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19:00 Uhr

Shahid

Filmvorführung|Narges Kalhor | 2024 | 84 Min. | Publikumsgespräch mit der Regisseurin am 4. November

Eine Frau in roter Jacke und gelber Mütze geht an einer Gruppe von Männern in schwarzen Gewändern vorbei, die theatralisch gestikulieren und Fahrräder tragen. © Leonie Huber

Eine Frau in roter Jacke und gelber Mütze geht an einer Gruppe von Männern in schwarzen Gewändern vorbei, die theatralisch gestikulieren und Fahrräder tragen. © Leonie Huber

Die iranischstämmige Regisseurin Narges Kalhor kämpft in Deutschland darum, ihren zweiten Nachnamen »Shahid« – Märtyrer – abzulegen. Ihr Film ist ein genreübergreifendes Hybridwerk aus Dokumentarischem, Fiktion, Musical und Theater. Mit tragikomischem Ton verhandelt Kalhor Fragen von Identität, Zugehörigkeit und Selbstermächtigung – und reflektiert zugleich das Filmemachen selbst. Shahid ist ein radikal subjektiver, formal freier und mutiger Beitrag zum politischen Kino: flirrend, fordernd, voller Widersprüche – und gerade darin kraftvoll.

Drehbuch: Narges Kalhor, Aydin Alinejadsomeeh
Produktion: Michael Kalb
Musik: Marja Burchard
Kamera: Felix Pflieger
Schnitt: Narges Kalhor, Frank J. Müller
Besetzung: 
Baharak Abdolifard: Narges
Nima Nazarinia: Urgroßvater
Thomas Sprekelsen: Psychotherapeut Stefan Ribbentrop
Carine Huber: KVR-Beamtin
Saleh Rozati: Pardeh Khani
Antonia Meier: Kostümbildnerin Julia
Lilli Pongratz: Tonfrau
Armin Makumbo: Straßenkehrer
Thomas Hupfer: Postbote
Rakim Hazaz: Daniel
Nina Wesemann: 1. Mullah




 

Narges Kalhor

Narges Kalhor (geb. 1984 in Teheran, lebt in München) ist eine preisgekrönte iranisch-deutsche Regisseurin, Videokünstlerin und Cutterin. Ihre Arbeiten bewegen sich zwischen Dokumentarfilm, experimenteller Kunst und Fiktion und beschäftigen sich häufig mit Themen wie Exil, Identität, feministischen Perspektiven und politischem Widerstand. Während ihres Studiums an der Filmakademie Teheran wurde sie von bekannten Filmemachern wie Abbas Kiarostami betreut. 2009 beantragte sie während eines Besuchs in Deutschland politisches Asyl, was internationale Aufmerksamkeit erregte, da sie die Tochter des höchsten Kulturberaters des damaligen iranischen Präsidenten Ahmadinedschad ist. Nachdem ihr Antrag angenommen worden war, studierte sie an der Hochschule für Fernsehen und Film München. Ihr Abschlussfilm „In the Name of Scheherazade or the First Beer Garden in Tehran” wurde 2019 beim DOK Leipzig Filmfestival mit dem Goethe-Institut-Preis für den besten Dokumentarfilm ausgezeichnet.

Ihr neuester Film, SHAHID, feierte auf der Berlinale 2024 Premiere und gewann sowohl den Caligari Film Award als auch den CICAE Arthouse Cinema Award. Kalhor dreht weiterhin zum Nachdenken anregende, preisgekrönte Filme, die international gezeigt werden. Mit ihrem neuen Projekt THE INVERTED WELL ist sie Teil des International Co-Marketing-Programms der Berlinale 2025.
 

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