80 Jahre DEFA im MMDH
Filmvorführung |
-
Museo de la Memoria y los Derechos Humanos , Santiago
- Sprache Deutsch mit spanischen Untertiteln
- Preis Gratis
Im Rahmen des 80. Jubiläums der Gründung der DEFA, der Filmproduktionsgesellschaft der DDR, erinnern wir an zwei Meilensteine des DEFA-Kinos, die dem chilenischen Exil gewidmet sind und von ihren Protagonistinnen und Protagonisten vorgestellt werden.
Am 7. Oktober wird der Film „El paso“ in Anwesenheit seines Regisseurs Orlando Lübbert gezeigt. Am 21. Oktober wird „Isabel auf der Treppe“ vorgeführt. Der Film wird von Irina Gallardo vorgestellt, die damals 12 Jahre alt war und die Hauptrolle spielte. Er thematisiert die Kindheit im Exil.
DER ÜBERGANG/EL PASO
1978 Orlando Lübbert (78 min)
Ende 1973, wenige Wochen nach dem Putsch der faschistischen Junta in Chile, sind drei Männer auf der Flucht. Der Arbeiter Carlos, der Student Juan und der Beamte Lorenzo wollen über die Anden nach Argentinien. Auf ihrem beschwerlichen Weg erleben sie, wie ein Viehzüchter von chilenischen Polizisten erschossen wird. Kurz darauf suchen sie Unterschlupf bei einer Bäuerin, da Juan Hilfe braucht. Seine Wunden, die ihm bei der Folter im Gefängnis beigebracht wurden, sind aufgebrochen. In der Bäuerin erkennen sie die Frau des ermordeten Viehzüchters, Sie ist hochschwanger, und die drei bleiben, um ihr bei der Entbindung zu helfen. Als sie endlich die Grenze passiert haben, wird ihr Asylantrag abgelehnt. Juan flieht, die beiden anderen werden gefesselt zurückgebracht. Ein Befreiungsversuch Juans misslingt zwar, aber die Gefangenen können einen Posten töten und seine Maschinenpistole in ihren Besitz bringen. Sie sind entschlossen, sich zu verteidigen.
ISABEL AUF DER TREPPE
1983 Hannelore Unterberg (69 min)
Rosita Perez und ihre zwölfjährige Tochter Isabel leben seit sechs Jahren in der DDR. Sie sind Emigranten aus Chile. Als sie kamen, hatten die Nachbarn Margot und Dieter Kunze die Patenschaft übernommen, doch die ist im Alltag längst eingeschlafen. Rosita hat Arbeit, auch Kontakt zu anderen Emigranten, aber sie fühlt sich einsam, ist bedrückt. Isabel sitzt oft auf der Treppe, aus Angst, der Briefträger könnte eine Todesnachricht vom Vater aus Chile bringen. Diese würde sie der Mutter nicht geben, um deren Kummer nicht noch zu vergrößern. Philipp, Sohn der Kunzes und mit Isabel befreundet, merkt, dass die beiden Probleme haben und Zuwendung brauchen. Als die Nachricht vom Tod des Vaters tatsächlich eintrifft und Rosita zusammenbricht, findet Isabel bei Philipp und seinen Eltern liebevolle Aufnahme.
Am 7. Oktober wird der Film „El paso“ in Anwesenheit seines Regisseurs Orlando Lübbert gezeigt. Am 21. Oktober wird „Isabel auf der Treppe“ vorgeführt. Der Film wird von Irina Gallardo vorgestellt, die damals 12 Jahre alt war und die Hauptrolle spielte. Er thematisiert die Kindheit im Exil.
DER ÜBERGANG/EL PASO
1978 Orlando Lübbert (78 min)
Ende 1973, wenige Wochen nach dem Putsch der faschistischen Junta in Chile, sind drei Männer auf der Flucht. Der Arbeiter Carlos, der Student Juan und der Beamte Lorenzo wollen über die Anden nach Argentinien. Auf ihrem beschwerlichen Weg erleben sie, wie ein Viehzüchter von chilenischen Polizisten erschossen wird. Kurz darauf suchen sie Unterschlupf bei einer Bäuerin, da Juan Hilfe braucht. Seine Wunden, die ihm bei der Folter im Gefängnis beigebracht wurden, sind aufgebrochen. In der Bäuerin erkennen sie die Frau des ermordeten Viehzüchters, Sie ist hochschwanger, und die drei bleiben, um ihr bei der Entbindung zu helfen. Als sie endlich die Grenze passiert haben, wird ihr Asylantrag abgelehnt. Juan flieht, die beiden anderen werden gefesselt zurückgebracht. Ein Befreiungsversuch Juans misslingt zwar, aber die Gefangenen können einen Posten töten und seine Maschinenpistole in ihren Besitz bringen. Sie sind entschlossen, sich zu verteidigen.
ISABEL AUF DER TREPPE
1983 Hannelore Unterberg (69 min)
Rosita Perez und ihre zwölfjährige Tochter Isabel leben seit sechs Jahren in der DDR. Sie sind Emigranten aus Chile. Als sie kamen, hatten die Nachbarn Margot und Dieter Kunze die Patenschaft übernommen, doch die ist im Alltag längst eingeschlafen. Rosita hat Arbeit, auch Kontakt zu anderen Emigranten, aber sie fühlt sich einsam, ist bedrückt. Isabel sitzt oft auf der Treppe, aus Angst, der Briefträger könnte eine Todesnachricht vom Vater aus Chile bringen. Diese würde sie der Mutter nicht geben, um deren Kummer nicht noch zu vergrößern. Philipp, Sohn der Kunzes und mit Isabel befreundet, merkt, dass die beiden Probleme haben und Zuwendung brauchen. Als die Nachricht vom Tod des Vaters tatsächlich eintrifft und Rosita zusammenbricht, findet Isabel bei Philipp und seinen Eltern liebevolle Aufnahme.
Ort
Museo de la Memoria y los Derechos Humanos
Matucana 501
Santiago
Chile
Matucana 501
Santiago
Chile
Ort
Museo de la Memoria y los Derechos Humanos
Matucana 501
Santiago
Chile
Matucana 501
Santiago
Chile