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19:00 Uhr
„Es lebe die Fantasie!“
Filmreihe|Dienstage des deutschen Films in Puerto Montt
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Casa del Arte Diego Rivera, Puerto Montt
- Sprache Deutsch mit spanischen Untertiteln
- Preis freier Eintritt
Im August präsentieren wir vier Werke, die mit der Fantasie des Publikums spielen und zeigen, dass das Kino auch eine Fabrik der Träume ist – ein Ort für unwirkliche Geschichten, die unsere Wahrnehmung und unsere Sinne erweitern.
Wir laden Sie ein, vier preisgekrönte Filme zu genießen, die eine verspielte, respektlose und überraschende Filmsprache gemeinsam haben und dazu einladen, sich an diesen Winterabenden einfach treiben zu lassen.
11.08. In the Name of Sheherezade (2019), Narges Kalhor
18.08. Cleo (2019), Erik Schmitt
25.08. Franky Five Star (2022), Birgit Möller
Farbe, 90 Min.
2018, Alexander Kluge
Essayfilm, der im typischen Stil Alexander Kluges in einer Art Gedankenstrom unterschiedlichste Dinge zeigt, Abstraktes und Konkretes. Zum Beispiel Elefanten bei der Evakuierung eines russischen Zirkus im Jahr 1941, elektrisches Licht, Trump beim G20- Gipfel und brutale Straßenkämpfe unter Kinderbanden in den nördlichen Slums Manilas. Der Film entstand in Kooperation mit dem nonkonformistischen Regisseur Khavn de la Cruz aus Manila und enthält zahlreiche Szenen aus dessen Film "Alipato – The Very Brief Life of an Ember". Dazu hört man verschiedene Versionen des Songs "Blue Moon", unter anderem von Elvis Presley, sowie ein "Happy Lamento" ("Fröhlicher Klagegesang") auf die samstags nach Kaufhausschluss liegengebliebenen Waren. In echten und fiktiven Interviews philosophiert Heiner Müller über den Mond, der 2017 verstorbene Peter Berling über den militärischen Nutzen von Löwen und Helge Schneider tritt als Luftschlangenmensch auf.
IN THE NAME OF SHEREZADE / THE FIRST BEERGARDEN IN TEHERAN
Farbe, 76 Min.
2019, Narges Kalhor
Die animierte Scheherazade der Rahmenhandlung hat auch heute noch viel zu erzählen: Von einem homosexuellen Teenager aus Syrien, der fürchten muss, dass sein in Deutschland gestellter Asylantrag abgelehnt wird, von einer in Berlin geborenen und nur deutsch sprechenden Künstlerin, die dennoch immer wieder auf ihre afghanischen Wurzeln zurückverwiesen wird, von einer iranisch-stämmigen Bierbrauerin, die in Teheran die (alkoholfreie) bayerische Braukultur etablieren möchte, die sie beim Studium in München kennen gelernt hat und von der Regisseurin selbst, die um diesen ihren Dokumentarfilm mit einem aus dem Off sprechenden, aber ansonsten unsichtbar bleibenden Filmdozenten ringt. Mit feinem Humor und einem Gespür für die Absurditäten des deutschen Alltags dekonstruiert Regisseurin Narges Kalhor nicht nur das hiesige Orientbild, sondern auch die Vorstellungen von dem, was ein Dokumentarfilm zu sein hat. Es ist ein Film über das Geschichtenerzählen und zugleich eine Identitätssuche der Filmemacherin, die selbst aus dem Iran nach Deutschland immigriert ist.
CLEO
Farbe, 101 Min.
2019, Erik Schmitt
„Entweder du bleibst hier und es passiert nichts. Keine Schmerzen mehr. Einfach nichts. Oder du gehst zurück zum Teufelsberg und es kann alles passieren. Alles, was weh tut, aber auch alles, was schön ist. Du musst dich nur entscheiden.“
Sein Ideenreichtum ist ungebremst, ebenso der gekonnte Einsatz von originellen visuellen Effekten: Nach den Kurzfilmen "Nashorn im Galopp" und "Berlin Metanoia" präsentiert Erik Schmitt seinen ersten Spielfilm bei Generation. Erneut spielt Berlin eine Hauptrolle. Es geht um die Seele der Stadt, deren ereignisreiche Geschichte mal eben bis zum Urknall durchgespult wird. Geister von Berliner Legenden versprühen ihr Wissen, während Cleo verzweifelt versucht, die Schicksalsschläge ihrer Kindheit ungeschehen zu machen. Ein sagenumwobener Schatz verspricht Hoffnung. Zusammen mit drei skurrilen, aber liebenswerten Begleitern begibt sie sich auf die Suche, quer durch die Stadt, die Zeit und ihre eigene Gefühlswelt.
FRANKY FIVE STAR
Farbe, 114 Min.
2022, Birgit Möller
Franky jobbt im Getränkemarkt, wohnt mit ihrer besten Freundin Katja in einer WG und himmelt ihren unerreichbaren Nachbarn an. Wenn sie in peinliche oder unangenehme Situationen gerät, nimmt sie den Aufzug und checkt in ein wundersames Hotel ein, das nur in ihrem Kopf existiert. Das teilt sie sich mit der illustren Runde: Frau Franke, Ella, Lenny und Frank, die nur so vor Energie sprühen. Sie wollen spielen, sich verlieben, die Welt retten oder endlich mal Sex haben. Als Katjas neuer Freund Hassim, genannt Hasi, in die gemeinsame WG einzieht, sind die vier nicht mehr zu halten. In einem günstigen Moment nimmt die verführerische Ella den Fahrstuhl und macht sich an Hasi ran. Jetzt gerät Frankys Leben buchstäblich aus den Fugen. Sie droht alles zu verlieren, ihren Job, ihr Zuhause und ihre beste Freundin. Das Chaos führt zu einem dramatischen Notfall im Kopfhotel. Eine märchenhafte Liebeskomödie über die große Suche nach sich selbst.
Auszeichnungen:
• Neiße Filmfestival 2023: Publikumspreis Spielfilm
• Filmfest Bremen 2023: Lobende Erwähnung
• Max Ophüls Preis 2023: Preis der Ökumenischen Jury
Wir laden Sie ein, vier preisgekrönte Filme zu genießen, die eine verspielte, respektlose und überraschende Filmsprache gemeinsam haben und dazu einladen, sich an diesen Winterabenden einfach treiben zu lassen.
Programm
04.08. Happy Lamento (2018), Alexander Kluge11.08. In the Name of Sheherezade (2019), Narges Kalhor
18.08. Cleo (2019), Erik Schmitt
25.08. Franky Five Star (2022), Birgit Möller
Inhaltsangaben der Filme
HAPPY LAMENTOFarbe, 90 Min.
2018, Alexander Kluge
Essayfilm, der im typischen Stil Alexander Kluges in einer Art Gedankenstrom unterschiedlichste Dinge zeigt, Abstraktes und Konkretes. Zum Beispiel Elefanten bei der Evakuierung eines russischen Zirkus im Jahr 1941, elektrisches Licht, Trump beim G20- Gipfel und brutale Straßenkämpfe unter Kinderbanden in den nördlichen Slums Manilas. Der Film entstand in Kooperation mit dem nonkonformistischen Regisseur Khavn de la Cruz aus Manila und enthält zahlreiche Szenen aus dessen Film "Alipato – The Very Brief Life of an Ember". Dazu hört man verschiedene Versionen des Songs "Blue Moon", unter anderem von Elvis Presley, sowie ein "Happy Lamento" ("Fröhlicher Klagegesang") auf die samstags nach Kaufhausschluss liegengebliebenen Waren. In echten und fiktiven Interviews philosophiert Heiner Müller über den Mond, der 2017 verstorbene Peter Berling über den militärischen Nutzen von Löwen und Helge Schneider tritt als Luftschlangenmensch auf.
IN THE NAME OF SHEREZADE / THE FIRST BEERGARDEN IN TEHERAN
Farbe, 76 Min.
2019, Narges Kalhor
Die animierte Scheherazade der Rahmenhandlung hat auch heute noch viel zu erzählen: Von einem homosexuellen Teenager aus Syrien, der fürchten muss, dass sein in Deutschland gestellter Asylantrag abgelehnt wird, von einer in Berlin geborenen und nur deutsch sprechenden Künstlerin, die dennoch immer wieder auf ihre afghanischen Wurzeln zurückverwiesen wird, von einer iranisch-stämmigen Bierbrauerin, die in Teheran die (alkoholfreie) bayerische Braukultur etablieren möchte, die sie beim Studium in München kennen gelernt hat und von der Regisseurin selbst, die um diesen ihren Dokumentarfilm mit einem aus dem Off sprechenden, aber ansonsten unsichtbar bleibenden Filmdozenten ringt. Mit feinem Humor und einem Gespür für die Absurditäten des deutschen Alltags dekonstruiert Regisseurin Narges Kalhor nicht nur das hiesige Orientbild, sondern auch die Vorstellungen von dem, was ein Dokumentarfilm zu sein hat. Es ist ein Film über das Geschichtenerzählen und zugleich eine Identitätssuche der Filmemacherin, die selbst aus dem Iran nach Deutschland immigriert ist.
CLEO
Farbe, 101 Min.
2019, Erik Schmitt
„Entweder du bleibst hier und es passiert nichts. Keine Schmerzen mehr. Einfach nichts. Oder du gehst zurück zum Teufelsberg und es kann alles passieren. Alles, was weh tut, aber auch alles, was schön ist. Du musst dich nur entscheiden.“
Sein Ideenreichtum ist ungebremst, ebenso der gekonnte Einsatz von originellen visuellen Effekten: Nach den Kurzfilmen "Nashorn im Galopp" und "Berlin Metanoia" präsentiert Erik Schmitt seinen ersten Spielfilm bei Generation. Erneut spielt Berlin eine Hauptrolle. Es geht um die Seele der Stadt, deren ereignisreiche Geschichte mal eben bis zum Urknall durchgespult wird. Geister von Berliner Legenden versprühen ihr Wissen, während Cleo verzweifelt versucht, die Schicksalsschläge ihrer Kindheit ungeschehen zu machen. Ein sagenumwobener Schatz verspricht Hoffnung. Zusammen mit drei skurrilen, aber liebenswerten Begleitern begibt sie sich auf die Suche, quer durch die Stadt, die Zeit und ihre eigene Gefühlswelt.
FRANKY FIVE STAR
Farbe, 114 Min.
2022, Birgit Möller
Franky jobbt im Getränkemarkt, wohnt mit ihrer besten Freundin Katja in einer WG und himmelt ihren unerreichbaren Nachbarn an. Wenn sie in peinliche oder unangenehme Situationen gerät, nimmt sie den Aufzug und checkt in ein wundersames Hotel ein, das nur in ihrem Kopf existiert. Das teilt sie sich mit der illustren Runde: Frau Franke, Ella, Lenny und Frank, die nur so vor Energie sprühen. Sie wollen spielen, sich verlieben, die Welt retten oder endlich mal Sex haben. Als Katjas neuer Freund Hassim, genannt Hasi, in die gemeinsame WG einzieht, sind die vier nicht mehr zu halten. In einem günstigen Moment nimmt die verführerische Ella den Fahrstuhl und macht sich an Hasi ran. Jetzt gerät Frankys Leben buchstäblich aus den Fugen. Sie droht alles zu verlieren, ihren Job, ihr Zuhause und ihre beste Freundin. Das Chaos führt zu einem dramatischen Notfall im Kopfhotel. Eine märchenhafte Liebeskomödie über die große Suche nach sich selbst.
Auszeichnungen:
• Neiße Filmfestival 2023: Publikumspreis Spielfilm
• Filmfest Bremen 2023: Lobende Erwähnung
• Max Ophüls Preis 2023: Preis der Ökumenischen Jury
Ort
Casa del Arte Diego Rivera
Quillota 116, esquina Antonio Varas
Puerto Montt
Chile
Quillota 116, esquina Antonio Varas
Puerto Montt
Chile
Ort
Casa del Arte Diego Rivera
Quillota 116, esquina Antonio Varas
Puerto Montt
Chile
Quillota 116, esquina Antonio Varas
Puerto Montt
Chile