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19:00 Uhr
„Wie das Leben selbst“
Filmreihe|Dienstage des deutschen Films in Puerto Montt
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Casa del Arte Diego Rivera, Puerto Montt
- Sprache Deutsch mit spanischen Untertiteln
- Preis freier Eintritt
Im Sommer 2026 präsentiert das Goethe-Institut Geschichten aus der Fiktion, die jedoch das Leben selbst erzählen: wie der Fußball nach Deutschland kam, wie trotz aller Schwierigkeiten ein großer Komiker geboren wurde, wie die Jugendlichen der DDR bis zum Fall der Mauer lebten, wie man mit einer Behinderung lebt, um sie mit Klugheit zu überwinden. Geschichten, die teilweise in der Realität verankert sind und eine gute Portion Humor enthalten.
06.01. Der ganz große Traum (2011), Sebastian Grobler
13.01. Der Junge muss an die frische Luft (2018), Caroline Link
20.01. Sonnenallee (1999), Leander Haußmann
27.01. Die Goldfische (2019), Alireza Golafshan
DER GANZ GROSSE TRAUM
Farbe, 109 Min.
2011, Sebastian Grobler
In Anlehnung an die wahre Geschichte des Lehrers und Fußballpioniers Konrad Koch erzählt „Der ganz große Traum“ von den Anfängen des Fußballspiels in Deutschland und von einer Schulklasse, die zu einem richtigen Team zusammenwächst, als der neue Lehrer sie mit seinem Fußballfieber ansteckt. Die Zeitreise führt in eine Epoche, in der an Schulen noch „Zucht und Ordnung“ herrschte und Fußball in den Medien als „englische Krankheit“ bezeichnet wurde.
DER JUNGE MUSS AN DIE FRISCHE LUFT
Farbe, 100 Min.
2017/2018, Caroline Link
Verfilmung der Autobiographie des Entertainers Hape Kerkeling. Die Geschichte beginnt im Ruhrpott des Jahres 1972: Hans-Peter ist neun Jahre alt und ein bisschen pummelig, strotzt aber vor Selbstvertrauen. Dies rührt nicht zuletzt aus seiner Begabung, andere Menschen zum Lachen zu bringen, ein Talent, das er bei jeder Gelegenheit trainiert – sei es im Krämerladen seiner Oma Änne, mit den Kunden als Publikum, oder bei den diversen Zusammenkünften seiner feierwütigen Verwandtschaft. Aber das idyllische Familienleben bekommt eine Schattenseite, als Hapes Mutter durch die Folgen einer chronischen Kieferhöhlenentzündung ihren Geruchs- und Geschmackssinn verliert und in eine tiefe Depression verfällt. Der Vater steht der psychischen Erkrankung seiner Frau rat- und hilflos gegenüber. Doch für Hans-Peter ist die Traurigkeit seiner Mutter ein umso größerer Ansporn für sein komödiantisches Treiben.
SONNENALLEE
Farbe, 86 Min.
1999, Leander Haußmann
In „Sonnenallee“ wird auf humoristische Weise das Leben Jugendlicher in Ostberlin bzw. im Grenzgebiet im Jahr 1973 geschildert. Dabei ist der Film nicht immer faktentreu und überzeichnet (zum Teil auch extrem) typische Probleme der DDR-Bürger, um einen Film zu schaffen, den jeder versteht, auch ohne eigenes Miterleben oder bereits erworbene Geschichtskenntnisse.
Am Ende wird die Komik des Films durch dramatischere Passagen gebrochen. Die Tatsache, dass Michaels Freund, Mario, sich aus privaten und existenziellen Gründen von der Stasi anwerben lässt, ist für Michael ein schwerer Schlag und stellt ihre Freundschaft grundsätzlich in Frage. Die Schlusssequenz zeigt, dass Michaels Werben für seine große Liebe, Miriam endlich Erfolg hat.
DIE GOLDFISCHE
Farbe, 112 Min.
2018/2019, Alireza Golafshan
Vom Leben auf der Überholspur landet Portfoliomanager Oliver (Tom Schilling) schnurstracks im Rollstuhl: querschnittsgelähmt nach einem schweren selbstverursachten Autounfall. Neben einem kaputten Körper und der für ihn entwürdigenden Situation nun „behindert“ zu sein, hat Oliver noch ein anderes Problem. Er muss schnellsten sein Schwarzgeld aus der Schweiz vor den deutschen Behörden in Sicherheit bringen. Was läge näher, als einen Gruppenausflug für die Behinderten-WG „Die Goldfische“ zu organisieren, Kameltherapie in der Schweiz. Großartig besetzt mit Jan-Hendrik Stahlberg und Axel Stein als Autisten, Jella Haase als mitfühlender Betreuerin, Birgit Minichmayr als schnoddriger Blinder, Kida Khodr Ramadan als stoischem Pfleger und – große Entdeckung – Luisa Wöllisch als junge Frau mit Down-Syndrom, macht der Humor des temporeichen Roadmovies vor keiner Minderheit halt – und auch vor keiner Mehrheit. Alles wird rücksichtslos attackiert, Lachen kann so befreiend sein.
Mit fast 665.000 Zuschauern wurde dieser Film ein Kinoerfolg in Deutschland und gewann den Nachwuchsregiepreis beim Bayrischen Filmpreis 2020.
Programm
06.01. Der ganz große Traum (2011), Sebastian Grobler
13.01. Der Junge muss an die frische Luft (2018), Caroline Link
20.01. Sonnenallee (1999), Leander Haußmann
27.01. Die Goldfische (2019), Alireza Golafshan
Inhaltsangaben der Filme
DER GANZ GROSSE TRAUM
Farbe, 109 Min.
2011, Sebastian Grobler
In Anlehnung an die wahre Geschichte des Lehrers und Fußballpioniers Konrad Koch erzählt „Der ganz große Traum“ von den Anfängen des Fußballspiels in Deutschland und von einer Schulklasse, die zu einem richtigen Team zusammenwächst, als der neue Lehrer sie mit seinem Fußballfieber ansteckt. Die Zeitreise führt in eine Epoche, in der an Schulen noch „Zucht und Ordnung“ herrschte und Fußball in den Medien als „englische Krankheit“ bezeichnet wurde.
DER JUNGE MUSS AN DIE FRISCHE LUFT
Farbe, 100 Min.
2017/2018, Caroline Link
Verfilmung der Autobiographie des Entertainers Hape Kerkeling. Die Geschichte beginnt im Ruhrpott des Jahres 1972: Hans-Peter ist neun Jahre alt und ein bisschen pummelig, strotzt aber vor Selbstvertrauen. Dies rührt nicht zuletzt aus seiner Begabung, andere Menschen zum Lachen zu bringen, ein Talent, das er bei jeder Gelegenheit trainiert – sei es im Krämerladen seiner Oma Änne, mit den Kunden als Publikum, oder bei den diversen Zusammenkünften seiner feierwütigen Verwandtschaft. Aber das idyllische Familienleben bekommt eine Schattenseite, als Hapes Mutter durch die Folgen einer chronischen Kieferhöhlenentzündung ihren Geruchs- und Geschmackssinn verliert und in eine tiefe Depression verfällt. Der Vater steht der psychischen Erkrankung seiner Frau rat- und hilflos gegenüber. Doch für Hans-Peter ist die Traurigkeit seiner Mutter ein umso größerer Ansporn für sein komödiantisches Treiben.
SONNENALLEE
Farbe, 86 Min.
1999, Leander Haußmann
In „Sonnenallee“ wird auf humoristische Weise das Leben Jugendlicher in Ostberlin bzw. im Grenzgebiet im Jahr 1973 geschildert. Dabei ist der Film nicht immer faktentreu und überzeichnet (zum Teil auch extrem) typische Probleme der DDR-Bürger, um einen Film zu schaffen, den jeder versteht, auch ohne eigenes Miterleben oder bereits erworbene Geschichtskenntnisse.
Am Ende wird die Komik des Films durch dramatischere Passagen gebrochen. Die Tatsache, dass Michaels Freund, Mario, sich aus privaten und existenziellen Gründen von der Stasi anwerben lässt, ist für Michael ein schwerer Schlag und stellt ihre Freundschaft grundsätzlich in Frage. Die Schlusssequenz zeigt, dass Michaels Werben für seine große Liebe, Miriam endlich Erfolg hat.
DIE GOLDFISCHE
Farbe, 112 Min.
2018/2019, Alireza Golafshan
Vom Leben auf der Überholspur landet Portfoliomanager Oliver (Tom Schilling) schnurstracks im Rollstuhl: querschnittsgelähmt nach einem schweren selbstverursachten Autounfall. Neben einem kaputten Körper und der für ihn entwürdigenden Situation nun „behindert“ zu sein, hat Oliver noch ein anderes Problem. Er muss schnellsten sein Schwarzgeld aus der Schweiz vor den deutschen Behörden in Sicherheit bringen. Was läge näher, als einen Gruppenausflug für die Behinderten-WG „Die Goldfische“ zu organisieren, Kameltherapie in der Schweiz. Großartig besetzt mit Jan-Hendrik Stahlberg und Axel Stein als Autisten, Jella Haase als mitfühlender Betreuerin, Birgit Minichmayr als schnoddriger Blinder, Kida Khodr Ramadan als stoischem Pfleger und – große Entdeckung – Luisa Wöllisch als junge Frau mit Down-Syndrom, macht der Humor des temporeichen Roadmovies vor keiner Minderheit halt – und auch vor keiner Mehrheit. Alles wird rücksichtslos attackiert, Lachen kann so befreiend sein.
Mit fast 665.000 Zuschauern wurde dieser Film ein Kinoerfolg in Deutschland und gewann den Nachwuchsregiepreis beim Bayrischen Filmpreis 2020.
Ort
Casa del Arte Diego Rivera
Quillota 116, esquina Antonio Varas
Puerto Montt
Chile
Quillota 116, esquina Antonio Varas
Puerto Montt
Chile
Ort
Casa del Arte Diego Rivera
Quillota 116, esquina Antonio Varas
Puerto Montt
Chile
Quillota 116, esquina Antonio Varas
Puerto Montt
Chile