Ralf Rothmann – Im Frühling sterben

Ralf Rothmann © Heike Steinweg

Do, 09.05.2019

Okupatsioonide ja Vabaduse Muuseum Vabamu

Toompea 8
Tallinn

Lesung und Gespräch mit Ralf Rothmann

Moderation: Aija Sakova

Walter Urban und Friedrich „Fiete" Caroli, zwei siebzehnjährige Melker aus Norddeutschland, werden im Februar 1945 zwangsrekrutiert. Während man Walter als Fahrer in der Versorgungseinheit der Waffen-SS einsetzt, muss Fiete an die Front. Er desertiert, wird gefasst und zum Tod verurteilt, und Walter, dessen zynischer Vorgesetzter nicht mit sich reden lässt, steht plötzlich mit dem Karabiner im Anschlag vor seinem besten Freund.

In seinem herausragenden Roman Im Frühling sterben erzählt Rothmann vom letzten Kriegsfrühjahr in Ungarn. In eindringlichen Bildern und mit einem präzisen Blick für soziale Milieus schildert er das Drama seiner Vätergeneration, ohne zu beschönigen oder einseitig zu verurteilen und zieht so den Leser direkt ins Geschehen.

Der Roman wurde bereits in mehrere Sprachen übersetzt. Im Jahre 2015 erschien die estnische Übersetzung Surra kevadel von Mati Sirkel im Verlag Hea Lugu.

Die deutsche und estnische Ausgabe können im Rahmen der Veranstaltung käuflich erworben werden.
 
Ralf Rothmann, geboren 1953 in Schleswig, aufgewachsen im Ruhrgebiet, lebt seit 1976 in Berlin. Er veröffentlichte bereits mehrere Romane, Erzählungen und Gedichte. Sein Werk wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Max-Frisch-, dem Heinrich-Böll- und dem Friedrich-Hölderlin-Preis sowie dem Uwe-Johnson-Preis.
 

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