Merlinka: Festival 13.

Filmfestival

  • Haus der Jugend Belgrad, Belgrad

  • Sprache Deutsch mit serbischen Untertiteln

Trans © Merlinka Festival

Im Rahmen des diesjährigen Merlinka-Festivals werden zwei deutsche Filme gezeigt.
 
Trans – I Got Life

11.12.2021 um 19:30 Uhr
Haus der Jugend, Belgrad – Saal Americana


Regisseurinnen: Doris Metz, Imogen Kimmel
Herkunftsland: Deutschland
Dauer: 95 Minuten
Dokumentarfilm


„Trans ist kein Fluch, sondern ein Weg.“ Der Film TRANS I Got Life bietet selten gezeigte Einblicke in das oft zerrissene Lebensgefühl von Trans-Menschen und die komplexen psychologischen, hormonellen und oft auch chirurgischen Aspekte ihrer Transition. Die Regisseurinnen Imogen Kimmel und Doris Metz haben das Vertrauen von sieben Menschen gewonnen, die sich entschieden haben, ihren eigenen Weg zu gehen. Auf der Grundlage ihrer Geschichten erörtert der Film das breite Spektrum der Transidentität. TRANS I Got Life ist eine sinnliche Reise in die Zwischenwelten jenseits fester Geschlechternormen, in intime Lebensräume und in den Operationssaal, der zum Kreißsaal für eine zweite Geburt wird. Mit einer subtilen und vielschichtigen Herangehensweise transportiert der Film die Trans-Erfahrung auch auf einer einzigartigen Bild- und Tonebene. Der Dokumentarfilm ist ein starkes Plädoyer dafür, dass wir Menschen uns nicht länger über die 0,3 Prozent unserer DNA definieren, die die Unterschiede ausmacht, sondern über die 99,7 Prozent, die uns verbinden. Gleichzeitig eröffnet der Film die gesellschaftliche Debatte über eine Welt, in der Geschlecht nicht mehr schwarz-weiß definiert, sondern als fließend verstanden wird. TRANS I Got Life betrifft und berührt jeden, der in dieser Welt lebt. Willkommen im 21. Jahrhundert!

 
Seyran Ateş: Sex, Revolution und Islam

12.12.2021 um 19:30 Uhr

Haus der Jugend, Belgrad – Kleiner Klub

Regisseurin: Nefise Özkal Lorentzen
Herkunftsland: Norwegen, Deutschland
Dauer: 81 Minuten
Dokumentarfilm


In den 1960er Jahren setzten sich die Hippies für die Idee einer sexuellen Revolution ein. Niemand verhängte Fatwas gegen sie, noch brauchten sie Leibwächter. Heute kämpft Seyran Ateş - eine türkisch-deutsche Juristin, Feministin und eine der ersten Imaminnen in Europa - für eine sexuelle Revolution im Islam. Im Gegenzug wird sie angeschossen, mit Fatwas belegt, erhält Morddrohungen und muss nun unter ständigem Polizeischutz leben. Seyran glaubt, dass der einzige Weg, den radikalen Islam zu bekämpfen, der Islam ist. Deshalb gibt es in ihrer liberalen Moschee keine Geschlechtertrennung oder Ausgrenzung aufgrund der sexuellen Orientierung. Dies ist die Geschichte von Seyrans persönlichem und ideologischem Kampf für die Modernisierung des Islam. Ihr Streben nach Veränderung führt sie auf eine Reise um die Welt, auf der sie verschiedenen Menschen begegnet, die durch ihren Glauben miteinander verbunden sind, von Sexarbeiterinnen in einem deutschen Bordell bis hin zu uigurischen LGBTQ-Jugendlichen und traditionellen weiblichen Imaminnen in China. Es ist auch eine Reise durch Seyrans Leben, von ihren bescheidenen Anfängen als muslimisches Mädchen in türkischen Slums bis hin zu einer weiblichen Führungspersönlichkeit, die es wagt, ihre eigene Religion in Frage zu stellen. Seyran rebelliert gegen Extremismus und Hass im Namen von Frieden und Liebe.