„Risse in der Realität“ bei Goethe on Demand
Film|„Die Welt am Draht“ (1973) von Rainer Werner Fassbinder
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- Sprache Deutsch mit spanischen Untertiteln
- Preis kostenlos
Während des Jahres 2026 bieten wir auf der Plattform Goethe on Demand die Filmreihe mit dem Titel „Risse in der Realität“ an. Monat für Monat können Sie neue Filme entdecken, die hinterfragen, was wir für Realität halten, und jene Momente sichtbar machen, in denen das fragile Konstrukt der Wirklichkeit ins Wanken gerät.
Das Spiel mit Schein und Wirklichkeit findet vor allem in der Narration von Spielfilmen Anwendung - die Täuschung der Zuschauer*innen wird zum Spannungsträger, zum Ausdruck der seelischen Verfassung der Figuren oder zur filmischen Selbstreflexion.
Gezeigt werden Filme, die mit dem Einbruch des Surrealen in eine vermeintlich gesetzte Wirklichkeit spielen: Die bewusste Irritation des Publikums wird zum Stilmittel, der Riss wird zur dramaturgischen Setzung und eröffnet ungeahnte Spiel-Räume.
„Die Welt am Draht“ ist ein überraschendes Fernsehwerk von Rainer Werner Fassbinder, das eine dystopische Welt entfaltet und lange Zeit nicht verfügbar war. Heute kann es in seiner restaurierten Fassung angesehen werden.
Dieses frühe Meisterwerk Fassbinders erzählt die Geschichte eines Wissenschaftlers, der mithilfe von computergesteuerten Personen die Zukunft erforscht. Am Ende entdeckt er jedoch, dass er selbst und seine gesamte Umgebung nichts weiter als eine Simulation sind.
Eastmancolor, 102 Min. (Teil 1), 106 Min. (Teil 2)
1973, Rainer Werner Fassbinder
Lange nicht verfügbar, jetzt in einer restaurierten Fassung neu zu entdecken: Dieses frühe, überaus komplexe und komplizierte Meisterwerk Fassbinders erzählt von einem Wissenschaftler, der die Zukunft mit im Computer programmierten Menschen erforscht und schließlich erkennt, dass er und seine Umgebung ihre Existenz ebenfalls nur einer Simulation im Computer verdanken. Doch die Grenzen zwischen den Welten sind durchlässig.
Es gibt wohl keinen anderen Film Fassbinders, in dem der Regisseur sichtbarer seine Freude am Inszenieren, an Kino und Action, gezeigt hat. Für eingefleischte Fassbinder-Fans ist auch die Besetzung höchst spannend: Neben zahlreichen damals arrivierten Schauspielern (wie Ivan Desny oder Adrian Hoven) versammelt der Filmemacher in kleineren Rollen oder in Gast-Auftritten nahezu alle Darsteller und Freunde seiner Anfänge (wie zum Beispiel Kurt Raab, Ingrid Caven, Werner Schroeter, Peter Moland), und er lädt junge und alte Prominente (den Schlagersänger Bruce Low, den Schauspieler Eddie Constantine, die Schauspielerin Christine Kaufmann, oder Karsten Peters, den damaligen Feuilleton-Chef eines Münchner Boulevard-Blatts und viele andere damals bekannte Figuren) zu Gastauftritten ein. Insofern ist WELT AM DRAHT auch eine Art „Familienfilm”. Viele der Mitwirkenden sind in der Zwischenzeit verstorben; insofern ist dieses Werk, wie es in Edgar Reitz' HEIMAT heißt, aus heutiger Sicht auch ein „Fest der Lebenden und der Toten”.
WELT AM DRAHT, obwohl vom Fernsehen produziert, war rund 35 Jahre lang nicht verfügbar. Der 16-mm-Film musste aufwändig restauriert werden. Hatte der Sender damals kein Bewusstsein für den künftigen Wert des Films? Oder hat Fassbinder einfach nur scheinbar zu viel, zu schnell und zu preiswert gearbeitet? Die Kosten für dieses insgesamt weit über drei Stunden lange Werk wurden damals mit weniger als 500.000 Euro angegeben.
Das Spiel mit Schein und Wirklichkeit findet vor allem in der Narration von Spielfilmen Anwendung - die Täuschung der Zuschauer*innen wird zum Spannungsträger, zum Ausdruck der seelischen Verfassung der Figuren oder zur filmischen Selbstreflexion.
Gezeigt werden Filme, die mit dem Einbruch des Surrealen in eine vermeintlich gesetzte Wirklichkeit spielen: Die bewusste Irritation des Publikums wird zum Stilmittel, der Riss wird zur dramaturgischen Setzung und eröffnet ungeahnte Spiel-Räume.
„Die Welt am Draht“ ist ein überraschendes Fernsehwerk von Rainer Werner Fassbinder, das eine dystopische Welt entfaltet und lange Zeit nicht verfügbar war. Heute kann es in seiner restaurierten Fassung angesehen werden.
Dieses frühe Meisterwerk Fassbinders erzählt die Geschichte eines Wissenschaftlers, der mithilfe von computergesteuerten Personen die Zukunft erforscht. Am Ende entdeckt er jedoch, dass er selbst und seine gesamte Umgebung nichts weiter als eine Simulation sind.
Inhaltsangabe des Films
WELT AM DRAHTEastmancolor, 102 Min. (Teil 1), 106 Min. (Teil 2)
1973, Rainer Werner Fassbinder
Lange nicht verfügbar, jetzt in einer restaurierten Fassung neu zu entdecken: Dieses frühe, überaus komplexe und komplizierte Meisterwerk Fassbinders erzählt von einem Wissenschaftler, der die Zukunft mit im Computer programmierten Menschen erforscht und schließlich erkennt, dass er und seine Umgebung ihre Existenz ebenfalls nur einer Simulation im Computer verdanken. Doch die Grenzen zwischen den Welten sind durchlässig.
Es gibt wohl keinen anderen Film Fassbinders, in dem der Regisseur sichtbarer seine Freude am Inszenieren, an Kino und Action, gezeigt hat. Für eingefleischte Fassbinder-Fans ist auch die Besetzung höchst spannend: Neben zahlreichen damals arrivierten Schauspielern (wie Ivan Desny oder Adrian Hoven) versammelt der Filmemacher in kleineren Rollen oder in Gast-Auftritten nahezu alle Darsteller und Freunde seiner Anfänge (wie zum Beispiel Kurt Raab, Ingrid Caven, Werner Schroeter, Peter Moland), und er lädt junge und alte Prominente (den Schlagersänger Bruce Low, den Schauspieler Eddie Constantine, die Schauspielerin Christine Kaufmann, oder Karsten Peters, den damaligen Feuilleton-Chef eines Münchner Boulevard-Blatts und viele andere damals bekannte Figuren) zu Gastauftritten ein. Insofern ist WELT AM DRAHT auch eine Art „Familienfilm”. Viele der Mitwirkenden sind in der Zwischenzeit verstorben; insofern ist dieses Werk, wie es in Edgar Reitz' HEIMAT heißt, aus heutiger Sicht auch ein „Fest der Lebenden und der Toten”.
WELT AM DRAHT, obwohl vom Fernsehen produziert, war rund 35 Jahre lang nicht verfügbar. Der 16-mm-Film musste aufwändig restauriert werden. Hatte der Sender damals kein Bewusstsein für den künftigen Wert des Films? Oder hat Fassbinder einfach nur scheinbar zu viel, zu schnell und zu preiswert gearbeitet? Die Kosten für dieses insgesamt weit über drei Stunden lange Werk wurden damals mit weniger als 500.000 Euro angegeben.
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