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Brasilien Porto Alegre

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19:30 Uhr

I am from Austria

Performance|Performative Lesung der österreichischen Gruppe monochrom

  • Auditorium des Goethe-Instituts Porto Alegre, Porto Alegre

  • Sprache Österreichisches Deutsch mit brasilianisch-portugiesischen Untertiteln
  • Preis Eintritt frei. Begrenzte Plätze.

Ein dicht beklebter Innenraum zeigt eine grüne Wand voller Collagen, Plakate, Zeichnungen und humorvoller Schilder, darunter ein großes Schild mit der Aufschrift „monochrom“. © monochrom

Ein dicht beklebter Innenraum zeigt eine grüne Wand voller Collagen, Plakate, Zeichnungen und humorvoller Schilder, darunter ein großes Schild mit der Aufschrift „monochrom“. © monochrom

Die performative Lesung „I am from Austria“ der Wiener Kunstgruppe monochrom nimmt Rainhard Fendrichs gleichnamige inoffizielle Hymne als Ausgangspunkt, um Österreich jenseits vertrauter Klischees zu betrachten.

Zwischen Alpenromantik, imperialer Nostalgie und Kulinarik entfaltet sich ein Blick auf ein Land mit komplexer Geschichte, politischer Empfindlichkeit und einer besonderen Fähigkeit, Pathos und Ironie miteinander zu verweben. Die Künstler*innen Johannes Grenzfurthner, Roland Gratzer und Jasmin Hagendorfer lesen, kommentieren und analysieren nationale Mythen, kulturelle Eigenarten und gesellschaftliche Widersprüche – vom Umgang mit Erinnerung über wissenschaftliche und bürokratische Kuriositäten bis hin zur Selbstinszenierung im öffentlichen Raum.

Gleichzeitig eröffnet der Abend Einblicke in die Arbeitsweise von monochrom, die seit über drei Jahrzehnten an der Schnittstelle von Kunst, Theorie, Performance und politischer Intervention agieren. Die Lesung ist kein kabarettistischer Länderabend, sondern eine experimentelle Untersuchung von Herkunft, Geschichtspolitik und kultureller Identität. Sie porträtiert ein Österreich, das seine inneren Widersprüche nie vollständig auflöst – und gerade darin seine charakteristische kulturelle Dynamik entfaltet.

Über die Künstler*innen:

monochrom ist ein in Wien ansässiges österreichisches Kunst- und Theorie-Kollektiv, gegründet von Johannes Grenzfurthner. Seit den 1990er Jahren arbeitet die Gruppe an der Schnittstelle von Kunst, Technologie, Politik und subversivem Humor. Ihre Projekte reichen von Performance, Film und Installation bis hin zu Theorie, Aktivismus und experimentellen Veranstaltungsformaten. Bekannt ist monochrom unter anderem für Roboexotica, das Festival für Cocktail-Robotik, und Arse Elektronika, das Festival für Sex und Technologie.

Johannes Grenzfurthner ist Künstler, Filmemacher, Autor, Kurator und Gründer von monochrom. In seiner Arbeit verbindet er politische Theorie, Popkultur, Medienkunst und Humor. Er realisiert Filme, Performances, Vorträge, Ausstellungen und Texte, die sich häufig mit Ideologie, Technologie, Erinnerungskultur und den Absurditäten gesellschaftlicher Selbstbeschreibung beschäftigen.

Roland Gratzer ist Autor, Performer und Journalist beim österreichischen Rundfunk ORF. Seine Texte und künstlerischen Arbeiten bewegen sich zwischen Satire, Literatur, kulturkritischer Zuspitzung und präziser Groteske. In dieser Lesung bringt er historische, poetische und komische Perspektiven auf Österreich ein.

Jasmin Hagendorfer ist Künstlerin, Filmemacherin und Kuratorin. Sie arbeitet an der Schnittstelle von Film, Festivalpraxis, Kunst und Vermittlung und erweitert die Performance um eine zusätzliche Stimme zwischen Lesung, Dialog und szenischer Verdichtung.

Unterstützung: Österreichisches Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport (BMWKMS)