Künstlerprojekte

MC Sacerdote wird zu einem Kulturaustausch und einer technischen Fortbildung an der Volksbühne Berlin eingeladen.

Der angolanische Produzent und Musiker MC Sacerdote, Gründer des Kollektivs Dizkuduru, befindet sich derzeit auf Einladung der Volksbühne, einem der bedeutendsten Kulturorte der Berliner Kunstszene, in Deutschland. Während seines Aufenthalts wird der Künstler an einer speziellen technischen Fortbildung teilnehmen und einen Kulturaustausch fördern, der dem europäischen Publikum die vielfältigen musikalischen Ausdrucksformen Angolas näherbringt.

mc sacerdote © Goethe-Institut Angola

Diese Einladung der Volksbühne ist eine wichtige internationale Anerkennung für MC Sacerdote und das Kollektiv Dizkuduru und bekräftigt die Rolle der Kultur als Brücke zwischen verschiedenen Welten und Realitäten. Die Initiative unterstreicht zudem das Engagement des Goethe-Instituts Angola, den künstlerischen und kulturellen Dialog zwischen Angola und Deutschland zu fördern und zur Aufwertung afrikanischer kultureller Ausdrucksformen auf der globalen Bühne beizutragen.

Die Laufbahn von MC Sacerdote zeichnet sich durch seine Fähigkeit aus, Tradition und Moderne zu verbinden und Klänge zu schaffen, die Grenzen überschreiten und zum Nachdenken über zeitgenössische kulturelle Dynamiken anregen. Seine Teilnahme an diesem Projekt in Deutschland ist eine Würdigung des angolanischen Talents und der Bedeutung des kulturellen Austauschs für die Stärkung künstlerischer Identitäten.

Afrikanisches Kino im Fokus: Dreça Manuel bei der 19. Ausgabe des Festival de Cinémas d’Afrique in Lausanne.

Vom 14. bis 17. August 2025 nahm die angolanische Filmemacherin und Kuratorin Dreça Manuel an der 19. Ausgabe des Festival de Cinémas d’Afrique in Lausanne in der Schweiz teil. Eine Erfahrung, die ihre berufliche und persönliche Laufbahn tief geprägt hat.

Dreça Manuel © Goethe-Institut Angola

Mit seiner intimen und einladenden Atmosphäre zeichnete sich das Festival durch eine sensible und sorgfältige Kuration aus, die Werke zusammenbrachte, die zu echten Reflexionen und menschlichen Begegnungen anregten. Dreça präsentierte ihren Film MALO (2023), der von einem neugierigen und großzügigen Publikum begeistert aufgenommen wurde. Der Dialog mit Zuschauern unterschiedlicher Herkunft zeigte die universelle Kraft afrikanischer Erzählungen und unterstrich die Bedeutung des Erzählens von Geschichten, die kulturelle Grenzen überschreiten.

Während der Veranstaltung hatte Dreça die Gelegenheit, mit Produzenten, Regisseuren, Schauspielern und Filmfans aus ganz Afrika in spontanen und hierarchiefreien Gesprächen zu interagieren. Besonders inspirierend waren die Begegnungen mit Moussa Sawadogo, dem Direktor von FESPACO, und dem Kurator Mustafa Sawadogo, die ihre Sicht auf die Bedeutung des angolanischen Kinos erweitert haben.

Die ruhige und charmante Stadt Lausanne erwies sich als Ort der Begegnung für die lokale afrikanische Gemeinschaft. Das Festival fördert nicht nur das afrikanische Kino, sondern stärkt auch identitäre und kulturelle Bindungen. Aktivitäten wie gemeinsame Ausflüge und Mittagessen verstärkten die Integration zwischen den Gästen und der Stadt.
Die Teilnahme am Festival war ein wichtiger Schritt in der Karriere von Dreça Manuel, sowohl als Regisseurin als auch als Kuratorin. Sie kehrt mit neuen Ideen, wertvollen Kontakten und einer klareren Sicht auf die Rolle ihrer Arbeit im angolanischen und afrikanischen Kontext zurück.

„Ich bin dem Goethe-Institut sehr dankbar für seine Unterstützung, die unerlässlich war, um all dies zu ermöglichen.“ – Dreça Manuel.

Mussunda N’zombo: Eine Reise voller Forschung und künstlerischer Protagonisten in Deutschland.

Der angolanische Künstler Mussunda N’zombo hat kürzlich eine einzigartige Erfahrung in Deutschland gemacht, die seinen Horizont erweitert und den kulturellen Austausch zwischen Angola und Deutschland durch zwei markante Momente in seiner beruflichen Laufbahn gestärkt hat.

Mussunda N zombo © Goethe-Institut Angola

Forschung über die deutsche Präsenz in Angola in Witzenhausen Zwei Tage lang war Mussunda N’zombo im Internationalen Zentrum für ländliche Entwicklung der Universität Kassel in Witzenhausen, wo er seine Recherchen für das Kunstprojekt „Penetração Pacífica – Deutsche in Angola Ein” vertiefte. Das in Zusammenarbeit mit dem Künstler Bruno Fonseca und dem Goethe-Institut Angola entwickelte Projekt untersucht die Ankunft und Präsenz deutscher Siedler auf angolanischem Gebiet und regt zu einer kritischen Reflexion über die historischen und kulturellen Verbindungen zwischen den beiden Ländern an.

Prominente Teilnahme an der Ausstellung GLOBAL FASCISMS in Berlin Auf Einladung des Hauses der Kulturen der Welt und mit Unterstützung des Goethe-Instituts Angola nahm Mussunda N’zombo an der Eröffnung der Ausstellung GLOBAL FASCISMS in Berlin teil. Die Ausstellung versammelte rund fünfzig internationale Künstler, die sich mit verschiedenen künstlerischen Ausdrucksformen mit der Stärkung zeitgenössischer faschistischer Ideologien auseinandersetzen. Als Teil des Programms der Berlin Art Week und des Heimaten Festival for Plural Democracy wirft die Ausstellung einen kritischen Blick auf die ästhetischen, sozialen und politischen Dynamiken des Faschismus und hebt dessen Auswirkungen und ideologische Funktionen hervor. Die Veranstaltung versucht, den Faschismus nicht nur als historisches Phänomen, sondern als aktuelle globale Bedrohung zu verstehen und hinterfragt dabei Konzepte wie Identität, Gemeinschaft und Zugehörigkeit.

Mussunda N’zombos Werdegang in Deutschland unterstreicht die wesentliche Rolle angolanischer Künstler in der internationalen Debatte über Geschichte, Erinnerung und Demokratie und stärkt gleichzeitig die kulturellen Bindungen zwischen Angola und Deutschland.
 

Irene Amosi: Zwischen afrikanischem Feminismus und neuen Grenzen des Kinos mit Unterstützung des Goethe-Instituts Angola.

Mit Unterstützung des Goethe-Instituts Angola begab sich die talentierte angolanische Künstlerin Irene Amosi auf eine bedeutende Reise, die sie nach Südafrika und São Tomé und Príncipe führte, wo sie ihre Präsenz in der Kunstszene stärkte und wichtige kulturelle Dialoge förderte.

Irene Amosi © Goethe-Institut Angola

In Johannesburg war Irene eine der Künstlerinnen, die für die Teilnahme am Programm African Feminisms ausgewählt wurden, das vom House of African Feminisms organisiert wurde – einer lebendigen und kritischen Plattform, die vom 25. bis 28. September im Goethe-Institut South Africa feministische Denkerinnen, Aktivistinnen und Künstlerinnen aus dem gesamten afrikanischen Kontinent zusammenbrachte. Dieses Treffen bot einen wichtigen Raum für die Diskussion der vielfältigen Dimensionen des afrikanischen Feminismus, wobei der Schwerpunkt auf feministischer Organisation, Solidarität zwischen den Generationen, Care-Ökonomien und Formen des Widerstands und des sozialen Wandels lag. Irenes Teilnahme an diesem Forum unterstrich ihr Engagement für Anliegen, die über die Kunst hinausgehen und Kultur und Aktivismus in einem für die afrikanische Gegenwart wichtigen und dringenden Dialog miteinander verbinden.

Unmittelbar danach reiste Irene Amosi nach São Tomé und Príncipe, wo sie als eines der vielversprechenden Talente für die Ausgabe 2025 des São Tomé Filmlab ausgewählt wurde – einer renommierten Künstlerresidenz für junge afrikanische Filmemacher. Diese Residenz findet vom 28. September bis zum 2. Oktober statt und ist dafür bekannt, Kreativität, kulturellen Austausch und die Entwicklung innovativer Erzählungen im afrikanischen Kino zu fördern. Sie bietet den Teilnehmern einzigartige Möglichkeiten zur Weiterbildung, zum Networking und zur internationalen Sichtbarkeit.

Irenes Werdegang, der vom Goethe-Institut Angola unterstützt wird, zeigt nicht nur die Stärke der zeitgenössischen angolanischen Kunst, sondern auch die transformative Rolle der kulturellen Initiativen des Goethe-Instituts bei der Förderung des Dialogs, der Vielfalt und der Stärkung künstlerischer Netzwerke in ganz Afrika.

Folgen Sie uns