In einem mehrjährigen künstlerischen Prozess haben sieben Komponist:innen aus den ehemaligen jugoslawischen Staaten die Balkan-Kriege und deren Nachwirkungen reflektiert. Entstanden sind neue Werke für Stimmen, Elektronik und Video, die Themen wie Nationalismus, Gewalt, Erinnerung, politische Narrative und den radikalen Optimismus einer Nachkriegsgeneration verhandeln. Die Neuen Vocalsolisten präsentieren diese Arbeiten in Konzerten, Workshops und Panels, die künstlerische, gesellschaftliche und historische Perspektiven miteinander verbinden.
Ziel
Ziel von BALKAN AFFAIRS ist es, zeitgenössische vokale Musik als Raum für Reflexion, Dialog und Perspektivwechsel erfahrbar zu machen. Das Projekt verbindet künstlerische Produktion mit Vermittlung, Austausch und öffentlicher Diskussion und richtet sich sowohl an Fachpublikum als auch an Studierende und eine interessierte Öffentlichkeit im westlichen Balkan.
Ablauf
Das Projekt umfasst Workshops zur zeitgenössischen Vokalmusik, Konzerte mit neuen Werken sowie öffentliche Panel‑Diskussionen. In Belgrad und Podgorica stehen Konzerte und Workshops im Mittelpunkt, ergänzt durch moderierte Gespräche mit Komponist:innen und Beteiligten. Weitere Stationen folgen im Herbst 2026 in Sarajevo und Skopje.
Zeitraum
Mai 2026 - Oktober 2026