„Risse in der Realität“ bei Goethe on Demand

Film| „Jupiter“ (2023) von Benjamin Pfohl

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  • Sprache Deutsch mit spanischen Untertiteln
  • Preis kostenlos

Jupiter © missingFILMs

Jupiter © missingFILMs

Während des Jahres 2026 bieten wir auf der Plattform Goethe on Demand die Filmreihe mit dem Titel „Risse in der Realität“ an. Monat für Monat können Sie neue Filme entdecken, die hinterfragen, was wir für Realität halten, und jene Momente sichtbar machen, in denen das fragile Konstrukt der Wirklichkeit ins Wanken gerät.

Das Spiel mit Schein und Wirklichkeit findet vor allem in der Narration von Spielfilmen Anwendung - die Täuschung der Zuschauer*innen wird zum Spannungsträger, zum Ausdruck der seelischen Verfassung der Figuren oder zur filmischen Selbstreflexion.

Gezeigt werden Filme, die mit dem Einbruch des Surrealen in eine vermeintlich gesetzte Wirklichkeit spielen: Die bewusste Irritation des Publikums wird zum Stilmittel, der Riss wird zur dramaturgischen Setzung und eröffnet ungeahnte Spiel-Räume.

Im Mai zeigen wir „Jupiter“ (2023). In Benjamin Pfohls Coming of Age-Drama zeichnen sich wirklich tiefe Risse ab: ein vorbeiziehender Komet soll das Leben der 14-jährigen Lea für immer verändern. Er wird zum Anlass, dass sich ihre Eltern einer Gemeinschaft anschließen, die an einen Ursprung der Menschheit auf dem Jupiter glaubt - und nur ein Ziel vor Augen hat...
 


Inhaltsangabe des Films

JUPITER
Farbe, 101 Min.
2023, Benjamin Pfohl

Die Familie der 14-jährigen Lea ist Teil einer kosmischen Gruppe, die an einen Ursprung der Menschheit auf dem Jupiter glaubt. Leas Bruder Paul ist aufgrund einer Behinderung unfähig zu kommunizieren, und das hat die Familie in die Fänge dieses obskuren Kults getrieben, der Erlösung in einer höheren Existenz auf dem Jupiter verspricht.
Während eines Ausflugs in die Berge plant die Sekte einen kollektiven Suizid, durch den ihre Seelen zum Jupiter gelangen sollen. Hier widersetzt sich Lea zum ersten Mal der elterlichen Fremdbestimmung und versucht verzweifelt, ihre Familie von diesem Plan abzubringen. Doch die Aussicht, auf dem Jupiter endlich mit ihrem Sohn kommunizieren zu können, lässt jeden Zweifel an den Eltern abprallen. Und so steht Lea vor dem Dilemma, ob sie ihnen folgen oder ihren eigenen Weg auf der Erde gehen soll.
Auf der Suche nach sich selbst und beim Definieren ihrer eigenen Wertvorstellungen lernt sie, für sich einzustehen und echte Freundschaften zu erkennen. Am Ende trifft Lea ihre Entscheidung: Sie will auf der Erde bleiben und das Leben mit all seinen Herausforderungen annehmen.
Auszeichnungen:
Hofer Filmtage 2024: Hofer Kritiker Preis, Regie
Förderpreis Neues Deutsches Kino