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19:00–20:30 Uhr
Erika und Klaus Mann im Spanischen Bürgerkrieg
Buchpräsentation und Gespräch|Chronik einer Reise im Jahr 1938
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Goethe-Institut Madrid, Madrid
- Sprache Spanisch
- Preis Eintritt frei
- Teil der Reihe: 150 Jahre Thomas Mann
Aus diesem Aufenthalt und ihren Gesprächen mit Soldaten, Schriftsteller*innen, Müttern und Kindern entstanden diese Chroniken, die unter vom Verlag Edhasa mit dem Titel El milagro de España ("Das Wunder von Spanien") gesammelt und von Edhasa Verlag erstmals auf Spanisch erschienen. Die Ausgabe und das Vorwort stammen von Ana Pérez López, Germanistin und Spezialistin für Exilliteratur und die internationale Dimension des spanischen Bürgerkriegs, die anspruchsvolle Übersetzung von Isabel García Adánez und Carlos Fortea. Die drei Experten zu deutscher Literatur und Kultur präsentieren und kommentieren das Buch.
Ein großer Dank für die Unterstützung geht an den Freundeskreis Asociación AMIGOS Goethe-Institut España, insbesondere an seine Mitglieder:
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Bios
Erika Julia Hedwig Mann (*1905 München - 1969 Zürich) war Schauspielerin, Kabarettistin, Schriftstellerin und Lektorin. Sie gründete 1933 das politische Kabarett Die Pfeffermühle und arbeitete mit Vorträgen – als Schriftstellerin und Journalistin auch nach ihrer Emigration in die Vereinigten Staaten– gegen den Nationalsozialismus. Neben ihrer Tätigkeit als Nachlassverwalterin ihres Vaters Thomas sowie ihres Bruders Klaus Mann hat sie ein umfangreiches Werk aus politischen Essays, Reportagen, Reiseberichten und Kinderbüchern hinterlassen.
Klaus Heinrich Thomas Mann (1906 München - 1949 Cannes) war Schriftsteller. Der älteste Sohn von Thomas Mann begann seine literarische Laufbahn in der Zeit der Weimarer Republik als Außenseiter, da er in seinem frühen Werk Themen verarbeitete, die zur damaligen Zeit als Tabubruch galten. Nach seiner Emigration aus Deutschland im Jahr 1933 aufgrund der NS-Machtübernahme folgte eine wesentliche Neuorientierung in der Thematik seiner Werke: Klaus Mann wurde zum kämpferischen Literaten gegen den Nationalsozialismus. Als Exilant nahm er 1943 die amerikanische Staatsbürgerschaft an. Die Neuentdeckung des Werkes von Klaus Mann in Deutschland fand erst viele Jahre nach seinem Tod statt. Er gilt heute als einer der wichtigsten Repräsentanten der deutschsprachigen Exilliteratur nach 1933.
Carlos Fortea wurde 1963 in Madrid geboren. Doktor der Germanistik an der Universität Complutense in Madrid, Professor für Übersetzung und Dolmetschen und Autor mehrerer Romane und eines Essays. Als literarischer Übersetzer hat er mehr als hundert Bücher veröffentlicht, darunter Werke von Thomas Mann, Thomas Bernhard, Günter Grass, Stefan Zweig, Alfred Döblin, E.T.A. Hoffmann und Eduard von Keyserling. Carlos Fortea hat zahlreiche Auszeichnungen für seine Arbeit als Übersetzer erhalten, darunter den Nationalpreis für die beste Übersetzung 2023.
Isabel García Adánez hat Germanistik und Hispanistik studiert und in Deutscher Philologie promoviert. Sie ist Professorin für deutsche Philologie an der Fakultät für deutsche und slawische Philologie der Universität Complutense Madrid. Zu ihren Übersetzungen zählen zahlreiche deutsche Klassiker und Zeitgenossen, darunter Johann Wolfgang Goethe, Heinrich Heine, Theodor Fontane, Arthur Schnitzler, Joseph Roth, Klaus Mann, Thomas Mann, Robert Walser, Ingeborg Bachmann, Peter Handke, Daniel Kehlmann, Christian Kracht und Herta Müller. Im Jahr 2006 erhielt García Adánez den 1. Esther-Benítez-Preis für die beste Übersetzung des Jahres für La montaña mágica von Thomas Mann; im Jahr 2020 den Nationalen Übersetzerpreis für Siempre la misma nieve y siempre el mismo tío von Herta Müller.
Ana Pérez López ist emeritierte Professorin an der Universität Complutense Madrid. Sie forscht zur deutschen Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts und zur interkulturellen Literatur. In Bezug auf das 19. Jahrhundert sind ihre Ausgaben von Theodor Fontane, Heinrich Heine, E.T.A. Hoffmann und Heinrich von Kleist bemerkenswert. Zur Literatur des 20. Jahrhunderts veröffentlichte sie unter anderem El Exilio alemán (1933-1945). Textos literarios y políticos (2008), Ernst Toller entre la II República y la guerra civil española (2019), Más allá de la frontera: cinco voces para Europa (2007) und Interculturalidad y creación artística. Espacios poéticos para una nueva Europa (2009).