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Bosnien und Herzegowina

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18:00–20:00 Uhr

Goethe-Kino: Die Spaziergängerin von Sans-Souci

Filmvorführung |Filmreihe „Lessons from the Past“

  • Goethe-Institut Sarajevo Hauptsitz, Sarajevo

  • Sprache Deutsch mit englischen Untertiteln
  • Preis Eintritt frei

„Die Spaziergängerin von Sans-Souci“ (Jacques Rouffio, 1982) mit Romy Schneider Foto (Ausschnitt): © Deutsches Filminstitut, Frankfurt

Die Spaziergängerin von Sans-Souci (1982, Jacques Rouffio) mit Romy Schneider Foto (Ausschnitt): © Deutsches Filminstitut, Frankfurt

Im Rahmen unserer Filmreihe „Lessons from the Past“ anlässlich des 80. Jahrestags des Endes des Zweiten Weltkriegs zeigen wir am 18. Juni um 18:00 Uhr im Goethe-Kino den deutsch-französischen Film „Die Spaziergängerin von Sans-Souci“ aus dem Jahr 1982 von Jacques Rouffio, der auf dem gleichnamigen Roman von Joseph Kessel basiert.
In ihrem letzten Film brilliert Romy Schneider in einer eindrucksvollen Doppelrolle und wurde dafür beim Internationalen Filmfestival in Montréal 1982 als beste Darstellerin ausgezeichnet.


Die Spaziergängerin von Sans Souci (französischer Titel: „La passante du Sans-Souci“) ist ein vielschichtiges Drama über Schuld, Gerechtigkeit und das Fortwirken von Gewalt über Generationen hinweg. Zugleich ist er ist ein bewegendes Dokument zum Abschied von einer der größten Schauspielerinnen des europäischen Kinos – und ein intensives filmisches Mahnmal.

Über den Film:

Der Schweizer Versicherungsunternehmer und Präsident einer Menschenrechtsorganisation Max Baumstein reist nach Paris, wo er mit seiner traumatischen Vergangenheit konfrontiert wird. Während einer Unterredung erschießt er Federico Lego, den Botschafter Paraguays und stellt sich der Polizei.
Rückblenden enthüllen seine Geschichte: Als Junge erlebt er die Erschießung seines Vaters und wird grausam von der SA misshandelt. Das Ehepaar Michael und Elsa Wiener rettet ihn. Nachdem Elsa mit Max nach Paris geflohen ist, wird Michael Wiener verhaftet und zu fünf Jahren Konzentrationslager verurteilt. Durch Beziehungen erwirkt Elsa die Freilassung ihres Mannes und seine Flucht nach Paris. Kurz nach seiner Ankunft werden er und später auch Elsa ermordet. Jahrzehnte später sucht Max Gerechtigkeit.

Credits:

Länge: 115 Minuten
Regie: Jacques Rouffio
Drehbuch: Jacques Rouffio, Jacques Kirsner
Darsteller*innen: Romy Schneider,Michel Piccoli,Helmut Griem,
Dominique Labourier, Gérard Klein,Mathieu Carrière,Jacques Martin,Wendelin Werner,Marcel Bozonnet, Christiane Cohendy

2025 wird in Deutschland, Europa und weltweit der 80. Jahrestag des Endes des 2. Weltkrieges begangen und zugleich an den Holocaust erinnert. Angesichts des zunehmenden Rechtspopulismus in Europa und der Welt, der von wieder aufkeimendem Faschismus, Antisemitismus, Rassismus und Vernichtungskriegen begleitet wird, hat das Goethe-Institut für seine diesjährige Filmreihe denkwürdige deutsche Spielfilme ausgewählt, die uns die historischen Ereignisse in Erinnerung rufen und die schrecklichen Lehren aus der Vergangenheit aufzeigen, aber auch vom Mut zum Widerstand und der Resilienz bemerkenswerter Menschen erzählen.
Im Programm sind zehn „Lessons from the Past“, darunter preisgekrönte Spielfilme namhafter Regisseure wie Rainer Maria Fassbinder, Volker Schlöndorff, Christian Petzold und Carolin Link.