Digitaler Dialog: Städel und Kumu
Ausstellung
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Kumu Kunstmuseum, Tallinn
Mit der Ausstellung „Digitaler Dialog“ besucht eines der ältesten und wichtigsten Kunstmuseen, das über 200 Jahre alte Frankfurter Städel für einen Monat das gerade zehn Jahre alt gewordene Kumu.
Das 200 Jahre alte Städel in Frankfurt ist eines der vorbildlichsten Museen auf dem Gebiet der Digitalisierung des kulturellen Erbes nicht nur in Deutschland sondern in ganz Europa. Der Betrachter kann sich über eine Beschäftigung mit der digitalen Sammlung auf seinen Besuch vorbereiten oder nach dem Besuch einer Ausstellung weitere Informationen zum Gesehenen finden. Die digitale Sammlung bietet unzählige Verknüpfungen zwischen unterschiedlichen Werken und ein vollkommen neuartiges Kunsterlebnis.
Max Hollein, der innovativste Museumsdirektor Deutschlands, welcher außer dem Städel noch die Frankfurter Kunsthalle Schirn und Liebieghaus leitet, sagt hierzu: „Ein Museum ist nicht nur der physische Ort, wo Kunst aufbewahrt und ausgestellt wird, wir haben einen Bildungsauftrag. Daher arbeiten wir vor allem an der digitalen Erweiterung. Das bedeutet aber nicht, dass die Galerieräume mit Monitoren und Elektronik vollgestopft sind. In 20 Jahren wird das Museum noch weit mehr dieser andere Ort sein, wo der Mensch gegenüber der Multimedialität des Alltags, der rasenden Geschwindigkeit der Informationsverarbeitung, zur Ruhe kommt.“
Im Rahmen des Deutschen Frühlings trifft der Besucher des Kumu auf sechs Exponate von Dauerausstellungen mit „digitalen Eingriffen“ – das Städel tritt in einen virtuellen Dialog mit ausgewählten Werken der Kumu-Dauerausstellung „Schatzkammer. Estnische Kunst vom 18. Jahrhundert bis 1944“ und zeigt sich als vielfältig digitalisiertes Museum. Außer mit der Erforschung der ausgewählten Werke kann man über YouTube den hochwertigen „Kunstkanal“ des Städels kennenlernen. Eine neues vom Städel geschaffenes Format ist die so genannte Talk-Show, bei der die Rolle der Studiogäste von berühmten Gemälden aus dem Städel übernommen wird, die sich zu bestimmten Themen austauschen. Die Besucher des Kumu treffen auf die „digitalen Eingriffe“ sozusagen an Haltepunkten in der Dauerausstellung estnischer Kunst, wo mittels zweier Tablets zwischen den Werken ein digitaler Dialog geschaffen wird.
Links zum Thema
Ort
Kumu Kunstmuseum
Weizenbergi 34/Valge 1
Tallinn
Estland
Weizenbergi 34/Valge 1
Tallinn
Estland
Ort
Kumu Kunstmuseum
Weizenbergi 34/Valge 1
Tallinn
Estland
Weizenbergi 34/Valge 1
Tallinn
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