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FLORENCIA CABALLERO

Florencia Caballero © Goethe-Institut Florencia Caballero Bianchi ist eine Schauspielerin, Dramatikerin und Regisseurin, die in Montevideo, Uruguay, lebt und arbeitet. Sie absolvierte ihr Schauspielstudium an der Escuela Multidisciplinaria de Arte Dramático (Montevideo) und realisiert aktuell einen Master in Dramaturgie an der Universidad Nacional de las Artes in Buenos Aires. Als Schauspielerin war sie Teil zahlreicher Theaterproduktionen wie zum Beispiel Sentir Distante von Verònica Perrota, Urfaust von Johann Wolfgang von Goethe und Lack Grave von Lucía García unter der Regie von Sofía Etcheverry, Juan Sebastián Peralta und Lucía García. Ihren Werdegang als Theaterautorin initiierte sie mit Workshops und Schreibkursen von Sergio Blanco, Luis Masci, Gabriel Calderó, Mariana Casares und Maruja Bustamante, unter anderem. Als eigene dramatische Texte veröffentlichte sie bisher die Stücke Inés. Eventualmente el amor triunfará, 2016 uraufgeführt, und CHETA, das 2018 zum ersten Mal vor Publikum präsentiert wurde. Beide Texte erschienen 2019 in der Publikation La bestia de sal, veröffentlicht durch den unabhängigen Verlag Salvadora Editora. Ihr zweites selbst geschriebenes und inszeniertes Stück, CHETA, das von der Marginalität handelt und die sozialen Schichten von Montevideo vor dem Hintergrund der Krise von 2002 beleuchtet, wurde zu den Festivals Temporada Alta de Timbre 4 in Buenos Aires (2019) und Festival Internacional de Artes Escénicas in Montevideo (2019) eingeladen.

Florencia Caballero ist nicht Teil einer eigenen freien Theatergruppe, sondern sie realisiert ihre Bühnenprojekte stets mit unterschiedlichen Künstler*innen aus der freien Szene. Wiederkehrende Themen, mit denen sie sich im Rahmen ihrer Projekte auseinandersetzt sind Politik, der Staat und persönliche Beziehungen bzw. all die Verbindungen und Zusammenhänge, die die Welt um uns konstituieren. Derzeit veröffentlicht sie unter dem Namen FAN FICTION eine Reihe von Brieftexten, die online im Kulturportal crearas.uy erscheinen.
  
VERANO

Das von Florencia Caballero Bianchi im Rahmen des PDE-Programms entwickelte Theaterstück, VERANO, resultiert aus der kreativen Zusammenarbeit mit den Künstler*innen María Eugenia Pirotto, Ramiro Pallares, Pablo Mussetti, Cecilia Yañez, Sofía Espinoza, Laura Almirón, Cecilia Bello, Juan Andrés Piazza und Francesca Crossa . Das Stück setzt sich mit dem Konzept der Zeit als eines der konstitutiven Elemente der Politik im Alltag auseinander.
 
VERANO ist der Schauplatz eines sehr langsamen Zersetzungsprozesses: Sechs Freund*innen feiern ausgiebig das Jahresende an einem Strand, aber die Realität, die sie meisterhaft ignorieren bricht auf einmal über sie herein als eine fremde Frau zu ihnen stößt, die sich augenscheinlich in Not befindet. Die Handlung vollzieht sich über einen Zeitraum von 15 Jahren zwischen 2005 und 2020, der Stand dient hierbei als Zeitlinie, in der es jedoch keine Linearität gibt und die Geschichte sich rhizomatisch entfaltet. Wie in einem Spiegel verschwimmen die Grenzen zwischen Gegenwart, Erinnerung und Zukunft und ergeben ein Bild, in dem alle Zeiten nebeneinander existieren zu scheinen. Es stellt sich die Frage: Sind wir wirklich frei in der Wahl und Bildung unserer persönlichen Kontakte und Beziehungen oder sind diese doch immer dem System untergeordnet?

VERANO wurde im Rahmen einer work in progress-Präsentation im Dezember 2019 am Instituto Nacional de Artes Escénicas (Montevideo) präsentiert. Die Premiere des Stücks war ursprünglich für März 2021 geplant, wurde jedoch auf November 2021 verschoben und wird voraussichtlich im Theater Sala Hugo Balzo in Montevideo stattfinden.
 


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