnen aus aller Welt

„Refugia“ ist eine Soundausstellung, die die Zusammenhänge zwischen der gegenwärtigen COVID-Pandemie und der heutigen durch kapitalistische und patriarchalische Strukturen geprägten Zivilisation aufzeigt.

Der Titel der Ausstellung bezieht sich auf den Begriff „Refugium“, der in der Populationsbiologie den Rückzugsort einer Tier- oder Pflanzenpopulation meint, die durch ein plötzliches Ereignis, wie z. B. dem Klimawandel, dezimiert wurde. Die gegenwärtige Pandemie hat uns gezeigt, dass ihr Ausbruch und der industriell bedingte Klimawandel eng zusammenhängen. Tierische Viren springen vermehrt auf den Menschen über, da Arten, die ihren natürlichen Lebensraum verloren haben, dem Menschen zunehmend näher rücken müssen.

„Refugia“ distanziert sich vom westlichen Vergleichen der Natur als Mutter der Menschheit oder der Gleichsetzung der Frau mit der Natur. Stattdessen zeigt die Ausstellung die Unterdrückung kreativer Schöpfungsprozesse von Frauen in der patriarchal-kapitalistisch geprägten Gesellschaft auf.
 
Die elf Künstlerinnen Christina Kubisch, Jia Chang, Eunji Cho, Shiva Feshareki, Yang Ah Ham, Jeon Mirai, Seulgi Lee, Young Joo Lee, Tania León, Ye-eun Min und Éliane Radigue zeigen mit ihren Arbeiten alternative Wege auf, wie wir über den Kapitalismus hinaus zu mehr Weiblichkeit und zu Technologien gelangen können, die Koexistenz und Nachhaltigkeit priorisieren. Besondere Bedeutung in der Geschichte der Klangkunst haben dabei die Arbeiten von Christina Kubisch.
 
Kuratorin: Ji Yoon Yang
Organisation: Alternative Art Space LOOP, Seoul Traffic Broadcasting, Sound Art Korea
Unterstützt von: Arts Council Korea, Goethe-Institut Korea und Service culturel de l’Ambassade de France en Corée

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