Residenzprogramm
VILA SUL

Residenten

Vila Sul, Salvador-Bahia

  • Ausblick vom Hof © Gabriela Randig
  • Gemeinschaftsraum © Aldren Lincoln
  • Gemeinschaftsraum © Aldren Lincoln
  • Gemeinschaftsraum © Aldren Lincoln
  • Gemeinschaftsraum © Aldren Lincoln
  • Gemeinschaftsraum © Aldren Lincoln
  • Gemeinschaftsraum © Aldren Lincoln
  • Gemeinschaftsraum © Aldren Lincoln
  • Küche © Aldren Lincoln
  • Gemeinschaftsraum © Aldren Lincoln
  • Gemeinschaftsraum © Aldren Lincoln
  • Gemeinschaftsraum © Aldren Lincoln
  • Gemeinschaftsraum © Aldren Lincoln
  • Gemeinschaftsraum © Aldren Lincoln
  • Apartament © Aldren Lincoln
  • Apartament © Aldren Lincoln
  • Apartament © Aldren Lincoln
  • Apartament © Aldren Lincoln
  • Apartament © Aldren Lincoln
  • Veranda © Aldren Lincoln
  • Veranda © Aldren Lincoln
  • Veranda © Aldren Lincoln
  • Fluhr © Aldren Lincoln
  • Fluhr © Aldren Lincoln
  • Fluhr © Aldren Lincoln
  • Ausblick vom Zimmer © Aldren Lincoln

In einer sich immer stärker globalisierenden Welt‭ ‬– mit den Hauptmerkmalen einer sich potenzierenden Digitalisierung und der gleichzeitigen Suche nach neuen‭ analogen‬ Beziehungen‭ ‬– sind kulturelle Vernetzungen eines der wichtigsten‭ Instrumente der Positionierung.‭ ‬Residenzen sind dabei ein besonders wirksames Format für nachhaltige Begegnung und kreative‭ (‬Ko-‭)‬Produktion.‭ ‬Allerdings bedarf es neuer Ansätze,‭ ‬die es vermögen,‭ ‬vielfältig zu agieren und multipel zu wirken.‭ ‬Denn das bloß‭ Bilaterale‬,‭ ‬das Hin und Her,‭ ‬ist in dieser Welt,‭ ‬die nach einer neuen Ordnung sucht,‭ ‬nicht mehr ausreichend.

Europa liegt auf den modernen Atlanten immer oben.‭ ‬Der Westen hat also streng genommen die Erdkugel‭ ‬– das Runde als Prototyp einer egalitären Form‭ ‬– in einen Turm verwandelt,‭ ‬der nur oben und unten kennt.

Der uruguayische Modernist Joaquín Torres-García erkannte als einer der ersten in Südamerika dieses kolonial geprägte,‭ ‬strukturelle Ungleichgewicht und gründete schon‭ ‬1935‭ ‬eine‭ ‬Escuela del Sur.‭ ‬Seine auf den Kopf gestellte Weltkarte bietet sich gerade heute als Symbol einer neuen Geopolitik an.‭

Man spricht nunmehr vom‭ ‬Globalen Süden,‭ ‬einem geopolitischen Band,‭ ‬das von Brasilien über Südafrika bis Indien und Indonesien reicht.‭ ‬Der transkontinentale,‭ ‬intellektuelle Austausch nimmt in der südlichen Hemisphäre rasant zu.‭ ‬Die Protagonisten dieses Dialogs emanzipieren sich selbstbewusst von Europa und den USA.‭

Brasilien,‭ ‬das wirtschaftlich stärkste Land in‭ ‬Südamerika,‭ ‬zeichnet sich in diesem Prozess besonders aus,‭ ‬hat das Land auf der politischen Ebene doch enorm an Ansehen gewonnen und neben dem Nord-Süd-Dialog nunmehr auch einen längst überfälligen Süd-Süd-Dialog in Politik,‭ ‬Wirtschaft und Kultur eingeleitet.‭ ‬Dieser Perspektivwechsel zeitigt neue geopolitische und kulturelle Blickachsen und Kraftlinien,‭ ‬die für den interkulturellen Dialog mit den Ländern des‭ „Nordens‭“ und damit auch für Deutschland höchst relevant sind.‭ ‬Denn um in den Diskursen der Zukunft‭ ‬eine vernehmbare Stimme zu behalten,‭ ‬muss sich Europa für die Perspektiven des Südens öffnen und diese besser verstehen lernen.‭
Rücksicht © Gabriela Randig 2016 Das Residenzprogramm verfolgt eine thematische Orientierung und richtet sich an bereits anerkannte Intellektuelle,‭ ‬Künstler/-innen,‭ ‬Wissenschaftler/-innen und Autoren/-innen aller Disziplinen bzw.‭ ‬an interdisziplinär arbeitende oder forschende Personen.‭ ‬Das übergeordnete Thema ist der‭ "Süden‭".‭

Ausgehend von diesem Fokus auf den‭ "Süden‭" sind die Resident/-innen der ersten zwei Jahre‭ (‬2016-2017‭) ‬Teil des vom Goethe-Institut in Südamerika aufgelegten,‭ ‬interkontinentalen Projektes‭ ‬Episoden des Südens‭.

Mit einer Regelzeit von zwei Monaten werden je vier Resident/-innen,‭ ‬pro Jahr also insgesamt bis zu‭ ‬20,‭ ‬eingeladen,‭ ‬ihre Forschung/Planung/Idee zum‭ ‚‬Süden‭‘‬ vor Ort zu bearbeiten,‭ ‬zu erleben und sich bereichern zu lassen von der kulturellen Szene,‭ ‬von der Stadt,‭ ‬von der Natur.‭ ‬Es gibt keinen Produktionszwang und das Ergebnis ist offen.‭ ‬Dennoch sollen die‭ ‬Resident/-innen sich nach Möglichkeit zweimal während ihres Aufenthalts für einen öffentlichen Auftritt mit Partnern zur Verfügung stellen.‭
Fassade © Ida Meissner 2013 Das Residenzprogramm des Goethe-Instituts in Salvador de Bahia/Brasilien,‭ ‬das geographisch‭ ‬– gelegen am‭ ‬Black Atlantic‭ ‬–,‭ ‬historisch‭ ‬– erste Hauptstadt Brasiliens‭ ‬– und kulturell‭ ‬– afrobrasilianisch‭ ‬– einen Knotenpunkt des Süd-Süd-Dialogs bildet,‭ ‬profiliert sich‭ ‬innerhalb der Gesamtinstitution Goethe-Institut als bislang erste Residenz im‭ „Süden‭“.

Die Residenzräume sind in der von Museen und Theatern umgebenen Villa des Goethe-Instituts beherbergt.‭ ‬Das Institut verfügt mit seinem Studio-Theater,‭ ‬den beiden Galerien,‭ ‬dem Innenhof,‭ ‬der Bibliothek und weiteren‭ (‬Seminar-‭)‬Räumlichkeiten über ideale Voraussetzungen für Begegnung,‭ ‬Reflexion,‭ ‬Präsentation und Kultur-Produktion.


 
Die Wohnräume der Resident/-innen spiegeln einen Loft-Stil wider.‭ ‬Zusätzlich ist als Gemeinschaftsraum eine Küche innerhalb der Residenz vorgesehen‭; ‬der Pavillon im Innenhof kann zu informellen Treffen,‭ ‬einem Umtrunk oder zum gemeinsamen Essen,‭ ‬auch mit Gästen aus der lokalen Szene,‭ ‬genutzt werden.‭ ‬Weitere Möglichkeiten bieten die Bibliothek des Hauses und das in den Arkaden des Innenhofes gelegene Café.
Mit der Einrichtung der Residenz wird auch das Alumni-Programm gestartet.‭ ‬Die Arbeiten der Resident/-innen sollen weiterverfolgt und in einem Archiv,‭ ‬sowohl im Web als auch physisch in der Bibliothek des Goethe-Instituts Salvador,‭ ‬angelegt werden.‭ ‬Auch sollen Alumni-Begegnungen nach einer noch zu bestimmenden Periode geplant werden.‭ ‬Eine Vernetzung mit einem global entstehenden Alumni-Programm des Goethe-Instituts ist vorgesehen.‭
Partner der Residenz sind zum einen  Institutionen, die die Vernetzung mit der lokalen Szene vor Ort gewährleisten. Zum anderen gibt es Förderer, die mit den Zielen des Residenzprogramms und des Goethe-Instituts harmonieren. 


Robert Bosch Stiftung Robert Bosch Stiftung Die Robert Bosch Stiftung gehört zu den großen unternehmensverbundenen Stiftungen in Deutschland. Sie folgt seit über 50 Jahren dem philanthropischen Vermächtnis des Firmengründers Robert Bosch. Dieser hat mit unternehmerischer Vision, politischer Weitsicht, Zivilcourage und seinen gemeinnützigen Initiativen Maßstäbe für die Arbeit der Robert Bosch Stiftung gesetzt.

In Themenbereiche gegliedert, arbeitet die Stiftung operativ und fördernd. Um ihre Ziele zu verfolgen, fördert sie Projekte Dritter und ergreift selbst die Initiative zur Entwicklung und Durchführung von Programmen.

Rund 180 Mitarbeiter bearbeiten im Durchschnitt etwa 800 Eigen- und Fremdprojekte pro Jahr. Insgesamt hat die Robert Bosch Stiftung seit ihrer Gründung mehr als eine Milliarde Euro für Projekte zur Verfügung gestellt.

Mehr Informationen unter: http://www.bosch-stiftung.de/
 

MusicBoardBerlin © Musicboard Berlin 2013 hat der Berliner Senat das Musicboard Berlin unter der Leitung von Katja Lucker ins Leben gerufen. Die Aufgabe des Musicboards ist es die lokale Popmusikszene zu unterstützen, indem es Projekte von nationaler und internationaler Reichweite fördert, um die Visibilität Berlins als künstlerisches Zentrum zu erhöhen. Dabei baut das Musicboard auf Synergieeffekte der innovativen Berliner Musikszene sowie der ansässigen Creative Industries.

Berliner Institutionen aus dem Musikbereich aber auch Privatpersonen können für Förderprogramme wie z.B. „Karrieresprungbrett Berlin“, „Pop im Kiez“ oder „Festivalförderung“ Anträge einreichen. Professionelle Musiker/-innen werden bei ihrer Entwicklung unterstützt, indem zum einen die lokale Infrastruktur der Musikszene verbessert wird und zum anderen die Möglichkeit gegeben wird sich direkt für Stipendien oder Residenzen zu bewerben, um Projekte im In- oder Ausland zu realisieren.

Als Anlaufstelle für die Musikszene Berlin schafft das Musicboard zudem Transparenz über bereits bestehende Förderstrukturen und es vermittelt bei Bedarf an die richtigen Ansprechpersonen. 2016 ist das Musicboard erneut für die Organisation des Pop-Kultur Festivals verantwortlich, das vom 31. August bis 2. September an verschiedenen Orten in Berlin Neukölln stattfinden wird.


Mehr  Informationen unter:  http://www.musicboard-berlin.de/


KS Sachsen Anhalt © KS Sachsen Anhalt Impulse aus Sachsen-Anhalt: Die Kunststiftung des Landes.

Das Land Sachsen-Anhalt hat im Jahr 2004 eine eigene Kunststiftung mit Sitz in Halle Saale gegründet. Ziel der Stiftung ist es, herausragende Kunstprojekte zu unterstützen und eigene Projekte zu initiieren, die in besonderem Maße geeignet sind, das Kunstschaffen in Sachsen-Anhalt zu befördern und öffentlich zur Geltung zu bringen. Es ist ein weiteres  erklärtes Ziel der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt, den nationalen und internationalen Dialog zu intensivieren und dazu Kunstprojekte, Künstler/-innen und Kurator/-innen in Austausch zu bringen, um Sachsen-Anhalts herausragende Kulturlandschaft mit ihren künstlerischen Leistungen weltoffen zu präsentieren.  Dabei unterstützt die Stiftung besonders gern originelle und innovative sowie experimentelle Ansätze, die einen hohen künstlerischen und konzeptionellen Anspruch erfüllen und in Sachsen-Anhalt initiiert wurden. Um das zu erreichen, setzt die Kunststiftung auch auf eigene Impulse, die den kreativen Prozess ebenso anregen wie den Austauschgedanken.  Dafür werden jährlich 500.000 Euro bereitgestellt. Bis Ende 2014 wurden so schon über  10 Millionen Euro zur Verfügung  gestellt.

Mehr Informationen unter: http://www.kunststiftung-sachsen-anhalt.de/



Conseil des Arts et Lettres du Québec © CALQ Mit dem Ziel der stetigen Weiterentwicklung von Kultur hat CALQ (Conseil des Arts et des Lettres du Québec ) es sich zum Ziel gesetzt, in allen Regionen Québecs künstlerisches und literarisches Schaffen, Experimentieren, und Produktion und Diffusion von Kunst zu fördern. CALQ ist in folgenden Bereichen aktiv: Literatur, darstellende Kunst (Theater, Tanz, Musik, Gesang, Zirkus), multidisziplinäre Kunst, Medienkunst (digitale Kunst, Kino und Video), bildende Kunst, künstlerische Berufe sowie Forschung im Bereich Architektur. Darüber hinaus unterstützt  CALQ die Promotion  von Künstler/-innen, Schriftsteller/-innen, künstlerischen Einrichtungen und ihren Arbeiten,  unabhängig davon, ob in Québec, ganz Kanada oder im Ausland.
 
Philosophie
CALQ vertritt Werte, die von der künstlerischen und literarischen Gemeinde geteilt werden und sich an den folgenden Prinzipien orientieren:
- Die Autonomie und Schaffensfreiheit von Künstler/-innen und Schriftsteller/-innen respektieren;
- die künstlerische und administrative Unabhängigkeit der künstlerischen Einrichtungen respektieren;
- die Anerkennung künstlerischer Verdienste durch dieselben;
- die Verständigung mit der künstlerischen und literarischen Szene
- die Genauigkeit und Transparenz  der Methoden zur Vergabe finanzieller Hilfe.

Mehr Informationen unter:  http://www.calq.gouv.qc.ca/

Alumni