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14:00–16:00 Uhr

Joseph Roth Aktuell 2025

Buchvorstellung + Vortrag|Internationale Joseph Roth-Gesellschaft

  • Goethe-Institut Amsterdam, Amsterdam

  • Sprache Deutsch und Niederländisch
  • Preis Eintritt frei. Eine Anmeldung über Eventbrite ist erforderlich.

Joseph Roth in Prag, 1923/1924 © David Bronsen

Joseph Roth, Józef Wittlin © Goethe-Institut

Der neue Joseph Roth

Fünf Mitglieder der Internationalen Joseph Roth-Gesellschaft in Wien (IJRG) publizieren zusammen eine kritische Ausgabe von Roths gesammelten Werken.
Diese kritische Ausgabe basiert auf den Manuskripten und ist mit Anmerkungen versehen. Sie umfasst alle Publikationen aus jeweils einem Jahr von Roths Biografie und zeigt, wie seine journalistische Arbeit mit seinen Romanen verwoben ist.

Die ersten Bände sind nun im Selbstverlag erschienen und vorerst nur für Mitglieder der IJRG erhältlich. Mitglieder erhalten jedes Jahr die neuen Bände kostenlos. Die Mitgliedschaft bei der IJRG kostet 60 Euro. Durch den Mitgliedsbeitrag unterstützen Sie unsere Arbeit. Interessierte können sich über heinz.lunzer@yahoo.de anmelden.

Die heute vorgestellten Bände 1922 und 1923 der Wiener Joseph-Roth-Ausgabe stehen auf dem Büchertisch neben dem Saal zur Einsichtnahme bereit.

Zur Veranstaltung sind alle willkommen, nicht nur Mitglieder der IJRG.

Protagonisten

  • Joseph Roth

    Schriftsteller

    Joseph Roth, 1894 als Sohn eines jüdischen Holzhändlers im ostgalizischen Brody geboren, studierte Philosophie und Literatur in Lemberg und Wien. 1916 meldete er sich freiwillig zum Militärdienst im Ersten Weltkrieg. Nach dem Krieg arbeitete er als Journalist in Wien und in Berlin, unter anderem für Der neue Tag, den Vorwärts und die Frankfurter Zeitung. 1930 erlebte er mit seinem Roman Hiob seinen ersten literarischen Erfolg. In den folgenden Romanen wie Radetzkymarsch oder Die Kapuzinergruft beschrieb er wehmütig und kritisch zugleich den Untergang seines K.u.K.-Österreichs und das Scheitern der österreichischen Republik. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten emigrierte Roth nach Paris. Hier schrieb er für Emigrantenzeitungen gegen die Nazis und bot Flüchtlingen Hilfe an. Doch weder finanziell noch persönlich kam er wieder auf die Beine. Im Jahr 1939, von persönlichen Schicksalsschlägen und lebenslangem starken Alkoholkonsum gezeichnet, starb Joseph Roth in einem Pariser Armenhospital, im Exil.
    Roth wird als Geschichtenerzähler, für seine pointierte Feder und seine politischen Einsichten geschätzt, von denen viele auch heute noch aktuell sind. Nach 1933 erschienen seine Romane in deutscher Sprache in Amsterdam in der Exilabteilung von Allert de Lange und im Ouerido Verlag sowie im katholischen Verlag De Gemeenschap. Sie wurden und werden weltweit übersetzt.

  • Józef Wittlin

    Schriftsteller

    Józef Wittlin (1896-1976) wurde in Galizien geboren, das damals zu Österreich-Ungarn gehörte, und wuchs in Lwów auf. Zusammen mit seinem Freund Joseph Roth meldete er sich 1916 freiwillig zur österreichischen Armee. Er arbeitete u. a. als Dolmetscher in einem Kriegsgefangenenlager für Italiener. Nach seinem Studium arbeitete er zunächst als Lehrer und dann als Schriftsteller, Dichter und Übersetzer. Im Zweiten Weltkrieg war er aufgrund seiner jüdischen Herkunft gezwungen, aus seiner Heimat zu fliehen. Zusammen mit seiner Familie ließ er sich in New York nieder, wo er bis zu seinem Tod lebte und arbeitete.
    Als sein Hauptwerk wird der Roman Das Salz der Erde (Sól ziemi, 1935) angesehen.
     

Agenda

  • Der Journalist Joseph Roth und die Politik

    Buchpräsentation + Vortrag | Heinz Lunzer

    • Goethe-Institut Amsterdam, Amsterdam

  • Józef Wittlins Erinnerungen an seine Kindheit in Lemberg

    Buchpräsentation + Vortrag | Dirk Zijlstra