Adrienn Újházi: Memento
Schaufensterausstellung|Galerie „Wechselstube“
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Goethe-Institut Belgrad, Bibliothek, Beograd
In ihrer Arbeit erforscht und verwendet sie natürliche Materialien, wobei sie sich auf die Transformation gezüchteter und pflanzlicher Substanzen fokussiert. Diese Materialien gehen über eine rein ästhetische Funktion hinaus und werden zu Trägern von Informationen über die Umwelt und die komplexen Prozesse, die sie formen.
Das Projekt MEMENTO ist Teil einer langfristigen Forschung und fungiert als visuelle Dokumentation der Entwicklung lebender Materialien, ergänzt durch Prototypen und kleinere Objekte. Durch die zeitliche Beobachtung der Prozesse offenbart die Arbeit deren transformative und dynamische Eigenschaften, insbesondere durch den Einsatz des Biomaterials „SCOBY“ (bakterielle Zellulose), und bietet einen spezifischen Einblick in natürliche Abläufe, ihre Fragilität und das sich wandelnde Umfeld.
Im Rahmen des Themas Biophilie regt Adrienns Praxis dazu an, über die komplexen Netzwerke des Lebens nachzudenken, das Potenzial unkonventioneller Materialien zu erforschen und die Beziehung zwischen Menschen, Natur und der Wahrnehmung der uns umgebenden Welt zu vertiefen.
Über die Künstlerin
Adrienn Újházi
Adrienn Újházi (RS/HU) ist bildende Künstlerin aus Novi Sad. In ihrer Arbeit verbindet sie Bio-Kunst, ökologische Ansätze und experimentelle Materialsysteme, mit dem Fokus auf mikrobielle Prozesse und nachhaltige Biomaterialien. Mit eigens entwickelten Methoden schafft sie Installationen und Objekte, die nicht nur ästhetische Formen sind, sondern zugleich lebendige Forschungsprozesse darstellen.
Adrienn hat 2018 ihr Studium und 2020 ihren Master in Malerei an der Akademie der Künste in Novi Sad abgeschlossen. Seit 2021 arbeitet sie als freischaffende Künstlerin. Adrienn ist aktiv in der zeitgenössischen und experimentellen Kunstszene, sowohl durch eigene Projekte als auch durch Kooperationen mit Kolleg*innen, Organisationen und Institutionen. Ihre Arbeiten wurden bereits in zahlreichen Ländern gezeigt, darunter Belgien, Großbritannien, Spanien, die Niederlande, Slowenien, Österreich, Russland, Kasachstan und die Türkei. Für ihr Schaffen erhielt sie verschiedene Preise, Stipendien und Auszeichnungen. Sie ist Mitglied der Organisationen Šok Zadruga (MMC LED ART), ReAktor, SKUP und SULUV.
Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf der Entwicklung interdisziplinärer Projekte und Plattformen. So war sie künstlerische Leiterin der Projekte BIOFABRIKA (2022), BIOKOD (2023) sowie des internationalen Projekts BIO AWAKING (2023–2025), das im Rahmen des Programms Creative Europe von der Organisation ReAktor realisiert wird.
Ort
Knez Mihailova 50
11000 Beograd
Serbien