Pressemitteilungen

Goethe-Institut Presse © Goethe-Institut Philippinen/ Charlene Batulan

7. November 2019

O museu é vosso! Veranstaltungsreihe im Museu Nacional de Angola

​Mit einer Veranstaltungsreihe und einem Fest  am 23. November feiern das Museu Nacional de Antropologia, das Ethnologische Museum Berlin und das Goethe-Institut Angola das erste Jahr ihrer Zusammenarbeit. Neben zwei Diskussionsrunden, in denen es um die Zukunft des Museu Nacional de Antropologia gehen wird, laden wir zu einem Tag der offenen Tür ein - mit Filmen, Führungen, Musik, Tanz und vielem mehr für kleine und große Besucher. Den Auftakt bilden zwei öffentliche Talkrunden im Museum:

In einer „Zukunftswerkstatt“, die am Dienstag, den 19. November, um 18.30 Uhr stattfindet, diskutieren Experten aus Berlin und Luanda über neue Ansätze der Museumsarbeit für das MNA. Mit dabei sind: Paola Ivanov (Ethnologisches Museum Berlin), Ana Clara Guerra Marques (Companhia da Dança Contemporânea), Manzambi Vuvu Fernando (Universidade Agostinho Neto) und Adriano Sebastião Mixinge (Memorial Dr. António Agostinho Neto). Es moderiert José Luis Mendonça.

Am Donnerstag, den 21. November 2019, erzählen der Regisseur Carlos da Silva Pinta (Berlin), Engracia de Oliveira (Museu Nacional de Antropologia) und Paola Ivanov (Ethnologisches Museum Berlin) von der Entstehung ihrer Kurzfilme zu fünf Ausstellungsstücken, die in den ethnologischen Museen in Luanda und Berlin zu sehen sind. Die Filme wurden im Juli 2019 in verschiedenen Provinzen Angolas gedreht. Künstler und Experten aus den Herkunfts-Communities erklären den Hintergrund von typischen und einzigartigen Objekten aus beiden Museen. Die Filme werden ab dem kommenden Jahr in den Dauerausstellungen der ethnologischen Museen in Berlin und Luanda gezeigt werden.

Am Samstag, den 23. November 2019, beginnt der Tag der offenen Tür um 14. Uhr. Zahlreiche in diesem und dem letzten Jahr angestoßene Projekte werden dabei zum Leben erweckt. Für die Kinder wird es eigene Führungen durch das Museum geben, die auf dem Konzept neuer „Fichas pedagógicas“ beruhen. Außerdem sind alle Kinder zu Vorleserunden eingeladen.. Zur Stärkung gibt es für die Kleinen außerdem Popcorn und Zuckerwatte im Museumshof. Dort können Groß und Klein auch Kunsthandwerkern bei der Arbeit zusehen.

Außerdem feiern die fünf neuen Kurzfilme für die Dauerausstellungen beider Museen ihre Premiere. Nach der Erläuterung der Filme durch Regisseur Carlos da Silva Pinto werden sie den ganzen Tag über gezeigt. Wie eine Cafeteria im Innenhof des Museu National de Antropologia aussehen könnten, zeigen Student*innen der Universidade de Lusíada. Ihre Entwürfe haben sie im Rahmen des 14. Architekturforums Luanda entwickelt. Schließlich stellen  Estelle Nerot (Alliance Française) und Evelize Njinga Candiza (Museu Nacional de Antropologia) die neue Webseite des Museums vor, die noch im November online gehen wird. Am Abend wird dann bei Musik und Tanz im Hof gefeiert (Ende gegen 22:00).

Anlässlich der Veranstaltungswoche haben wir zudem Künstler und Museumsexperten nach ihren Ideen für für die Zukunft des Museu Nacional de Antropologia gefragt. Ihre Antworten haben wir auf unserer Webseite veröffentlicht.

Den Startschuss für die Kooperation der beiden Museen mit dem Goethe-Institut hatte ein gemeinsames Projekt der Botschaften Frankreichs und Deutschlands, der Alliance Française und des Goethe-Instituts Angola gegeben, das vom deutsch-französischen Kulturfonds finanziert worden war. Die Ergebnisse dieses Projekts, die neue Webseite des Museums und die „Fichas Pedagógicas“ für die Kinderführungen werden auf dem Tag der offenen Tür erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.


Programm

Dienstag, 19. November, 18:30: Talkrunde „Oficina do futuro“
 
Donnerstag 21. November, 18:30: Talkrunde „Nossas Objectos – Nossas Histórias”
 
Samstag 23. November, 14:00 – 22:00: Tag der offenen Tür „O museu é vosso – um dia de Eventos“:
14:30: Kinderführung I
15:30: Vorlesestunde I
16:00: Kinderführung II
16:30: Vorstellung der Projekte des studentischen Architekturwettbewerbs
17:00: Vorlesestunde II
17:00: Vorstellung der Webseite
18:00: Präsentation der Kurzvideos
19:00: Musik und Tanz (DJ)
14:00 – 22:00: Kurzvideos; Ausstellung der Entwürfe für die Cafeteria; Kunsthandwerk, Popcorn und Zuckerwatte im Hof
 

Gemeinsamer Veranstaltungsort

Museu Nacional de Antropologia (MNA)
Avenida de Portugal, ex Friedrich Engels nº 61, Luanda – Angola
-Eintritt frei-
 

Kontakt

Goethe-Institut Angola
Gabriele Stiller-Kern
gabriele.stiller-kern@goethe.de
Mobil: +244 929 247 355
 

Partner

Museu Nacional de Antropologia (DINAM)
Ethnologisches Museum Berlin (SMB/SPK)
Alliance Française Luanda
Deutsche Botschaft Luanda
Französische Botschaft Luanda
Universidade Lusíada Luanda
 

7. November 2019

Henrike Grohs Art Award 2020 – open call launches 15 October

Der Henrike Grohs Art Award ist ein alle zwei Jahre ausgeschriebener Preis, den das Goethe-Institut und die Familie Grohs im Andenken an die ehemalige Leiterin des Goethe-Instituts Abidjan, Henrike Gros, gestiftet haben.

Die Bewerbungen für den zweiten Henrike Grohs Art Award sind zwischen dem 15. Oktober und dem 15. November 2019 mögich. Der Preis wird dann im Rahmen der "Dak'Art - Biennial of Contempory African Art" im Mai 2020 verliehen. Er wird ale zwei Jahre an einen afrikanischen Künstler oder ein afrikanisches Künstlerkollektiv mit demTätigkeitsfeld Bildende Kunst vergeben.

Der Hauptpreis wird durch eine internationale Jury aus einer von einem Auswahlkomitee erstellten Short List ausgewählt. Die/der gewinnende*r Künstler*in / das gewinnende Kollektiv erhält ein Preisgeld von 20.000 € und eine Publikation im Wert von 10.000 € über ihre Arbeit.
Zwei weitere Künstler*innen oder Kollektive erhalten als Zweitplatzierte ein Preisgeld von je 5.000 €.

Der Preis möchte aufstrebende Künstler bei der oft sehr schwiereigen Abeit auf dem afrikanischen Kontinent.unterstützen, Die künstlerische Qualität ist das wichtigste Kriterium bei der Beurteilung der eingereichten Arbeiten.

Der kamerunische Intermedia-Künstler Em'kal Eyongakpa wurde 2018 als erster Preisträger der Jury bestimmt, zu der Koyo Kouoh (künstlerischer Direktor der RAW Material Company, Dakar), Laurence Bonvin (Künstler und Vertreter der Familie Gros, Berlin), Raphael Chikukwa (Chefkurator der Nationalgalerie Simbabwe, Harare) und Simon Njami (Kurator, Paris) gehörten.

Alle Bewerbungen sind zwischen dem 15. Oktober und dem 15. November 2019 online einzureichen auf der Seite:
www.henrikegrohsartaward.africa
 

Über Henrike Grohs

Die studierte Ethnologin Henrike Grohs war von 2013-2016 Leiterin des Goethe-Instituts in Abidjan. Sie war eine der Gründerinnen des Projekts "Next -Intercultural Projects" am Haus der Kulturen der Welt in Berlin. Zwischen 2002 und 2009 arbeitete sie als Projektmanagerin für das Ausbildungsprogramm der Berliner Philharmoniker. 2009 wurde sie zur Beraterin in den Bereichen Kultur und Entwicklung am Goethe-Institut Südafrika ernannt. Henrike Grohs starb im März 2013 im Alter von 51 Jahren bei einem Terror-Anschlag in Côte d'Ivoire, dem neben ihr weitere 17 Menschen zum Opfer fielen.
 

Über das Goethe-Institut

Das Goethe-Institut ist das weltweit tätige Kulturinstitut der Bundesrepublik Deutschland. Wir fördern die Kenntnis der deutschen Sprache im Ausland und pflegen die internationale kulturelle Zusammenarbeit. Es ist in 98 Ländern präsent und hat 3.300 Mitarbeiter. Es unterstützt Künstler und fördert Ideen und Projekte. Es möchte die lokalen Kulturszenen fördern und den pan-afrikanischen Dialog der Künste stärken. Auf dem Afrikanischen Kontitnent unterhält es 19 Institute, in Abidjan, Accra, Addis Abeba, Alexandria, Cairo, Casablanca, Dakar, Dar es Salam, Johannesburg, Khartoum, Kigali, Lagos, Lomé, Luanda, Nairobi, Rabat, Tunis, Windhoek und Yaoundé. Es gibt zudem Verbindungsbüros in Algier, Kinshasa und Ouagadougou und Kulturzentren in Antananarivo, Bamako, Kapstadt, Harare, Kampala und Maputo.
 

Kontakt

info@henrikegrohsartaward.africa

Jonas Radunz, Goethe-Institut South Africa
Jonas.Radunz@goethe.de

119 Jan Smuts Avenue
Parkwood 2193
Private Bag X18
Parkview 2122
South Africa

Tel: +27-11 442 3232
Fax: +27-11 442 3738
www.goethe.de/johannesburg



 

10. Juli 2019

Neue Bücher für das Museu Nacional de Antropologia

Im Rahmen seiner Zusammenarbeit mit den ethnologischen Museen in Berlin und Luanda hat das Goethe-Institut Angola wichtige Fachliteratur für die Bibliothek des Museu Nacional de Antropologia erworben. Gemeinsam mit dem Goethe-Institut wird der Präsident des Deutschen Bundesrats, Daniel Günther, die Bücher am 12. Juli um 18:30 Uhr im Museum übergeben.

Bei den  Büchern handelt es sich um 33 Fachbücher, die in der für die anthropologische Forschung wichtigsten Bibliothek Angolas bislang fehlten. Darunter Grundlagenliteratur wie der Band „Cultura Tradicional Bantu“ von Raul Ruiz de Asúa Altuna. Die Bücher wurden gemeinsam von allen Institutionen ausgewählt, die an der Museumskooperation beteiligt sind. Die Ergänzung der Bibliothek mit Fachliteratur soll in den kommenden Jahren kontinuierlich fortgesetzt werden.

Der deutsche Bundesratspräsident kommt am 11. Juli nach Luanda, wo er mit Staatspräsident João Lourenço, Abgeordneten der angolanischen Nationalversammlung sowie mehreren angolanischen  Ministerinnen und Ministern zusammentrifft. Am letzten Tag seines Aufenthaltes in Luanda nimmt er zusammen mit Wirtschaftsminister Pedro Luís da Fonseca an der FILDA teil.

Am 12. Juli besucht der Bundesratspräsident, dem der deutsch-angolanische Kulturaustausch besonders am Herzen liegt, gemeinsam mit der angolanischen Kulturministerin Maria da Piedade de Jesus das Museu Nacional de Antropologia.

Die Kooperation des  Goethe-Instituts Angola mit dem Museu Nacional de Antropologia Luanda und dem Ethnologischen Museum Berlin (SMB) ist ein längerfristiges Projekt, das im Dezember 2018 von der Direktion der Nationalen Museen Angolas (DINAM), der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) und dem Goethe-Institut in einem Memorandum of Understanding vereinbart wurde. Die Zusammenarbeit ging hervor aus einer Kooperation der Botschaften Deutschlands und Frankreichs in Luanda, der Alliance Française und des Goethe-Instituts Angola.

Als nächstes Projekt der Kooperationspartner sollen noch in diesem Jahr mehrere Kurzvideos entstehen, die sich mit dem gesellschaftlichen Kontext bedeutender Kunstwerke in den zwei Museen auseinandersetzen. Die Videos sollen in beiden Museen in die ständige Ausstellung integriert werden.
 

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Gabriele Stiller-Kern
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27. Juni 2019

PLASTIKA: Goethe-Institut Angola lädt Kindertheatergruppeaus Johannesburg nach Luanda ein

Mit ihrem Theaterstück PLASTIKA, das sich an Kinder im Alter von 3 bis 7 Jahren wendet, kommt die "Blac Anthem Theatre Company" aus Uganda im Juli nach Luanda

In ihrem Stück dreht sich alles um Plastik. Mit raschelnden Tüten und leeren Flaschen erforschen die drei  Schauspieler aus Uganda und Botswana die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten von Plastik und entdecken in all dem Müll überraschende Schätze. Das Stück dauert 25 Minuten. Im Anschluss an die Aufführung laden die Schauspielerinnen und Schauspieler die Zuschauerinnen und Zuschauer ein, ihre eigenen Erfahrungen zu machen. 
 
PLASTIKA wurde im Rahmen des "Early Years"-Theaterprogramms in Kapstadt produziert und unterstützt vom Goethe-Institut, dem Magnet Theatre in Kapstadt und dem Helios Theater aus Hamm, Deutschland.
 

Termine: 
 
Sonntag, 7. Juli, 16 Uhr
Centro de Animação Artística do Cazenga (ANIMART)
Zona 18 - 6ª Avenida ao IFA
Cazenga, Luanda
Eintritt frei
 
Montag, 8. Juli, 15:30 Uhr
Centro Cultural Zango das Artes (CCZA)
Bairro Zango II, Quadra F 892 (vor dem Puniv), Luanda
Eintritt frei

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19. Juni 2019

Histórias Kambutas online

Ab heute können junge und auch schon etwas ältere Leser drei neue Kinderbücher von Cynthia Perez, José Eduardo Agualusa und Mia Couto kostenlos auf der Website des Goethe-Institus Angola herunterladen.

Die Heldin der Geschichte von Cynthia Perez, "Kambuta Grande" (Die ganz große Kleine), ist Bela, ein für ihr Alter ziemlich kleines Mädchen. Aber sie hat Superkräfte und außerdem ein großes Herz. Die Geschichte von Mia Couto, "O Rio Infinito" (Der unendliche Fluss) knüpft an eine afrikanische Legende an und fragt nach der Macht und der Magie von Kunst. In "A Concha Magica" (die Zaubermuschel) erzählt José Eduardo Agualusa wie sich Nketa über ihre erste Menstruation erschreckt.

Alle Bücher sind illustriert und werden mit eine Auflage von bis zu 1000 Exemplaren gedruckt, um dann kostenlos durch Bibliotheken und Kulturzentren, aber auch im Rahmen einer Vorlese-Karawane verteilt zu werden. Digitale Zeitschriften können die Bücher kostenfrei drucken, übersetzen und verteilen.

Die drei Kinderbücher sind das Eregbnis der "Historias Kambutas Luanda": Im April hatte das Goethe-Institut zusammen mit dem Kulturkollektiv "Pés Descalços" drei Schriftsteller (José Eduardo Agualusa, Mia Couta und Cynthia Perez), drei Illustratoren (Danuta Wojciechowska, Tché Gourgel und Thó Simões) und drei Grafikdesigner (Iris Buchholz Chocolate, Lauretta Geraldo und Manuela Lima) nach Luanda eingeladen, um in einem Kreativmarathon in Dreierteams Kinderbücher zu entwickeln.

Die "Histórias Kambutas Luanda" sind angelehnt an das "Book Dash"-Projekt, das in Südafrika entwickelt wurde. Ziel war es, Bücher mit Geschichten für Kinder zu schaffen, die sich mit der Realität vor Ort auseinandersetzen sollen. In Dreierteams, bestehend aus je einem/er Schriftsteller/in, Illustrator/in und Grafikdesigner/in wurden in Luanda in 12 Stunden gemeinsamer Arbeit drei Bücher geschaffen, die kostenfrei publiziert werden dürfen.

Hier geht's zu den Histórias Kambutas
 

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Colectivo Pés Descalços                                                                                                               
Mobil: +244 923 31 53 73

11. Juni 2019

Goethe-Institut lädt José Luís Mendonça zum Kultursymposium Weimar ein

Über 300 Künstler, Wissenschaftler, Journalisten und Kulturschaffende aus der ganzen Welt kommen im Juni nach Deutschland, um sich im Rahmen des Symposiums über die Folgen der weltweiten, rasanten technologischen Entwicklungen auszutauschen. Das Symposium ist eine Veranstaltung des Goethe-Instituts und findet vom 19. bis zum 21. Juni 2019 in Weimar, der Wiege der deutschen Klassik, statt. Aus Angola hat das Goethe-Institut den Schriftsteller und Journalisten José Luís Mendonça nach Weimar eingeladen.

Zu den Referenten des Kultursymposiums Weimar gehören unter anderen der Schriftsteller Pankaj Mishra aus Indien, die Journalistin Lina Attalah aus Ägypten und John Hutz aus den USA, Professor für Physik an der Havard University. Johannes Ebert, Generalsekretär des Goethe-Instituts, erklärte im Rahmen einer Pressekonferenz in Berlin: „Das diesjährige Kultursymposium Weimar greift gesellschaftliche Umbrüche unserer Zeit auf und stellt sie in einen kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Zusammenhang. Drei Tage lang werden in kreativer Festivalatmosphäre künstlerische und wissenschaftliche Zugänge zu aktuellen Zukunftsthemen erarbeitet. Dabei sind für uns als Goethe-Institut die Perspektiven aus dem Ausland besonders zentral – deswegen freue ich mich sehr, dass zahlreiche Expertinnen und Experten aus unserem weltweiten Netzwerk in die Kulturstadt Weimar kommen, um untereinander und mit dem Publikum über diese brennenden Themen zu diskutieren.“
 

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Gabriele Stiller-Kern
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29. April 2019

Workshop „Konservierung und Restaurierung“ im Museu Nacional de Antropologia

Heute hat im Museu Nacional de Antropologia ein Workshop zum Thema „Konservierung und Restaurierung“ angefangen. Den Workshop leitet Eva Ritz, Restauratorin am Ethnologischen Museum Berlin. Das Projekt ist Teil der Kooperation des Goethe-Instituts mit den Ethnologischen Museen in Berlin und Luanda.

Ihren Workshop hat Eva Ritz genau auf die Bedürfnisse des Museu Nacional de Antropologia zugeschnitten: Wie können ethnologische Sammlungsobjekte im tropischen Klima erhalten und restauriert werden? Dafür hat die Restauratorin Utensilien und Arbeitsmaterialen aus Deutschland mitgebracht, sodass die Teilnehmer direkt ihre Fähigkeiten in der Praxis erproben können. Eva Ritz arbeitet seit 2004 am Ethnologischen Museum Berlin und betreut dort seit 2011 die Sammlungsobjekte aus Afrika; sie hat bereits ähnliche Projekte in Tansania und in China geleitet.

Der nicht öffentliche Workshop dauert noch bis Freitag dieser Woche, Teilnehmer sind Mitarbeiter des Museu Nacional de Antropologia. Eine Vertiefung der Weiterbildung im Bereich Konservierung und Restaurierung am Museu Nacional de Antropologia ist bereits geplant: Im Herbst dieses Jahres soll ein Mitarbeiter des Museums seine Fachkenntnisse durch einen Residenzaufenthalt am Ethnologischen Museum Berlin erweitern.

Die Kooperation der beiden Museen mit dem Goethe-Institut Angola ist ein längerfristiges Projekt, das im Dezember 2018 von der Direktion der Nationalen Museen Angolas, der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und dem Goethe-Institut in einem Memorandum of Understanding vereinbart wurde. Sie ging hervor aus einer Kooperation der Botschaften Deutschlands und Frankreichs in Luanda, der Alliance Française und des Goethe-Instituts Angola.
 

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19. März 2019

Histórias Kambutas: Mia Couto, José Eduardo Agualusa und Cynthia Perez schaffen gemeinsam Kinderbücher

In einem zwölfstündigen Marathon gemeinsamer Arbeit erschaffen drei Schriftsteller, drei Illustratoren und drei Designer neue Kinderbücher. Zur Vorstellung ihrer "Histórias Kambutas" (Kleine Geschichten) laden die Künstlerinnen und Künstler alle Kinder und ihre Familien am Samstag, den 6. April, um 11 Uhr, in den Innenhof von Radio LAC ein.

Neben den Schriftstellern Mia Couto (Moçambique), José Eduardo Agualusa und Cynthia Perez (Angola) arbeiten die Illustratoren Danuta Wojciechowska (Portugal), Tché Gourgel und Thó Simões (Angola) zusammen. Die Gestaltung der Bücher übernehmen die Grafikdesignerinnen Iris Buchholz Chocolate, Lauretta Geraldo und Manuela Lima (Angola). Die Geschichten werden in einer Auflage von je 1.000 Exemplaren gedruckt und kostenlos verteilt. Sie können außerdem über die Webseite des Goethe-Instituts abgerufen werden.

„Histórias Kambutas“ basiert auf der Idee der südafrikanischen Initiative "Book Dash", die sich zum Ziel gesetzt hat, Künstlerinnen und Künstler zusammenzubringen, die ehrenamtlich Bücher für Kinder produzieren. Die so entwickelten Bücher können rechtefrei gedruckt, übersetzt und verteilt werden.

Anlässlich des Besuchs von Mia Couto und José Eduardo Agualusa lädt das Goethe-Institut darüber hinaus zu Workshops, einer Lesung und einer Diskussion ein.


Wie macht man Kinderbücher?

Am Dienstag, den 2. April, bietet das Goethe-Institut Angola in Zusammenarbeit mit dem Kulturkollektiv Pés Descalços drei Workshops an: Der Schriftsteller José Eduardo Agualusa gibt einen Einblick in "Kreatives Schreiben", die Grafikdesignerin Iris Buchholz-Chocolate in "Typografie und Layout" und der Illustrator Tché Gourgel führt in die digitale Malerei ein.

Die sechsstündigen Workshops finden  von 9 bis 17 Uhr an der Universidade Lusíada de Angola, Largo do Lumeji 11/13, Luanda – Coqueiros, Ingombota statt. Für jeden Workshop stehen zehn Plätze zur Verfügung. Unter der Adresse rita.soares@luanda.goethe.org können sich Interessierte verbindlich anmelden. Dazu werden folgende Informationen benötigt: Vollständiger Name, Telefonnummer und Angaben zu Praxis-Erfahrungen.

In Zusammenarbeit mit der Universidade Lusíada.
 

"A SOCIEDADE DOS SONHADORES INVOLUNTÁRIOS" - JOSÉ EDUARDO AGUALUSA PRÄSENTIERT seinen Roman

Zu einer Lesung mit José Eduardo Agualusa aus seinem kürzlich auf Deutsch erschienenen Roman "Die Gesellschaft der unfreiwilligen Träumer" laden wir am Mittwoch, den 3. April um 18.30 Uhr ins Elinga-Theater ein. Michael Kegler, der die Bücher des Schriftstellers ins Deutsche übersetzt, moderiert den Abend.
 
"Die Gesellschaft der unfreiwilligen Träumer" ist eine politische, poetische und satirische Fabel, die nach dem Wesen der Realität fragt; nach dem Potenzial der Träume als Instrument des Bewusstseins und der Veränderung.

Der Eintritt ist frei.

In Zusammenarbeit mit dem kulturkollektiv Pés Descalços, dem Elinga-Theater und der Buchhandlung Kumutu.
 

Histórias KAMBUTAS - Neue GESCHICHTEN FÜR KINDER

Am Samstag, den 6. April, laden wir gemeinsam mit Pés Descalços ab 11 Uhr alle Kinder in den Innenhof des LAC (Luanda Antena Comercial) ein, um die neuen Geschichten von José Eduardo Agualusa, Mia Couto und Cynthia Perez kennenzulernen.


WAS erwarten wir voneinader? Drei Schriftsteller Diskuteren

Über die Erwartungen, die Literaturliebhaber im südlichen Afrika und Europa voneinander haben, diskutieren am Samstag, den 6. April, um 18 Uhr, die Schriftsteller Mia Couto (Mosambik) und José Eduardo Agualusa (Angola) mit dem Übersetzer Michael Kegler (Deutschland).

In einer „CONVERSA Á 3“ ("Gespräch zu 3.") sprechen die langjährigen Kollegen und Freunde über die portugiesische Literatur in Afrika und deren Rezeption in Europa. Welche Konzepte und Vorurteile bestimmen das Interesse an afrikanischer Literatur und portugiesischer Sprache. Wer sind Ihre Leser und welche Bedeutung hat sie für afrikanische Autoren?

Michael Kegler arbeitet seit über zehn Jahren mit den beiden Autoren zusammen. Er übersetzt die Romane von José Eduardo Agualusa ins Deutscher und ist Literaturkritiker. Seit 2001 betreibt er das Internetportal "nova cultura" über Literatur und Musik aus den Ländern des portugiesischen Sprachraums.

In Zusammenarbeit mit dem Kulturkollektiv „Pés Descalços“ und dem Elinga-Theater.


KONTAKT

Goethe-Institut Angola
Tel.:+244 923 540 062
info@goethe.luanda.org
 
Colectivo Pés Descalços
Tel.: +244 923 31 53 73
mailpesdescalcos@gmail.com

15. Dezember 2018

Goethe-Institut und ethnologische Museen Museen in Berlin in Luanda starten Zusammenarbeit

Die Direktion der Nationalen Museen Angolas, die Stiftung Preußischer Kulturbesitz und das Goethe-Instituts haben in Luanda eine längerfristige Zusammenarbeit vereinbart. Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Norbert Spitz, Leiter der Region Subsahara-Afrika des Goethe-Instituts, und Ziva Domingos, Direktor der Nationalen Museen Angolas, unterzeichneten in der angolanischen Hauptstadt ein Memorandum of Understanding.

Während der Kolonialherrschaft in Angola entstanden große ethnographische Sammlungen für das Ethnologische Museum der Staatlichen Museen zu Berlin und für das Museu do Dundo im Nordosten Angolas. Die Objekte des Museums in Dundo bilden heute einen großen Teil des Bestandes des Museu Nacional de Antropologia in Luanda. Im Ethnologischen Museum Berlin (Staatliche Museen zu Berlin – Stiftung Preußischer Kulturbesitz) befindet sich darüber hinaus eine der weltweit bedeutendsten und ältesten Sammlungen angolanischer Kunst und materieller Kultur.
 
Im Zentrum der Zusammenarbeit sollen die Erforschung der Sammlungen beider Museen stehen, die Befragung ihrer Geschichte sowie deren Aktivierung für die Gegenwart mit wechselseitigen Bezügen und gemeinsam erarbeiteten Inhalten. Für das erste Jahr einigten sich die Partner auf den Austausch von Informationen über die Sammlungsbestände der Museen in Luanda und Berlin, auf einen Workshop zur Konservierung und Restaurierung sowie auf die Übersetzung historischer, ethnografischer Dokumente ins Portugiesische. Gemeinsam mit Angehörigen aus den Herkunftsgesellschaften der Objekte sollen Künstlerinnen und Künstler aus Angola und Deutschland ein Projekt zur Geschichte der Sammlungen und der Objekte entwickeln.
 
Der Präsident des Goethe-Instituts Klaus-Dieter Lehmann begrüßt die Initiative mit großem Nachdruck: „Mit dem sehr konkreten Aktionsplan, den die Partner gemeinsam ausgearbeitet haben, hat diese Zusammenarbeit eine Perspektive, die Beispiel gebend sein kann. Es ist ein weiteres Projekt zu Geschichte und Zukunft von kolonialen Fragen, die das Goethe-Institut unterstützt. Hier kann es auch seine langjährige Erfahrung einbringen, Plattformen des kritischen und konstruktiven Austausches zu ermöglichen und Akteure aus ganz unterschiedlichen Ländern und Disziplinen zusammenzubringen.“
 
Hermann Parzinger betonte das breite Spektrum an Aufgaben, die gemeinsam in Angriff genommen werden sollen: „Wir wollen im Rahmen unserer Möglichkeiten die angolanischen Museen bei ihren vielen Aufgaben unterstützen. Die Geschichte der Sammlungen in Angola und Berlin ist durch Forscher des 19. und des 20. Jahrhunderts eng miteinander verflochten. Auf der Basis dieser gemeinsamen Geschichte suchen wir neue Wege in die Zukunft mit gemeinsamer Forschung, auch zu den Provenienzen, Weiterbildung und Capacity Building. Im Museumsbereich hat eine neue Zeit der deutsch-angolanischen Zusammenarbeit begonnen.“
 
Die Kooperation des Goethe-Instituts Angola mit den ethnologischen Museen in Berlin und Luanda geht aus einer Kooperation der Botschaften Deutschlands und Frankreichs in Luanda, der Alliance Française und des Goethe-Instituts Angola hervor. In diesem Rahmen hatte im Mai 2018 in Luanda bereits ein vorbereitender Workshop der Partner stattgefunden. Nun legten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aller beteiligten Institutionen in einem zweiten Workshop, der vom 26. bis zum 30. November 2018 auf Einladung des Goethe-Instituts am Ethnologischen Museum (Staatliche Museen zu Berlin) stattfand, die Ziele ihrer Zusammenarbeit fest.
 
Das Goethe-Institut ist das weltweit tätige Kulturinstitut der Bundesrepublik Deutschland. Mit 159 Instituten in 98 Ländern fördert es die Kenntnis der deutschen Sprache im Ausland, pflegt die internationale kulturelle Zusammenarbeit und vermittelt ein aktuelles Deutschlandbild.


KONTAKT

Dr. Jessica Kraatz Magri
Bereichsleitung Kommunikation und
Pressesprecherin
Goethe-Institut e.V.
Tel.: +49 89 15 921 249
Jessica.KraatzMagri@goethe.de
 
Gabriele Stiller-Kern
Leiterin
Goethe-Institut Angola
Tel.: +244 929 247 355
Gabriele.stillerkern@goethe.de
 
Ingolf Kern
Direktor der Abteilung Medien und
Kommunikation
Stiftung Preußischer Kulturbesitz
+49 30 266 411 440
i.kern@hv.spk-berlin.de