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Brasilien Porto Alegre

400 Jahre Missionen – andere Perspektiven

Ausstellung|Die Ausstellung wird kuratiert von Daniel Escobar und Marina Câmara

  • Galerie des Goethe-Instituts Porto Alegre, Porto Alegre

  • Preis Kostenlos

Paulo Nazareth © Paulo Nazareth

Paulo Nazareth © Paulo Nazareth

Das Goethe-Institut Porto Alegre zeigt die Ausstellung „TEKOHA: 400 Jahre Missionen – andere Perspektiven“, die künstlerische Positionen zusammenführt, welche den Missionsraum aus zeitgenössischen Blickwinkeln neu befragen. Die Ausstellung ist bis zum 21. Mai 2026 zu sehen.

Der Begriff Tekoha, seit langer Zeit und bis heute von den Guarani verwendet, bezeichnet die untrennbare Verbindung zwischen Land, Körper und Lebensweise. Tekoha ist nicht nur ein geografischer Ort, sondern ein sozio-politischer Raum, der die kulturelle Existenz der Guarani wesentlich prägt. Die Ausstellung nimmt dieses Verständnis als Ausgangspunkt, um historische, politische und symbolische Schichten der Missionsregion zu reflektieren.

Die gezeigten Werke entstanden im Rahmen des Programms Residência Casa Movente, das 2025 von der Oficina Escobar in Entre-Ijuís (RS) realisiert wurde. Während dieser Residenz entwickelten die eingeladenen Künstlerinnen und Künstler forschungsbasierte und ortsbezogene Projekte in engem Austausch mit lokalen Gemeinschaften. Die Ergebnisse verbinden Erinnerung, Erfahrung und Imagination und greifen zugleich einen Gedanken des Kunstkritikers Frederico Morais auf, der bereits Ende der 1980er-Jahre betonte, dass die kritische Neubewertung von Geschichte auch eine Aufgabe der Kunst sei.

Teilnehmende Künstler*innen:
  • Claudia Hamerski
  • Daniel Escobar
  • Guilhermo Gil
  • Laryssa Machada
  • Paulo Nazareth
  • Tuane Eggers

Die Arbeiten setzen sich mit Formen des Zusammenlebens, mit kollaborativen Prozessen sowie mit ökologischen und kulturellen Zusammenhängen auseinander. Sie eröffnen alternative Wege, den Missionsraum zu denken – jenseits linearer oder hegemonialer Erzählungen – und laden dazu ein, Zeit, Territorium und Geschichte aus vielfältigen Perspektiven zu betrachten.

Die Ausstellung wird kuratiert von Daniel Escobar und Marina Câmara.

Realisiert wird sie vom Goethe-Institut Porto Alegre in Kooperation mit der Oficina Escobar, der Residência Casa Movente und Trilhas Artísticas.