Freitag, 28.11.2025 l 18:00 + 19:00 Uhr
FLIPAS | Oumoukala Sow Cisse / Silvia Torres
Hör-Session|Labor für urbane Kulturen VIII - Programm SGAE-FLIPAS 2025
-
Museo Nacional del Prado - Madrid, Madrid
- Preis Eintritt frei - mit Reservierung
- Teil der Reihe: FLIPAS 2025
Sessions:
18:00 Uhr – Oumoukala Sow Cisse
19:00 Uhr - Silvia Torres
Die Hör-Sessions, die am 24. Oktober und am 21. und 28. November im Prado-Museum stattfinden, sind Teil eines speziellen Programms, das im Rahmen von Flipas 2025 mit Unterstützung der Stiftung SGAE entwickelt wurde.
Die eingeladenen Künstler:innen repräsentieren verschiedene Ausdrucksformen der urbanen Musik und haben vor ihrem Auftritt im Museum bereits mit verschiedenen Kollektiven zusammengearbeitet. Dank der Unterstützung der Stiftung SGAE und des Prado-Museums bietet diese Reihe einen Raum, in dem verschiedene Sensibilitäten und Ansätze rund um die Produktion, Veröffentlichung und Konzeption des Klanguniversums zusammenfließen.
So entsteht eine Schnittstelle verschiedener Perspektiven aus unterschiedlichen Laufbahnen und Kontexten, die ein gemeinsames Ziel verfolgen: das Experimentieren und den Dialog mit der Stadt und ihren vielfältigen Realitäten.
Eingeladene Künstlerinnen
-
Oumoukala Sow Cisse
Sie bewegt sich zwischen künstlerischer Vermittlung, Klangexperimenten und der Schaffung von Räumen, in denen Intimität, Erinnerung und Dissidenz frei existieren können. Mit ihrem Kollektiv In The Wake untersucht sie, wie aktives Zuhören und Alltagsgeräusche zu Werkzeugen der Fürsorge, Archivierung und sozialen Transformation werden können.
Sie hat Projekte wie SON.NIDOS in Matadero Madrid entwickelt, wo sie Begegnungen aus der Pause, der Verletzlichkeit und dem Verlangen heraus erarbeitete.
Ihre Arbeit beschränkt sich nicht auf den institutionellen Raum; sie arbeitet mit Gemeinschaftsräumen zusammen und fördert kollektive Prozesse durch Zuhören, Performance und Fürsorge. Sie betrachtet das Künstlerische als eine alltägliche und transformative Praxis. Ihre Erfahrung als Frau, die aufgrund ihrer Hautfarbe diskriminiert wird, prägt ihre Art zu schaffen und positioniert die Kunst als Widerstand gegen Systeme, die Stimmen unsichtbar machen.
Sie studierte drei Jahre Anthropologie, was ihren kritischen Blick auf die sozialen, kulturellen und politischen Kontexte, die die Kunst durchziehen, geschärft hat.
Derzeit arbeitet sie mit Espacio Afro zusammen, einer Plattform für afrodiasporisches Denken und Schaffen in Madrid. Von dort aus treiben sie Prozesse voran, in denen afro-stämmige Identitäten im Mittelpunkt stehen und antirassistische, kollektive und situative Praktiken aufgebaut werden.
Für sie ist künstlerische Vermittlung eine politische Praxis, die Erinnerung, Gemeinschaft und Transformation miteinander verbindet. -
Silvia Torres
Nur wenige Persönlichkeiten haben in der Madrider Elektronikszene so viel Aufsehen erregt wie Silvia Torres. Als Percussionistin vor ihrer DJ-Karriere bewegt sich ihr Ansatz zur Elektronik zwischen Genres und Emotionen, wobei jedoch stets die Vielfalt der Rhythmen und das Experimentieren im Vordergrund stehen.
Ihre erste große Chance kam mit ihrer Teilnahme an Sync! und CRUDO, beides renommierte Veranstaltungen in der Hauptstadt. Seitdem ist sie unaufhaltsam: Silvia hat in Clubs wie Siroco, Cadavra oder Laut und auf Festivals wie DEM oder Feudal Fest gespielt, um nur einige zu nennen. Als Mitbegründerin von CROSSROADS zusammen mit Pedro Ribeira und der Plattform Wheels reicht ihre Klangpalette von Techno, UK Bass oder Electro mit IDM-Einflüssen bis hin zu Ausflügen in Ghetto und UKG, je nach Kontext und der Tanzfläche, die sie vor sich hat. Eine Künstlerin, die sich Labeln widersetzt und gleichzeitig weiterhin ihren Beitrag zur Underground-Szene der Hauptstadt leistet.