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19:00–20:45 Uhr

Hinter den Schlagzeilen

Filmvorführung|Kino für eine kritische Bürgerschaft – Eine Perspektive aus Deutschland

CLAD Madrid - Hinter den Schlagzeilen © bauderfilm / Börres Weiffenbach 2021

CLAD Madrid - Hinter den Schlagzeilen © bauderfilm / Börres Weiffenbach 2021

Im Rahmen der CLAD‑Tagung – Citizens and Libraries Against Disinformation (Bürgerschaft und Bibliotheken gegen Desinformation) findet am Mittwoch, dem 18. März 2026, die Vorführung des deutschen Dokumentarfilms Hinter den Schlagzeilen in Originalfassung mit spanischen Untertiteln statt.

Der Film von Daniel Andreas Sager bietet einen seltenen Einblick in investigative journalistische Arbeitsprozesse – von den Panama Papers bis zum Ibiza‑Fall – und regt dazu an, über die Bedeutung datenbasierter Recherche für eine gut informierte Bürgerschaft nachzudenken.

Für die Teilnahme an dieser Veranstaltung ist eine Anmeldung über diesen Link erforderlich.

Alle Angebote der CLAD‑Tagung sind unabhängig voneinander und für alle Interessierten offen. Für den Erhalt der Teilnahmebescheinigung ist es nicht erforderlich, an allen drei Sitzungen teilzunehmen.

Hinter den Schlagzeilen

Reggie: Daniel Andreas Sager
Produktionsjahr: 2021
Gattung: Dokumentarfilm
Länge: 88´
Produktionsland: Deutschland (DE)

Mit ihrer Veröffentlichung der Panama-Papers (2016) zum weltweit organisierten Steuerbetrug war der Investigativ-Redaktion der Süddeutschen Zeitung um Bastian Obermayer und Frederik Obermaier, zusammen mit 376 anderen Journalisten aus 76 Ländern ein Scoop ersten Ranges gelungen. Zwei Jahre danach steht das Team vor neuen Herausforderungen: neben einem konspirativen Treffen mit Edward Snowden geht es um die Aufdeckung der Hintergründe des politischen Mords an der maltesischen Bloggerin Daphne Caruana Galicia, sowie um die Machenschaften eines mysteriösen Waffenhändlers, der mit dem iranischen Atomraketen-Programm in Verbindung gebracht wird. Als ihnen aber im Frühjahr 2019 ein geheim aufgenommenes Video zugespielt wird, das den österreichischen Vizekanzler Heinz-Christian Strache schwer belastet, konzentrieren sie ihre gesamte Energie auf diesen Fall, der später als Ibiza-Affäre berühmt werden sollte.

Der Dokumentarfilm begleitet die beiden Journalisten in ihrem Arbeitsalltag und zeigt detailliert die langen und sorgfältigen Prozesse, die den investigativen Journalismus auszeichnen: von der ersten Überprüfung von Informationen und dem präzisen Abgleich von Quellen bis hin zu Gesprächen mit der Redaktion und juristischer Beratung. Ohne ihre Arbeit zu idealisieren, präsentiert der Film die journalistische Recherche als eine geduldige Tätigkeit, die auf Fakten sowie auf der ständigen Bewertung von Risiken und Konsequenzen beruht.

„Ein Lehrstück darüber, was Journalismus für eine offene, demokratische Gesellschaft bedeutet und wie er in ihr funktioniert.“ (Süddeutsche Zeitung)