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14:00–15:30 Uhr

The Body as Archive and Witness: Performance-making at the intersection of body, labor, and migration

Roundtable Discussion|With Alvin Collantes, Eisa Jocson, and Jenny Logico-Cruz | Moderated by: Dr. Diego Maranan

About the Artists

  • Alvin William Collantes (geb. 1989) ist eine queere Filipino-Person und Performance Artist, wohnhaft in Berlin. Deren interdisziplinäre, körperzentrierte Praxis vereint Improvisation, zeitgenössischen Tanz, dekolonialistische Perspektiven, die Kunst des Drag, und die Geschichte queerer Tanzflächen - sowohl als Archiv als auch als Verkörperung für Widerstand und Transformation. Durch Bewegung und Performance erforscht Alvin Migration, Distanz, und diasporische Probleme wie Verlust, Erinnerung, und Zugehörigkeit. Währenddessen werden neue Möglichkeiten einer queer-zentrierten Zukunft erträumt.

    Alvin ist Teil der Performance-Ecologies-Residenz des Goethe-Instituts Philippinen, wo in der Zusammenarbeit mit Eisa Jocson und Franchesca Casauay die künstlerische Arbeit kontinuirlich vertieft wird. Alvin hat Werke im Futurium Berlin ausgestellt und mit Kunstschaffenden wie Kiani Del Valle der KDV Performance Group, Leeroy New, dem RambaZamba Theater, und Alvin Tolentino der Company Erasga Vancouver zusammen gearbeitet. Deren letzte Ausstellung "Young Birds from Strange Mountains" wurde im Schwulen Museum Berlin ausgestellt. 2026 wird Alvin deren Solo-Performance mit dem Titel "Bibingka" bei den Tanztagen Berlin debütieren.

  • Eisa Jocson ist eine interdisziplinäre Künstlerin, die in La Union, Philippinen, lebt. Ausgebildet als bildende Künstlerin mit einem Hintergrund in Ballett, kam sie durch Pole Dance zum zeitgenössischen Tanz. In ihren Arbeiten erforscht sie die Körperpolitik in der Dienstleistungs- und  Unterhaltungsindustrie aus dem sozioökonomischen Blickwinkel der Philippinen. Sie untersucht, wie sich der Körper bewegt und welche Bedingungen ihn in Bewegung bringen - sei es die soziale Mobilität oder die Auswanderung aus den Philippinen aus ökonomischen Zwängen. In ihren Kreationen - von "Death of the Pole Dancer" über "Macho Dancer" und "Host" bis hin zu "Princess", "Superwoman Band" und "Manila Zoo" - ist das Kapital die treibende Kraft der Bewegung, die den eingewanderten Körper in entwickelte Geografien treibt. Sie präsentiert ihre Stücke regelmäßig an renommierten  Theatern und internationalen Festivals in Asien und Europa, wie z.B. Tanz im August, TPAM Yokohama, Zürcher Theaterspektakel und Frankfurter Positionen. Sie wurde 2018 mit dem Cultural Centre of the Philippines 13 Artists Award, dem Hugo Boss Asia Art Award 2019, dem SeMa-HANA Award 2021 und dem Tabori Award International 2023 ausgezeichnet.

  • Jenny Logico-Cruz ist eine Performance-Macherin, Lehrerin und Kulturarbeiterin. Sie ist daran interessiert, den Prozess, die Grenzen und die Erwartungen an die Performance in Frage zu stellen und neue Rahmen und Methoden der Interaktion mit dem Publikum zu erforschen, während sie sich mit wichtigen zeitgenössischen Themen auseinandersetzt, bei denen sich persönliche, soziale, kulturelle und politische Aspekte überschneiden. Sie ist Mitbegründerin und künstlerische Leiterin der Langgam Performance Troupe, einer in Manila ansässigen zeitgenössischen Performancekompanie, die sich auf experimentelle, prozessbasierte und forschungsorientierte Arbeiten konzentriert.

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