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17:00–20:00 Uhr

Saksa Kino: Futur drei

Spielfilm| Queer und nicht von hier

Drei junge Erwachsene sitzen nebeneinander im hohen Gras und essen Früchte. © m-appeal

Drei junge Erwachsene sitzen nebeneinander im hohen Gras und essen Früchte. © m-appeal

Im Anschluss an den Film findet ein Podiumsgespräch statt.

Deutschland 2020 | 92 Min.
Regie: Faraz Shariat
Besetzung: Benjamin Radjaipour, Banafshe Hourmazdi, Eidin Jalali, Jürgen Vogel


Zwischen Dachgeschosszimmer im elterlichen Reihenhaus, Grindr-Dates und Raves bewegt sich das Leben von Parvis, dessen Eltern einst aus dem Iran nach Deutschland migriert waren. Nach einem Ladendiebstahl wird er zu Sozialstunden als Übersetzer in einem Flüchtlingsheim verurteilt, wo er ein aus dem Iran geflohenes Geschwisterpaar kennenlernt. Es wird ein Sommer der Liebe und durchtanzter Nächte, der Unbeschwertheit des Augenblicks und des prekären Aufenthaltsstatus. Dem in Deutschland geborenen Parvis werden unterschiedliche Migrationsgeschichten bewusst, die ihm die verdrängte eigene Fremdheit spüren lassen, ihn aber auch näher an den Erfahrungshorizont seiner Eltern heranrücken.

Das Gespräch im Anschluss an den Film steht im Zeichen der Erfahrungen queerer Geflüchteter, die mit Mehrfachdiskriminierung umgehen müssen – Migration, kulturelle Entwurzelung und sexuelle Identität. Hinzukommet der Umgang mit oft unsichtbaren Hürden im ambivalenten und komplexen Integrationsprozesses in die Gesellschaft.

Paul Joosep Vahtra ist Mitbegründer und Projektleiter des Estnischen Transgender-Verbandes. Im vergangenen Jahr arbeitete er an einem Projekt mit transgeschlechtlichen Asylsuchenden. Er interessiert sich seit Langem für Film und Medien.

Mari-Liis Sepper leitet das Zentrum für Gender Studies „Dike“. Sie engagiert sich seit über 20 Jahren im Bereich Menschenrechte und Gleichstellung im öffentlichen und privaten Sektor.

Die Moderatorin Selma Şirin Hatinoğlu ist eine Dokumentarfilmerin und queer-feministische Aktivistin aus Tallinn. In ihren dokumentarischen Geschichten erforscht sie Themen wie Identität, Erinnerung und Zugehörigkeit.
 
Die Filmreihe ist Teil des Programmes „Ministerium für Neugier“,
 
Hinweise zur Barrierefreiheit:

Vor Ort: Das Kino Artis befindet sich im zweiten Stock des Einkaufszentrums Solaris in Tallinn, der Eingang ist über die Rävala Pst. zu erreichen. Es gibt einen Aufzug. Im Kinosaal befinden sich zwei Rollstuhlplätze, die beim Ticketerwerb online ausgewählt werden können.

Anfahrt: Die Bushaltestelle „Estonia“ befindet sich direkt neben dem Solaris-Zentrum (Buslinien 2, 3, 9, 11, 15, 16, 22, 23, 24, 31, 35, 40, 42, 46, 54, 55, 67; Trollibuss 1 und 3). Die Einfahrt zum Parkhaus des Solaris-Zentrums befindet sich in der Sakala-Straße. Wir empfehlen, einen Parkplatz auf der Seite der Rävala Pst. zu wählen, von wo aus Sie mit dem Aufzug direkt ins Kinofoyer gelangen. (Um eine Ermäßigung für das Parken zu erhalten, validieren Sie Ihr Parkticket am Ende des Films am Entwerter im Kinofoyer).