Beyond the Cities
Künstlerkolonien im westlichen Balkan
Über das Projekt
Die SFR Jugoslawien unterhielt ab den 1950er Jahren ein elaboriertes staatliches Förderprogramm für Kultureinrichtungen – vor allem Residenzprogramme auf dem Land, die sog. „Künstlerkolonien“. Nach dem Zerfall des Landes blieben einige dieser Kolonien bestehen, zum Teil unabhängig, und zum Teil mit geringer öffentlicher Unterstützung.
Das Projekt „Beyond the Cities“ knüpft an diese Tradition an: Es revitalisiert bestehende Künstlerkolonien und ähnliche Initiativen in Serbien, Bosnien und Herzegowina sowie Nordmazedonien. Ziel ist ein verlässliches, staatlich unabhängiges Kulturpartnernetzwerk im Westbalkan, das den ländlichen Raum „jenseits der Städte“ stärkt und neue Möglichkeiten für transnationale Zusammenarbeit – auch mit den Goethe-Instituten – eröffnet.
Ziele
- Netzwerkaufbau durch Bestandserhebung, Bedarfsanalyse und kollaborativen Kapazitätsaufbau
- Stärkung der Zusammenarbeit innerhalb des Netzwerks durch digitale Kommunikationsplattform, praxisorientierte „How-to“-Guides, langfristige Planungskoordination und regelmäßige Vernetzungsroutinen
- Kooperation mit den Goethe-Instituten vor Ort durch verbindliche Vereinbarungen, ein gemeinsames Handlungsgremium sowie abgestimmte Planungs- und Vernetzungsprozesse
- Sicherstellen der nachhaltigen Förderung von Infrastruktur und Strukturen für Kulturorganisationen in kulturell unterversorgten ländlichen Regionen, auch über die Projektlaufzeit hinaus
Zeitraum
2026-2028Projektphasen
Recherche zu aktiven ehemaligen Künstlerkolonien in Serbien, Bosnien und Herzegowina sowie Nordmazedonien (100-150 Einrichtungen)
Analyse der personellen, technischen, finanziellen und organisatorischen Kapazitäten von 20-30 ausgewählten Kolonien, Erstellung aktueller Aktivitätsprofile und Ermittlung von Optimierungspotenzialen im Management
Stärkung von 15-20 Künstlerkolonien durch Austausch, internationale Mobilität, Workshops und Mentorenresidenzen
Aufbau nachhaltiger Strukturen für die kontinuierliche Zusammenarbeit zwischen Künstlerkolonien in Bosnien und Herzegowina, Nordmazedonien und Serbien
Umfassende „Kartierung” des Bestands, abrufbar über eine interaktive digitale Karte
Maßgeschneiderter Handlungsplan, Entwicklung bedarfsorientierter Schulungsprogramme, Mentorenleitfaden
15-20 zuverlässig funktionierende Kulturpartner im Westbalkan, ggfs. digitales Handbuch als Grundlage für den weiteren Kapazitätsaufbau
Netzwerk resilienter Kulturpartner als „community of practice“, untereinander verbunden durch eine gemeinsame Kommunikationsplattform, Projektkooperationen, künstlerische Austauschprogramme, Verbindungen zu deutschen und europäischen Künstlerresidenzen