Die ganze Welt ein Bauhaus

Ausstellung|Bauhaus in acht Kapiteln

  • Estnisches Museum für Angewandte Kunst und Design, Tallinn

  • Sprache Estnisch und Englisch
  • Preis 5-9 €, Gemeinschaftsticket 18 € (1-2 Erwachsene mit Kindern unter 18 Jahren)

Überschrift „Kogu maailm on Bauhaus“ mit künstlerisch gestalteten schwarze Buchstaben auf weißen Hintergrund © ifa

Überschrift „Kogu maailm on Bauhaus“ mit künstlerisch gestalteten schwarze Buchstaben auf weißen Hintergrund © ifa

Die große Ausstellung zum Bauhaus bietet dem estnischen Publikum erstmals einen detailreichen Überblick über die wohl legendärste und einflussreichste Kunst-, Architektur- und Designschule.

„Die ganze Welt ein Bauhaus“ zeigt in acht Themenbereichen vielfältige, spannende und überraschende Einblicke in das Schaffen und Leben an einer der bedeutendsten Kunstschulen des 20. Jahrhunderts: dem 1919 in Weimar gegründeten Bauhaus. Es zog 1926 nach Dessau und – nachdem die Nationalsozialisten dort den Weiterbetrieb unmöglich machten – 1932 nach Berlin, wo das Institut schließlich 1933 endgültig seine Türen schloss. Diese Schau lädt anhand von Fotos, Arbeiten auf Papier, Modellen, Dokumenten, Filmen, Texten und Objekten ein zu entdecken, wie umfassend und unterschiedlich die Konzepte und Lösungen des Bauhauses für eine zeitgemäße, moderne Gestaltung von Architektur, Gegenständen des Alltags, der Malerei und Bühnenkunst, bis hin zu pädagogischen Modellen, waren. Stets auch mit dem Ziel, für den Menschen und seine Umwelt angemessene, bessere Lebensbedingungen zu schaffen.

Das Bauhaus war in den 14 Jahren seines Bestehens eine sich stetig neu erfindende Institution. Denn ihre Ausrichtung wurde von ihren drei Direktoren, den Architekten Walter Gropius, Hannes Meyer und Ludwig Mies van der Rohe sowie den Bauhausmeistern und den Studierenden immer wieder sehr lebendig und nicht ohne Streitigkeiten besprochen und definiert. Nicht nur am Bauhaus, auch außerhalb des Bauhauses wurde über seine Aufgabe und Bedeutung stets kontrovers diskutiert – bis heute.

Kurator der Ausstellung ist Boris Friedewald.

Der Ausstellungstitel „Die ganze Welt ein Bauhaus“ geht auf ein Zitat von Fritz Kuhr aus dem Jahr 1928 zurück. Er war von 1923 bis 1927 Student am Bauhaus, Mitarbeiter in der Werkstatt für Wandmalerei von 1928 bis 1929 und unterrichtete anschließend bis 1930 Zeichnen am Bauhaus.

Die Filmreihe ist Teil des Programmes „Ministerium für Neugier“.
 
Hinweise zur Barrierefreiheit:

Leider gibt es im Museum keinen Aufzug und es ist nicht möglich, sich mit einem Rollstuhl zwischen den verschiedenen Etagen zu bewegen. Im Ausstellungsbereich im Erdgeschoss (wo sich auch die Bauhaus-Ausstellung befindet) kann man sich mit einem Rollstuhl fortbewegen. Die Museumsmitarbeiter*innen helfen hierbei.

Fragen zur Barrierefreiheit: +372 5645 4945 oder markus.koecher@goethe.de