Propaganda
Teather|Koproduktion zwischen dem GAM und dem Theater Heidelberg (Deutschland) unter der Regie von Ana Luz Ormazábal
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Centro Cultural Gabriela Mistral (GAM), Santiago Centro
- Sprache Spanisch, Deutsch, Französisch, Englisch
- Preis Genaue Informationen auf der Webseite vom GAM
Unter der Regie von Ana Luz Ormazábal entsteht diese Koproduktion zwischen dem GAM und dem Theater Heidelberg (Deutschland), die über die Verführungskraft der Sprachen des Hasses und die Macht der Desinformation reflektiert. Das Stück untersucht, wie extremistische Diskurse soziale Netzwerke und Medien nutzen, um Angst vor dem Anderen, dem Fremden und politischer Polarisierung zu erzeugen und zu verstärken.
Fördern soziale Netzwerke Hass und Polarisierung? Gibt es mediale Manipulation in solchen Diskursen? Propaganda bringt diese unbequemen Fragen auf die Bühne und taucht ein in eine Zeit, in der Theorien wie der „Große Austausch“ sowohl in Europa als auch in Lateinamerika an Einfluss gewinnen.
Auf der Bühne senden zwei halb-erfolgreiche deutsche Influencer verführerische und hasserfüllte Botschaften an Tausende. Eine führende Aktivistin der deutschen Identitären Bewegung begeistert ihre Anhängerinnen in Chile, wo sie gemeinsam Strategien entwickeln, um ihre Ideen zu verbreiten. Eine Bombe explodiert, ein neuer Krieg bricht aus. Europäische Migrantinnen erreichen NeoChile, und eine Grenzbeamtin ringt mit der Entscheidung, ihnen den Eintritt zu gewähren.
Das Stück untersucht den permanenten Kampf um Worte in Krisen- und Kriegszeiten. Die Inszenierung erforscht Sprache als Handlung: Worte, die Dinge tun, Bedeutungen zerstören und neu aufbauen, sich durch Wiederholung, Umschreibung und die Erschaffung neuer Terminologien verwandeln. Dabei beleuchtet sie die Macht der Sprache in einem Kontext, der von Beschleunigung, technologischer Unmittelbarkeit und Diskursüberfluss geprägt ist.
Die Inszenierung lädt das Publikum dazu ein, kritisch über Information, Desinformation und Machtverhältnisse nachzudenken und zeigt, wie sich diese Dynamiken historisch wiederholen, wenn unterschiedliche Kulturen und Systeme aufeinandertreffen.
„Jenseits ideologischer Etiketten blickt das Stück direkt in die menschliche Widersprüchlichkeit… nicht, um sie zu feiern, sondern um zu fragen, was wir mit ihr tun“, sagt Regisseurin Ana LuzOrmazábal.
Die Darstellerinnen sprechen Spanisch, Deutsch, Französisch und Englisch. Die fragmentierte Struktur verbindet verschiedene Narrative, die sich überlagern und schließlich fast unvermeidlich im Krieg enden.
„Mich interessieren sowohl rechte als auch linke Bestrafungslogiken, die Rolle des Algorithmus und wie wir am Ende nur noch mit Menschen sprechen, die gleich denken wie wir – ohne Reibung, ohne wirkliche Auseinandersetzung“, betont Ormazábal.
„Das Stück zeigt, dass Hass nicht zufällig entsteht. Begriffe, Assoziationsketten, Bilder, Wahrnehmungsschemata – alles wird kultiviert“, sagt Schauspielerin Ignacia Agüero. Autor Juan Pablo Troncoso ergänzt: „Propaganda verteidigt den Versuch, den sprachlichen Kampf nicht zu scheuen, sondern bewusst zu führen.“
KÜNSTLERISCHE CREDITS
Regie: Ana Luz Ormazábal
Autoren: Juan Pablo Troncoso (Chile), Björn Deigner (Deutschland)
Besetzung: Ignacia Agüero, Josefa Cavada, Mariela Mignot, Nicole Averkamp, Leon Maria Spiegelberg
Dramaturgie: Deborah Raulin
Dolmetscherin/Übersetzerin: Monika Moldovanyi
Musik/Komposition: José Manuel Gatica Eguiguren
Video/Audiovisuelles Design: Pablo Mois
Bühnenbild und Kostüme: Maria Walter
Lichtdesign: Ralph Schanz
Produktionsleitung: Ilona Goyeneche
Produktions- und Regieassistenz (Chile): Nerea Lübbert Retuerto
Regieassistenz (Deutschland): Georg Zahn
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Dauer: 100 min.
Barrierefreiheit: Einsatz von Rauch/Staub, Stroboskoplicht und spanischen Übertiteln.
Fördern soziale Netzwerke Hass und Polarisierung? Gibt es mediale Manipulation in solchen Diskursen? Propaganda bringt diese unbequemen Fragen auf die Bühne und taucht ein in eine Zeit, in der Theorien wie der „Große Austausch“ sowohl in Europa als auch in Lateinamerika an Einfluss gewinnen.
Auf der Bühne senden zwei halb-erfolgreiche deutsche Influencer verführerische und hasserfüllte Botschaften an Tausende. Eine führende Aktivistin der deutschen Identitären Bewegung begeistert ihre Anhängerinnen in Chile, wo sie gemeinsam Strategien entwickeln, um ihre Ideen zu verbreiten. Eine Bombe explodiert, ein neuer Krieg bricht aus. Europäische Migrantinnen erreichen NeoChile, und eine Grenzbeamtin ringt mit der Entscheidung, ihnen den Eintritt zu gewähren.
Das Stück untersucht den permanenten Kampf um Worte in Krisen- und Kriegszeiten. Die Inszenierung erforscht Sprache als Handlung: Worte, die Dinge tun, Bedeutungen zerstören und neu aufbauen, sich durch Wiederholung, Umschreibung und die Erschaffung neuer Terminologien verwandeln. Dabei beleuchtet sie die Macht der Sprache in einem Kontext, der von Beschleunigung, technologischer Unmittelbarkeit und Diskursüberfluss geprägt ist.
Die Inszenierung lädt das Publikum dazu ein, kritisch über Information, Desinformation und Machtverhältnisse nachzudenken und zeigt, wie sich diese Dynamiken historisch wiederholen, wenn unterschiedliche Kulturen und Systeme aufeinandertreffen.
„Jenseits ideologischer Etiketten blickt das Stück direkt in die menschliche Widersprüchlichkeit… nicht, um sie zu feiern, sondern um zu fragen, was wir mit ihr tun“, sagt Regisseurin Ana LuzOrmazábal.
Die Darstellerinnen sprechen Spanisch, Deutsch, Französisch und Englisch. Die fragmentierte Struktur verbindet verschiedene Narrative, die sich überlagern und schließlich fast unvermeidlich im Krieg enden.
„Mich interessieren sowohl rechte als auch linke Bestrafungslogiken, die Rolle des Algorithmus und wie wir am Ende nur noch mit Menschen sprechen, die gleich denken wie wir – ohne Reibung, ohne wirkliche Auseinandersetzung“, betont Ormazábal.
„Das Stück zeigt, dass Hass nicht zufällig entsteht. Begriffe, Assoziationsketten, Bilder, Wahrnehmungsschemata – alles wird kultiviert“, sagt Schauspielerin Ignacia Agüero. Autor Juan Pablo Troncoso ergänzt: „Propaganda verteidigt den Versuch, den sprachlichen Kampf nicht zu scheuen, sondern bewusst zu führen.“
KÜNSTLERISCHE CREDITS
Regie: Ana Luz Ormazábal
Autoren: Juan Pablo Troncoso (Chile), Björn Deigner (Deutschland)
Besetzung: Ignacia Agüero, Josefa Cavada, Mariela Mignot, Nicole Averkamp, Leon Maria Spiegelberg
Dramaturgie: Deborah Raulin
Dolmetscherin/Übersetzerin: Monika Moldovanyi
Musik/Komposition: José Manuel Gatica Eguiguren
Video/Audiovisuelles Design: Pablo Mois
Bühnenbild und Kostüme: Maria Walter
Lichtdesign: Ralph Schanz
Produktionsleitung: Ilona Goyeneche
Produktions- und Regieassistenz (Chile): Nerea Lübbert Retuerto
Regieassistenz (Deutschland): Georg Zahn
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Dauer: 100 min.
Barrierefreiheit: Einsatz von Rauch/Staub, Stroboskoplicht und spanischen Übertiteln.
Ort
Centro Cultural Gabriela Mistral (GAM)
Av. Libertador Bernardo O'Higgins 227
Santiago Centro
Chile
Av. Libertador Bernardo O'Higgins 227
Santiago Centro
Chile
Saal A2 (Gebäude A, 1. Stock)
Ort
Centro Cultural Gabriela Mistral (GAM)
Av. Libertador Bernardo O'Higgins 227
Santiago Centro
Chile
Av. Libertador Bernardo O'Higgins 227
Santiago Centro
Chile
Saal A2 (Gebäude A, 1. Stock)