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Moving Images / Moving Bodies
Körper und Kamera

Aufnahme aus der Ausstellung Artemovendo - Videokunst aus Brasilien, Deutschland und der Schweiz in Porto Alegre, Brasil, 2015.
© Carol de Góes / Goethe-Institut Porto Alegre

Von Ludwig Seyfarth

Als die erste tragbare Videokamera 1967 in den USA und 1969 in Westeuropa auf den Markt kam, nahm auch die Entwicklung der Videokunst Fahrt auf. Neben technischen Experimenten wurden theatralische Performances dokumentiert oder fanden, wie auch einfache körperliche Verrichtungen, oft nur für ihre Aufzeichnung statt.
 
Die Grenze zwischen Dokumentation und eigenständiger künstlerischer Gestaltung des Videos war damit oft fließend. Dies gilt auch für die Anfänge der Videokunst in Bulgarien, wo wie in anderen osteuropäischen Ländern den Künstler*Innen erst nach Ende des „Eisernen Vorhangs“ die Möglichkeiten zur Verfügung standen, die Videokamera in größerem Umfang zu nutzen.
 
Heute ist das technische und ästhetische Spektrum des Mediums, auch durch digitale Manipulationen, unendlich erweitert – auch dort, wo früher politische Grenzen für Unterschiede im technologischen Stand sorgten.
 
Immer noch ist die Auseinandersetzung mit dem menschlichen Körper, auch verbunden mit der Untersuchung zwischenmenschlicher Beziehungen, ein zentrales Thema der Videokunst. Dies zeigen beispielhaft die in diesem Programm gegenübergestellten Arbeiten aus der aktuellen Kunstszene in Bulgarien und Deutschland.

Die für November 2020 geplante von Ludwig Seyfarth kuratierte Ausstellung in Sofia mit Videoprojektionen und –Installationen, Performances einzelner Künstler*innen sowie Talks und Screenings ist wegen der Corona-Pandemie auf 2021 verschoben worden.

In der Zwischenzeit wird es auf www.blinkvideo.de eine sukzessive Präsentation der Künstler*innen von „Moving Images / Moving Bodies“ geben (in englischer Sprache), auch ausgewählte Filme werden dort zu sehen sein. Künstler*innen aus Bulgarien und Deutschland, in deren Werken es inhaltliche Verwandtschaften gibt, werden im Laufe der nächsten Wochen jeweils „paarweise“ vorgestellt.
 
Daneben wird es ein von Julia Sökeland kuratiertes Programm mit Videos von auf www.blinkvideo.de vertretenen Künstler*innen geben, welches das Thema „Moving Images / Moving Bodies“ international erweitert.

Zunächst jedoch ist ein von Kalin Serapionov und Krassimir Terziev vom ICA Sofia kuratiertes Programm zu sehen, das einen ausgewählten Überblick über Videokunst in Bulgarien generell gibt, begleitet von einem fundierten Essay von Krassimir Terziev sowie Texten verschiedener Autoren oder den Künstler*innen selbst zu den einzelnen Filmen. 

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