|

19:00 Uhr

„80 Jahre DEFA“

Filmreihe|Dienstage des deutschen Films in Puerto Montt

  • Casa del Arte Diego Rivera, Puerto Montt

  • Sprache Deutsch mit spanischen Untertiteln
  • Preis freier Eintritt

Coming Out © DEFA-Stiftung

Coming Out © DEFA-Stiftung

Das Leben als Paar ist vielleicht der wichtigste Rohstoff der Literatur, des Films und vieler anderer Künste. In diesem Zyklus erkunden wir vier Beispiele von Paarbeziehungen und die Wege, die sie angesichts der Krisen des Lebens einschlagen – sei es aufgrund äußerer Umstände oder ihrer eigenen Existenz. All dies sind preisgekrönte Filme, die zudem durch ihre schauspielerischen Leistungen hervorstechen, voller Nuancen und Menschlichkeit.

Programm

05.05. Nackt unter Wölfen (1962) Frank Beyer

12.05. Berlin um die Ecke (1965-1990) Gerhard Klein

19.05. Winter Adé (1987/88) Helke Misselwitz

26.05. Coming out (1989) Heiner Carow

Inhaltsangaben der Filme

NACKT UNTER WÖLFEN
s/w, 124 Min.
1962, Frank Beyer

Der erste deutsche Film, der das Leben und Sterben in einem Konzentrationslager zu seinem Thema macht, erzählt vom organisierten Widerstand politischer Gefangener im Konzentrationslager Buchenwald. Als ein Häftling ein Kind ins Lager schmuggelt, stehen die Männer vor der Frage, wie viele andere Menschen für das Leben des Kindes gefährdet werden dürfen. Nach einer authentischen Geschichte.
 

BERLIN UM DIE ECKE
s/w, 86 Min.
1965-1990, Gerhard Klein

Junge Arbeiter in einem Berliner Metallbetrieb Mitte der 1960er Jahre. Vieles im Betrieblichen stört sie, doch niemand nimmt ihre kritischen Äußerungen wahr, auch nicht der alte Meister, der will, dass ordentlich gearbeitet, nichts verschwendet wird. Mit ihm können auch die jungen Kollegen offen reden. Und da gibt es noch die Liebesgeschichte zwischen Olaf und der verheirateten Karin, die sich gerade von ihrem Mann trennt. Der alte Paul Krautmann bricht eines Tages im Betrieb tot zusammen. Jetzt tritt ein etwas fanatischer Altkommunist, Redakteur der Betriebszeitung, auf den Plan, der rigide an den Jungen herumkritisiert. Olaf fühlt sich von ihm so gekränkt, dass er ihm eines Abends im Hausflur auflauert und ihn verprügelt. Das wird merkwürdigerweise der Beginn einer Annäherung.
 

WINTER ADÉ
s/w, 116 Min.
1987/88; Helke Misselwitz

Ein Jahr vor dem Mauerfall reist die Dokumentarfilmerin per Bahn von Süd nach Nord durch die DDR, um zu erfahren, „wie andere gelebt haben und wie sie leben möchten“. Auf ihrem Weg trifft sie unterschiedlichste Frauen, die jeweils auf ihre eigene Weise, teils freiwillig, teils der Not gehorchend, versuchen, ihre persönliche Freiheit zu finden und von ihren Sorgen und Hoffnungen erzählen.
 

COMING OUT
Farbe, 112 Min.
1989, Heiner Carow

Ostberlin, gegen Ende der achtziger Jahre: Philipp, ein junger Lehrer, beginnt eine Liebesbeziehung mit seiner Kollegin Tanja. Seine wirkliche sexuelle Neigung hat er jahrelang verheimlicht, bis in ihm die Wiederbegegnung mit seinem einstigen schwulen Freund Jacob die unterdrückte Sehnsucht erneut bewusst macht. In einer Schwulenkneipe lernt Philipp Matthias kennen und verliebt sich in ihn. Von da an führt der Lehrer ein Doppelleben: Tanja soll nichts von Matthias erfahren, vor Matthias hält er die Beziehung zu Tanja geheim. Das geht nicht lange gut. COMING OUT war der erste und einzige Spielfilm der DDR, der sich offen mit dem Thema Homosexualität beschäftige – uraufgeführt am 9. November 1989, am Abend, als die Berliner Mauer fiel.