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14:00–16:00 Uhr

Joseph Roth Aktuell 2026

Vortrag und Buchvorstellung | Internationale Joseph Roth-Gesellschaft

  • Goethe-Institut Niederlande, Amsterdam

  • Sprache Deutsch und Niederländisch
  • Preis Eintritt frei

Joseph Roth 1920 ©

Joseph Roth 1923 © Dokumentationsstelle für neuere österreichische Literatur, Wien

Jüngst sind die Bände der Joseph Roth Edition erschienen, die Roths früheste journalistische Arbeiten für Wiener und später Berliner Zeitungen aus den Jahren 1919 und 1920 versammeln, gemeinsam mit den Bänden Briefe und andere Dokumente. Sie zeigen einen jungen Autor, der sich in kürzester Zeit zu einem vielseitigen, ironischen und sozialbewussten Beobachter seiner Zeit entwickelt. Pointiert und mit scharfem Blick beschreibt er die raue Nachkriegswirklichkeit in Österreich und Deutschland.

Joseph Roth, Wien 1920 © Privatarchiv Heinz Lunzer, IJRG

Zum Erscheinen des Bandes Schreiben für die Zeitung 1920 der Joseph Roth Ausgabe stehen folgende Vorträge auf dem Programm:
  • Helen Chambers: Joseph Roths Wortkunst — schon 1919/20
  • Heinz Lunzer: Roth: Schreiben für die Zeitung 1920 in Wien und Berlin
Anschließend stellt Els Snick gemeinsam mit Femke Foppema den von ihr herausgegebenen und übersetzten Band mit Zeitungsartikeln Jospeh Roths über den Faschismus vor:
  • Joseph Roth: Hakenkruis in het knoopsgat.
  • Mit einem Vorwort von Geert Mak. Amsterdam, Van Oorschot, 2026.  
Mitglieder der Internationalen Joseph Roth-Gesellschaft in Wien (IJRG) publizieren zusammen eine kritische Ausgabe von Roths gesammelten Werken, inklusive Briefe und biographischen Materialien.
Diese kritische Ausgabe basiert auf den Manuskripten und ist mit Anmerkungen versehen. Sie umfasst alle Publikationen aus jeweils einem Jahr von Roths Leben und zeigt, wie seine journalistische Arbeit mit seinen Romanen verwoben ist.

Die ersten Bände sind nun im Selbstverlag erschienen und vorerst nur für Mitglieder der IJRG erhältlich. Mitglieder erhalten jedes Jahr die neuen Bände kostenlos. Die Mitgliedschaft bei der IJRG kostet 60 Euro. Durch den Mitgliedsbeitrag unterstützen Sie unsere Arbeit. Interessierte können sich über heinz.lunzer@yahoo.de anmelden.
Bände der Joseph Roth Ausgabe liegen auf dem Büchertisch neben dem Saal zur Einsichtnahme bereit.
Der Verlag Van Oorschot wird den neuen Sammelband Hakenkruis in het knoopsgat zum Verkauf anbieten.

Die Mitglieder der Internationalen Joseph-Roth-Gesellschaft und ihrer Zweigstelle, der Niederländisch-Flämischen Joseph-Roth-Genootschap, werden ebenso wie alle anderen Interessierten gebeten, sich unter folgender Adresse anzumelden:
josephrothgenootschap@gmail.com
 

Mit

  • Heinz Lunzer, geboren 1948, leitete die Dokumentationsstelle für neuere österreichische Literatur im Literaturhaus in Wien. Er richtete eine Vielzahl von  Ausstellungen zur österreichischen Literatur und Exilliteratur aus und ist zusammen mit seiner Frau Victoria Lunzer-Talos Verfasser zahlreicher Publikationen zu Joseph Roth. Heinz Lunzer ist Vorsitzender der Internationalen Joseph Roth-Gesellschaft und Herausgeber der Joseph Roth Edition.

  • Helen Chambers ist emeritierte Professorin für Germanistik an der University of St Andrews in Schottland. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die deutsche und österreichische Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts, insbesondere das Werk von Theodor Fontane und Joseph Roth, sowie deutsch-britische Kulturbeziehungen, Gender und literarische Reportage.
    Sie ist Herausgeberin der Jospeh Roth Edition. 

  • Els Snick ist Literaturwissenschaftlerin, Übersetzerin und Dozentin an der Universität Gent. Sie promovierte über Joseph Roth und seine literarischen Netzwerke in den Niederlanden und Flandern und ist Gründerin und Vorsitzende der flämisch-niederländischen Joseph Roth Genootschap. Sie hat zahlreiche Werke Roths ins Niederländische übersetzt.

  • Femke Foppema ist Vorstandsmitglied der flämisch-niederländischen Joseph Roth Genootschap und beschäftigt sich intensiv mit Leben und Werk Joseph Roths. Zu ihren Forschungsthemen gehört unter anderem Roths Beziehung zu Andrea Manga Bell; ihre Ergebnisse dazu veröffentlichte sie 2023 in der Literaturzeitschrift De Parelduiker.

  • Madeleine Rietra (1946) studierte Germanistik und Geschichte in Amsterdam und Hamburg. Sie ist Vizepräsidentin der IJRG, Wien, und Mitglied des Redaktionsbeirats. Sie hat u.a. 1991 die Korrespondenz Joseph Roths mit dem Verlag De Gemeenschap in Bilthoven und 2005 — in Zusammenarbeit mit Roths Bibliographen Rainer Joachim Siegel — die Korrespondenz Roths mit den Exilverlagen Allert de Lange und Querido in Amsterdam redigiert. Beide Ausgaben sind in deutscher Sprache im Verlag Kiepenheuer & Witsch, Köln, erschienen.