FLIPAS | Al'Akhawat
Workshop + Präsentation |Labor für urbane Kulturen VIII - Fotografie
-
Casa San Cristóbal de Fundación Montemadrid, Madrid
- Teil der Reihe: FLIPAS 2025
Der Workshop mit Jugendlichen aus San Cristóbal ist als ein Raum für kreatives Schaffen von Kindern und Jugendlicen konzipiert, wobei die analoge Fotografie als Werkzeug dienen wird. Das Angebot richtet sich an ein junges Publikum, das die Beziehung zwischen Bild und mündlicher Überlieferung als Träger von Identität und persönlicher Erzählung erforschen wird.
Die Arbeitsweise ist dabei praxisorientiert: Jeder Teilnehmer erhält zu Beginn des Workshops eine analoge Einwegkamera. Im Laufe der Wochen werden Bilder aufgenommen, die nicht nur als visuelle Aufzeichnung dienen, sondern auch Erinnerungen wecken.
Die Präsenzveranstaltungen bestehen darin, über die Bilder und deren Moment der Aufnahme zu erzählen. Sowohl Motive als auch Anekdoten oder Emotionen werden in einem Audio-Dokument festgehalten, wodurch auch gleichzeitig ein Tonarchiv entsteht. Ziel dieser Methodik ist es, einen Dialog zwischen der Erinnerung und dem aufgenommenen Bild herzustellen.
Am Ende des Workshops werden die interessantesten Bilder ausgewählt, um
sie in Klangpostkarten (wie Geburtstagskarten) zu verwandeln, bei denen man beim Öffnen die während der Sitzungen aufgenommene Stimme des Teilnehmers hört, der erzählt, woran er sich bei diesem Bild erinnert, sodass das Publikum die ursprüngliche Erfahrung sehen und nachempfinden kann.
Das Projekt umfasst mehrere Sitzungen, die auf monatliche Treffen verteilt sind.
Im Januar 2026 wird eine visuelle und akustische Karte präsentiert, um die Perspektiven und Stimmen der Jugendlichen von San Cristóbal sichtbar zu machen.
Eingeladenes Kollektiv
Al’Akhawat
Die Mitglieder des Kollektivs sind Oumaima Manchit Laroussi, Sanae El Mokaddim Ayadi, Karim Khourrou Gadour, Youssef Taki Miloudi und Aicha Josefa Trinidad Gououi.
Al’Akhawat ist das Ergebnis des Zusammentreffens von sechs Künstlern aus der marokkanisch-spanischen Diaspora. Das Gefühl der Zugehörigkeit, von hier und dort zu sein (und nicht zu sein), hat das Leben einer großen Mehrheit der Migranten geprägt, die als Spiegelbild der Diaspora aufgewachsen sind. Generationen, die ihre Identität entwickelt haben, indem sie die Kämpfe und Opfer ihrer Lieben miterlebt haben, die sich parteiisch fühlen, sich aber sowohl hier als auch dort zu Hause fühlen, auch wenn sie nicht wissen, wie sie die Frage „Woher kommt ihr?“ beantworten sollen. Geprägt durch ihre Symbole, ihre Merkmale und ihre Kleidung, bauen sie eine eigene Identität auf, die sich von der identitären Grenze löst, um eine hybride, heterogene und vielfältige Form anzunehmen.
Unsere Sensibilität und unsere künstlerische Wahrnehmung sind über das gesamte Gebiet verstreut gewachsen. Wir haben das Fehlen von Wissen über die Grenzen des Eigenen gespürt. Diese Gruppe vereint unser Anliegen, Realitäten zu vermitteln, die einen großen Teil der Migrantenbevölkerung betreffen, und dabei das Persönliche auf die Gemeinschaft überträgt. Wir sind Subjekte und Objekte, die in ständiger Bewegung waren, die ihren Platz in gemeinsamen Erfahrungen finden und die einen Raum suchen, eine Gemeinschaft, in der sie leben können, um zu teilen.
Ort
calle Rocafort, 101
28021 Madrid
Spanien