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19:00 Uhr
Bénédicte Savoy – zum Stand der Restitution afrikanischer Kulturgüter aus Deutschland
Vortrag mit Diskussion
-
Goethe-Institut Abidjan, Abidjan-Cocody
- Preis Eintritt frei
Die französische Kunsthistorikerin mit Lehrstuhl an der Technischen Universität Berlin, Prof. Dr. Bénédicte Savoy hat in ihrem Buch „Afrikas Kampf um seine Kunst“ (Verlag C.H.Beck, 2021) gezeigt, wie viele afrikanische Länder nach der Unabhängigkeit um die Rückgabe ihrer Kunst kämpften, die während der Kolonialzeit in großer Zahl in europäische Museen gelangt war. Die jahrzehntelangen Bemühungen und Forderungen von Intellektuellen, Politikern und Museumsleuten vom afrikanischen Kontinent nach Restitution blieben jedoch ergebnislos. Der Wendepunkt war die Rede des französischen Präsidenten Emmanuel Macron in Ouagadougou, Burkina Faso, im Jahr 2017 und der danach in Auftrag gegebene Bericht über die Rückgabe des afrikanischen Kulturerbes von Bénédicte Savoy und dem senegalesischen Wirtschaftswissenschaftler und Schriftsteller Felwine Sarr:
Rapport sur la restitution du patrimoine culturel africain. Vers une nouvelle éthique relationnelle. Paris 2018 (auf Deutsch erschienen 2019 bei Matthes & Seitz, Berlin 2019: Zurückgeben. Über die Restitution afrikanischer Kulturgüter) führte europaweit zu einem Umdenken.
Bénédicte Savoy spricht am 3. November mit Prof. Yacouba Konaté im Institut Français darüber, was der Rapport für die Restitution des afrikanischen Kulturguts aus Frankreich vorsieht.
Am 4. November geht es im Gespräch zwischen Bénédicte Savoy und dem Kunstkritiker und politischen Analysten Franck Hermann Ekra um konkrete Fallbeispiele aus Deutschland, wie etwa die Rückgabe der Benin-Bronzen an Nigeria: Erfüllen diese Beispiele die im Sarr-Savoy-Bericht formulierten Kriterien hin zu einer neuen Ethik in den Beziehungen?
Biografie
Bénédicte Savoy ist die Leiterin des Fachgebiets Kunstgeschichte der Moderne an der Technischen Universität Berlin. 2016-2021 hatte sie zudem eine Professur am Collège de France in Paris für die Kulturgeschichte des künstlerischen Erbes in Europa vom 18. bis 20. Jahrhundert inne. Gemeinsam mit dem senegalesischen Wissenschaftler Felwine Sarr erstellte sie 2018 im Auftrag des französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron den Bericht „Über die Restitution afrikanischer Kulturgüter“. Für ihre Forschung und ihre akademische Lehre erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, darunter der 2016 verliehene Gottfried Wilhelm Leibniz Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Sie ist Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung sowie in diversen wissenschaftlichen Beiräten und Gremien. 2022 wurde sie in die französische Ehrenlegion aufgenommen. Zuletzt erschienen ihr Buch „Afrikas Kampf um seine Kunst. Geschichte einer postkolonialen Niederlage“ sowie die beiden Bände „Beute – Eine Anthologie zu Kunstraub und Kulturerbe“ (mit Isabelle Dolezalek u. Robert Skwirblies) sowie „Beute - Ein Bildatlas zu Kunstraub und Kulturerbe“ (mit Merten Lagatz u. Philippa Sissis).
Rapport sur la restitution du patrimoine culturel africain. Vers une nouvelle éthique relationnelle. Paris 2018 (auf Deutsch erschienen 2019 bei Matthes & Seitz, Berlin 2019: Zurückgeben. Über die Restitution afrikanischer Kulturgüter) führte europaweit zu einem Umdenken.
Bénédicte Savoy spricht am 3. November mit Prof. Yacouba Konaté im Institut Français darüber, was der Rapport für die Restitution des afrikanischen Kulturguts aus Frankreich vorsieht.
Am 4. November geht es im Gespräch zwischen Bénédicte Savoy und dem Kunstkritiker und politischen Analysten Franck Hermann Ekra um konkrete Fallbeispiele aus Deutschland, wie etwa die Rückgabe der Benin-Bronzen an Nigeria: Erfüllen diese Beispiele die im Sarr-Savoy-Bericht formulierten Kriterien hin zu einer neuen Ethik in den Beziehungen?
Biografie
Bénédicte Savoy ist die Leiterin des Fachgebiets Kunstgeschichte der Moderne an der Technischen Universität Berlin. 2016-2021 hatte sie zudem eine Professur am Collège de France in Paris für die Kulturgeschichte des künstlerischen Erbes in Europa vom 18. bis 20. Jahrhundert inne. Gemeinsam mit dem senegalesischen Wissenschaftler Felwine Sarr erstellte sie 2018 im Auftrag des französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron den Bericht „Über die Restitution afrikanischer Kulturgüter“. Für ihre Forschung und ihre akademische Lehre erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, darunter der 2016 verliehene Gottfried Wilhelm Leibniz Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Sie ist Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung sowie in diversen wissenschaftlichen Beiräten und Gremien. 2022 wurde sie in die französische Ehrenlegion aufgenommen. Zuletzt erschienen ihr Buch „Afrikas Kampf um seine Kunst. Geschichte einer postkolonialen Niederlage“ sowie die beiden Bände „Beute – Eine Anthologie zu Kunstraub und Kulturerbe“ (mit Isabelle Dolezalek u. Robert Skwirblies) sowie „Beute - Ein Bildatlas zu Kunstraub und Kulturerbe“ (mit Merten Lagatz u. Philippa Sissis).
Ort
Goethe-Institut Abidjan
Rue C27, Avenue Jean Mermoz
08 B.P. 9 82
Abidjan-Cocody
Côte d'Ivoire
Rue C27, Avenue Jean Mermoz
08 B.P. 9 82
Abidjan-Cocody
Côte d'Ivoire