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MIRELLA QUISPE

Mirella Quispe © Goethe-Institut Chile Mirella Quispe absolvierte ein Schauspielstudium an der Escuela Nacional Superior de Arte Dramático sowie ein Literaturstudium an der Universidad Nacional Mayor de San Marcos, beide in Lima (Peru). Als Schauspielerin spielte sie in Inszenierungen namhafter peruanischer Regisseur*innen wie Ángela Mesa und Gabriela Velásquez. In ihrem Werdegang als Theaterautorin nahm sie an zahlreichen Workshops und Schreibwerkstätten bekannter Theaterautor*innen teil, unter anderem mit Mariana de Althaus (Peru), Conchi León (Mexiko) und Manuela Infante (Chile). Ebenso schloss sie eine Weiterbildung im Bereich Kulturmanagement des Museo de Arte in Lima ab. Parallel zu ihren eigenen Bühnenprojekten verfasste Mirella Quispe Artikel für den Kulturressort der Zeitung La República de Lima.

Zu ihren bisherigen Theaterprojekten zählen unter anderem Confusión de colores, ein Stück für Kinder, das sich mit dem Thema Umwelt befasst und von dem Theatermagazin Butaca Teatral (Peru) als eines der besten peruanischen Familientheaterstücke ernannt wurde. Mit ihrem Projekt La campana wurde sie zu verschiedenen nationalen Festivals eingeladen, darunter Aniversario del Grupo Teatral Barricada de Huancayo, Festival Interactivo de Teatro en Letras (FITEL) und Festival Internacional de Teatro de El Agustino. Darüber hinaus ist sie Gründerin und Kopf der freien Theatergruppe Malioumba Teatro, die primär Theater für junges Publikum macht und in ihren Stücken Zirkus, Theater und Tanz miteinander verbindet.

Als aktiver Teil der freien Theaterszene übernimmt Mirella Quispe in ihren Theaterprojekten in der Regel die Rolle der Regisseurin, Autorin und Produzentin in einem. Ihre eigenen Stücke (sowohl für Erwachsene als auch für Kinder und Jugendliche) beschäftigen sich mehrheitlich mit den Themen Erinnerung und Geschlecht. Regie führte sie bei den Stücken Mundo de M, Agüita pa 'ti!, En delito, Entre dos luces und Carnaval, letzteres im Sinne einer Co-Regie mit Renzo García Chiok. Aktuell arbeitet sie an zwei Projekten, eines davon ist das im Rahmen des PDE-Programms entwickelte Stück LO INVISIBLE, in dem sie sich mit psychologischer Gewalt in Beziehungen auseinandersetzt. Das zweite Projekt, Mujeres en dramas, beschäftigt sich auf wissenschaftliche Art und Weise mit peruanischen Dramatikerinnen und wird im Januar 2021 veröffentlicht.
 
LO INVISIBLE

Das Projekt befasst sich mit dem Thema psychologischer Gewalt und Manipulation in Paarbeziehungen und gründet auf der eigenen Erfahrung der Regisseurin. Mirella Quispe ist hierbei selbst auch Performerin und wird auf der Bühne von drei weiteren Darstellerinnen begleitet. Gemeinsam offenbaren sie Mechanismen der Gewalt, die wir oftmals in affektiven Beziehungen zu unseren Partner*innen aber auch zu unserer Familie Freund*innen verinnerlicht haben. In LO INVISIBLE wird sozusagen eine Dissektion am offenen Herzen durchgeführt. Die vier Darstellerinnen teilen dem Publikum in verschiedenen Erzählungen ohne Helden oder Heldinnen mit, was ihnen teilweise selbst widerfahren ist und wie es ihnen erging als sie sich eingehend mit dem Schicksal von Frauen beschäftigten, denen Gewalt angetan wurde. Es sind keine isolierten Fälle oder einzelne Tragödien, die sich vollzogen haben, sondern dies ist eine Realität, der in Peru tausende von Frauen täglich gegenüberstehen. In diesem Sinne klagt das Projekt auch die Funktionsweisen der aktuellen Justizsysteme an -unabhängig davon ob in einem Land des Globalen Südens oder im reichen Westen- die nicht bereit sind, dieser Art von Verbrechen mit einem Mindestmaß an Gerechtigkeit zu begegnen.
 


Fotos des Probenprozesses

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