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19:00 Uhr

2038 - Here is how

Filmvorführung|Christopher Roth | 2021 | 108 Min.

Person mit lockigem Haar, die in einem rosa gefärbten Licht sitzt. Über das Bild ist in großen, kräftigen, pinkfarbenen Buchstaben der Text „pink air“ geschrieben. ©

Person mit lockigem Haar, die in einem rosa gefärbten Licht sitzt. Über das Bild ist in großen, kräftigen, pinkfarbenen Buchstaben der Text „pink air“ geschrieben. ©

Ein fiktiver Dokumentarfilm sendet uns eine Botschaft aus der Zukunft. Diese audiovisuelle Flaschenpost aus dem Jahr 2038 gleicht einer Gebrauchsanweisung: In einem Vierteljahrhundert haben wir die großen Krisen des Planeten überwunden. Es war ein harter Kampf, doch wir haben ihn gewonnen.
Doch können – oder wollen – wir es uns leisten, optimistisch in die Zukunft zu blicken, sagen wir bis 2038? Die Antwort hängt davon ab, aus welcher Perspektive man schaut: blicken wir nach vorn oder zurück – auf die Gegenwart, die Ära der 2020er Jahre?
Um das Jahr 2038 überhaupt zu erreichen, gilt es, entscheidende Weichen zu stellen: die Kluft zwischen Arm und Reich zu überwinden, Privateigentum an Land abzuschaffen, den Technologiemonopolen ihre Macht zu entziehen und uns klarzumachen, dass wir Teil eines Systems sind – nicht bloß pawlowsche Ego-Shooter. Kann man mit weniger auskommen? Leider nein. Denn die Menschheit muss sich entscheiden: Will sie Teil des Problems unseres Planeten sein – oder Teil seiner Lösung?
Dies sind keine utopischen Träumereien, sondern drängende Fragen, die im Hier und Jetzt beantwortet werden müssen. Von ihnen hängt ab, wie Städte, Ökosysteme und Gesellschaften der Zukunft aussehen und funktionieren werden. Diese Arbeit könnte einmal als historischer Wendepunkt gelten: entweder als Vorwegnahme eines neuen politischen Optimismus oder als Erinnerung an jenen Moment, in dem die richtigen Entscheidungen noch möglich gewesen wären.

„Christopher Roth […] legt sich in seiner Arbeit nicht auf ein Medium fest. Als bildender Künstler denkt er über Geschichte, Philosophie und Utopie ebenso nach wie als Regisseur und Theatermacher, Herausgeber und Autor."
J.O.: Der Tagesspiegel. 30. Januar 2016

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