|
19:00–22:30 Uhr
Träume und Täuschungen
Themenabend: Gespräch und Musik|Die Kraft der Bilder vor und nach dem Mauerfall
-
Goethe-Institut Amsterdam, Amsterdam
- Sprache Deutsch und Englisch
- Preis Eintritt frei
An diesem Abend sprechen wir mit dem Fotografen Ben de Biel und dem Historiker Paul Betts über die Macht der Bilder, vor und nach dem Fall der Mauer: Unter welchen Umständen wurden diese Fotos gemacht, wann und warum? Welchen Einfluss hatten diese Bilder auf die friedliche Revolution und auf die Zeit danach, die viele Zeitgenossen als problematisch empfanden? Und wie blicken wir heute auf die Fotos von damals zurück? Begleitet von Musik aus jener Zeit halten wir inne, um 35 Jahre Mauerfall zu reflektieren und zu überlegen, wie dieses historische Ereignis bis in die Gegenwart hineinwirkt.
DJ Mira sorgt an diesem Abend für überraschende musikalische Einblicke. Sie wird mit uns über den Geist des Optimismus in den Jahren nach der Wiedervereinigung in Ostdeutschland sprechen und Platten auflegen, die sie mit dieser Zeit verbindet. Mira ist Resident-DJ im Berliner Club KaterBlau und tourt regelmäßig um die ganze Welt. Ihre ersten Erfahrungen sammelte sie in den 90er Jahren in der Underground-Techno-Szene in und um Leipzig und Halle/Saale – mit improvisierten Electro-Partys an Lost Places und aufstrebenden Festivals, die das neue Gefühl von Freiheit feierten. Bilder sind in der jüngeren Geschichte immer wichtiger geworden. Unsere Erinnerung an historische Ereignisse wird maßgeblich von Fotos geprägt. Ereignisse werden oft nur dann als historisch eingestuft, wenn sie visuell festgehalten wurden. Dass Fotos selbst auch eine historische Wirkung haben können, wurde besonders im Spätsommer 1989 deutlich, als die Demonstrationen in der DDR immer größere Ausmaße annahmen, unter anderem beeinflusst durch die Aufnahmen der vorherigen Demonstrationen, die im westdeutschen Fernsehen gezeigt wurden.
Fotos und Filmaufnahmen prägten auch das kulturelle Leben nach 1989, als die Berliner Underground-Szene in Clubs wie I.M. Eimer und Tacheles pulsierte. Diese Nischenräume und alternativen Gruppen strahlten ein Gefühl neuer Freiheit aus. Auch darüber wird an diesem Abend gesprochen.
Ben de Biel arbeitet als dokumentarischer Fotograf in Berlin. 1985 begann er als Autodidakt. Direkt nach dem Fall der Mauer erlebte er die großen Veränderungen in Berlin hautnah mit. Er ist vor allem bekannt für seine Fotos vom Alltagsleben sowie der Club- und Ausgehszene in Ost- und West-Berlin. Er war Mitbegründer der Clubs Ständige Vertretung im Tacheles, I.M. Eimer und Maria am Ostbahnhof. Außerdem war er Sänger der Elektropunkband Elektronauten und Pressesprecher der Piratenpartei. De Biel hat mehrere Bücher veröffentlicht und seine Arbeiten wurden weltweit ausgestellt.
Paul Betts Betts ist Professor für moderne europäische Geschichte an der Universität Oxford. Er forscht zur modernen europäischen Kulturgeschichte, insbesondere zur deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts. Er hat bedeutende Bücher über materielle Kultur, Industriedesign, den Nachkriegs-Marxismus, das Privatleben hinter dem Eisernen Vorhang und die Rolle der Fotografie im 20. Jahrhundert veröffentlicht.
DJ Mira wurde in Ostdeutschland geboren. Sie begann 1996 mit dem Auflegen und wurde schnell zu einer festen Größe in der wachsenden Underground-Techno-Szene rund um Leipzig und Halle/Saale. Ihre Hingabe an ihr Handwerk und ihr natürliches Talent zahlten sich schnell aus, was zu einer Reihe von Erfolgen führte und ihr half, die elektronische Musikszene in Ostdeutschland maßgeblich zu prägen. 2006 zog Mira nach Berlin. Seit nunmehr zwanzig Jahren gehört sie zu den führenden DJs, prägt stetig den Sound um sich herum und legt weltweit auf, unter anderem beim legendären Burning Man Festival in Nevada.
DJ Mira sorgt an diesem Abend für überraschende musikalische Einblicke. Sie wird mit uns über den Geist des Optimismus in den Jahren nach der Wiedervereinigung in Ostdeutschland sprechen und Platten auflegen, die sie mit dieser Zeit verbindet. Mira ist Resident-DJ im Berliner Club KaterBlau und tourt regelmäßig um die ganze Welt. Ihre ersten Erfahrungen sammelte sie in den 90er Jahren in der Underground-Techno-Szene in und um Leipzig und Halle/Saale – mit improvisierten Electro-Partys an Lost Places und aufstrebenden Festivals, die das neue Gefühl von Freiheit feierten. Bilder sind in der jüngeren Geschichte immer wichtiger geworden. Unsere Erinnerung an historische Ereignisse wird maßgeblich von Fotos geprägt. Ereignisse werden oft nur dann als historisch eingestuft, wenn sie visuell festgehalten wurden. Dass Fotos selbst auch eine historische Wirkung haben können, wurde besonders im Spätsommer 1989 deutlich, als die Demonstrationen in der DDR immer größere Ausmaße annahmen, unter anderem beeinflusst durch die Aufnahmen der vorherigen Demonstrationen, die im westdeutschen Fernsehen gezeigt wurden.
Fotos und Filmaufnahmen prägten auch das kulturelle Leben nach 1989, als die Berliner Underground-Szene in Clubs wie I.M. Eimer und Tacheles pulsierte. Diese Nischenräume und alternativen Gruppen strahlten ein Gefühl neuer Freiheit aus. Auch darüber wird an diesem Abend gesprochen.
Ben de Biel arbeitet als dokumentarischer Fotograf in Berlin. 1985 begann er als Autodidakt. Direkt nach dem Fall der Mauer erlebte er die großen Veränderungen in Berlin hautnah mit. Er ist vor allem bekannt für seine Fotos vom Alltagsleben sowie der Club- und Ausgehszene in Ost- und West-Berlin. Er war Mitbegründer der Clubs Ständige Vertretung im Tacheles, I.M. Eimer und Maria am Ostbahnhof. Außerdem war er Sänger der Elektropunkband Elektronauten und Pressesprecher der Piratenpartei. De Biel hat mehrere Bücher veröffentlicht und seine Arbeiten wurden weltweit ausgestellt.
Paul Betts Betts ist Professor für moderne europäische Geschichte an der Universität Oxford. Er forscht zur modernen europäischen Kulturgeschichte, insbesondere zur deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts. Er hat bedeutende Bücher über materielle Kultur, Industriedesign, den Nachkriegs-Marxismus, das Privatleben hinter dem Eisernen Vorhang und die Rolle der Fotografie im 20. Jahrhundert veröffentlicht.
DJ Mira wurde in Ostdeutschland geboren. Sie begann 1996 mit dem Auflegen und wurde schnell zu einer festen Größe in der wachsenden Underground-Techno-Szene rund um Leipzig und Halle/Saale. Ihre Hingabe an ihr Handwerk und ihr natürliches Talent zahlten sich schnell aus, was zu einer Reihe von Erfolgen führte und ihr half, die elektronische Musikszene in Ostdeutschland maßgeblich zu prägen. 2006 zog Mira nach Berlin. Seit nunmehr zwanzig Jahren gehört sie zu den führenden DJs, prägt stetig den Sound um sich herum und legt weltweit auf, unter anderem beim legendären Burning Man Festival in Nevada.
Links zum Thema
Ort
Goethe-Institut Amsterdam
Herengracht 470
1017 CA Amsterdam
Niederlande
Herengracht 470
1017 CA Amsterdam
Niederlande