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SAMANTHA MANZUR

Samantha Manzur © Goethe-Institut Chile Samantha Manzur absolvierte ihr Schauspielstudium an der Pontificia Universidad Católica de Chile und realisierte danach ein Masterstudium in Performance Practice and Research an der Royal Central School of Speech and Drama der University of London. In ihrem Werdegang als Schauspielerin war sie Teil zahlreicher Inszenierungen, darunter Sindicato, Skylight, La Soga sowie in Stücken des Festival de Dramaturgia Nacional y Europea. Sie war Teil der chilenischen Theatergruppen LIMITADA und ANTIMÉTODO, mit welcher sie auch die Stücke Agnetha Kurtz Roca Method und Ópera realisierte. Derzeit leitet sie dei freie Theatergruppe Colectivo Interdicta, mit welcher sie ihr PDE-Stück Cuerpo Pretérito umsetze.
2012 erhielt sie im Rahmen des Festivals EXIT den Preis als beste Schauspielerin sowie in 2015 im Rahmen des Festival de Directores Emergentes der Universidad de Chile. Parallel zur ihren eigenen Bühnenprojekten arbeitet Samantha Manzur als Dozentin an der Theaterfakultät der Pontificia Universidad Católica de Chile. Ihre szenischen Arbeiten drehen sich sowohl in der Praxis als auch in der Theorie um Performancekunst, insbesondere um den Bereich der Performativität der Inhalte von Archiven sowie Dokumentationen. 2014 war sie Teil des Kongresses IFTR - International Federation for Theatre Research an der University of Warwick (England) sowie 2015 an der University of Hyderabad (Indien). Zu ihren jüngsten Arbeiten als Schauspielerin gehören das Stück El Círculo, das sich mit dem Nahostkonflikt beschäftigt und Schauspieler*innen mit jüdischer und palästinensischer Herkunft vereint. Weiterhin realisiert Samantha Manzur aktuell ein Rechercheprojekt gemeinsam mit der Gruppe Colectivo Interdicta und dem chilenischen Philosophen Rodrigo Karmy. In Kürze wird eine von ihr durchgeführte wissenschaftliche Studie veröffentlicht in deren Rahmen sie die Poetiken des Schauspiels zur Zeit der chilenischen Militärdiktatur untersuchte.

Seit 2019 lebt und arbeitet Samantha Manzur in London, wo sie ihre szenischen Projekte fortsetzt und ihre Verbindungen zum chilenischen Theater mit den lokalen aktuellen Diskursen und Thematiken verbindet.  

CUERPO PRETÉRITO
 
Das Stück Cuerpo Pretérito setzt sich mit einem der größten Klassiker des chilenischen Theaters, La Negra Ester, auseinander und geht der Frage nach, welche Spuren ein so bekanntes und historisch wichtiges Stück hinterlässt. Die Inszenierung verwandelt hierbei die Bühne in ein Museum in dem originale Film- und Fotoaufnahmen sowie Interviews mit den damaligen Schauspieler*innen, die 1988 bei der Premiere Teil der Produktion waren, gezeigt werden. Cuerpo Pretérito reaktiviert die Erinnerung und präsentiert durch sie eine neue Lesart unserer jetzigen Zeit, in dem die unangefochtene Bedeutung eines Meilensteins der chilenischen (Theater-)Geschichte hinterfragt wird.
Für das Publikum handelt es sich um ein lebendiges und einzigartiges Bühnenerlebnis, bei dem es sich zwischen museografischen Artefakten frei bewegt und somit die klassische Form des Theaters auf neue Weise erlebt. Die Zuschauenden treffen unter anderem auf Originalstücke des damaligen Bühnenbildes und der Kostüme und werden beim Betrachten der Artefakte geführt von einer Art Audioguide, der die dazu passende Hintergrundinformation präsentiert, Originalstimmen erklingen lässt und sogar konkrete Anweisungen gibt, damit durch die Schauspieler*innen auch die Körper der damaligen Originalbesetzung zum Leben erweckt werden. 

Cuerpo Pretérito verleiht den Bildern und Materialien aus der Vergangenheit jedoch nicht nur neues Leben, durch das Stück werden diese vielmehr in einen neuen Kontext gesetzt und durch eine Fortsetzung - geschrieben von dem chilenischen Autor Bosco Cayo - fortgeführt. Den damaligen Originalfiguren wird sozusagen eine neue mögliche Zukunft geschenkt. Cuerpo Pretérito thematisiert in diesem Kontext auch dringende sozialpolitische Fragen wie Sexarbeit und AIDS und bettet diese in ein abwechslungsreiches Spiel bestehend aus Musik und Versen ein. Das Stück hatte 2018 im Kulturzentrum Gabriela Mistral (Santiago) Premiere und wurde daraufhin in zwei weiteren Spielzeiten im selben Jahr gezeigt. Ebenso war es Teil des Festivals Santiago a Mil 2019 Festivals und wurde als eines von sechs Stücken für das Festival de Teatro Joven de Las Condes ausgewählt.  


Trailer

© Samantha Manzur
 

Bildergalerie zum Stück


Kritiken

El arte en el límite - revistasantiago.cl

Los fantasmas de la Negra Ester - quepasa.cl

Obra "Cuerpo pretérito" en Centro GAM - elmostrador.cl

Crítica de teatro: "Cuerpo pretérito", novedosa y primeriza - biobiochile.cl

Samantha Manzur, directora de «Cuerpo Pretérito»: “Para mí, el respeto tiene que ver con mirar de manera crítica” - eldesconcierto.cl

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