Diskussionsrunde Terézia Mora in Rio

Flyer de "A Palavra Fora do Lugar: escritores refugiados e em risco" Divulgação

Mi, 12.09.2018

CCBB

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Rua Primeiro de Março, 66
Centro
Rio de Janeiro

Diskussionsrunde im Rahmen von „Das Wort am falschen Platz: Schriftsteller im Exil und auf der Flucht“

Auf Einladung des Goethe-Instituts Rio de Janeiro nimmt die in Deutschland lebende, ungarische Schriftstellerin Terézia Mora an der internationalen Diskussionsrunde „Das Wort am falschen Platz: Schriftsteller im Exil und auf der Flucht“ teil. Während der Veranstaltung wird die portugiesische Übersetzung des Romans Alle Tage (Luchterhand Literaturverlag, 2004) vorgestellt: Todo dia (übersetzt von Aldo Medeiros, Nau Editora, 2018). Die von Clarisse Fukelman (Päpstliche Katholische Universität von Rio de Janeiro, PUC-Rio / Veredas) kuratierte Diskussionsreihe findet vom 13. Juni bis 12. September jeden Mittwoch im CCBB RJ statt. Zum ersten Mal bringt ein Projekt in Brasilien eine so vielseitige Gruppe zusammen, mit Autorinnen und Autoren aus Asien, Afrika, Europa und Lateinamerika.
 
In den Diskussionen wird verschiedenen Fragen nachgegangen: Wie übt sich Zweisprachigkeit auf das Werk von  Autoren aus, die ihr Heimatland verlassen mussten? Wie bewältigen die Autoren die Herausforderung, in einen Dialog mit der literarischen Tradition des Wahllandes zu treten, ohne die Verbindung mit ihren eigenen literarischen Prägungen zu verlieren? Wie begegnen sich verschiedene kulturelle und sprachliche Ebenen im kreativen Prozess? Wie knüpft ihr Zustand, in ihrer akutesten Form, an die Diskussion über menschliche Einsamkeit und Existenz an?

Terézia Mora nimmt an der Debatte zum Abschluss der Veranstaltung am Mittwoch, den 12. September um 19 Uhr teil. Mit dem Thema „Ohne Grund und ohne Worte: Keine Landschaft ohne Landung“, wird die Autorin darauf eingehen, wie die menschliche Hilflosigkeit und die kommunikativen Sackgassen des neuen Jahrtausends, in der adoptierten Sprache (von Ungarisch zu Deutsch) einem Feld der verfeinerten, fiktiven Neuerfindung begegnen. Der Schriftsteller und Übersetzter Marcelo Backes wird das Gespräch moderierenals Mediator agieren.

Nach ihrem Aufenthalt in Rio de Janeiro wird Terézia Mora nach São Paulo weiterreisen. Dort wird sie 13. September um 19 Uhr "Alle Tage" in der Casa Guilherme de Almeida vorstellen.
 
Terézia Mora ist eine in Deutschland lebende ungarische Schriftstellerin, Drehbuchautorin und Übersetzerin. Als Mitglied der Berliner Akademie der Künste hat sie zahlreiche Auszeichnungen gesammelt, darunter den renommierten Georg-Büchner-Preis. „Alle Tage“ ist ihr erster in brasilianisches Portugiesisch übersetzter Roman.

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