Andrea Canepa

Ausstellung |Situ-akzioak. Inurri bideak (Situ-Aktionen. Ameisenwege)

  • Tabakalera - San Sebastián , Donostia-San Sebastián

  • Preis Eintritt frei

qr - Titelbild Ausstellung Andrea Canepa © Tabakalera

Titelbild Ausstellung Andrea Canepa © Tabakalera

Eine Ausstellung, die aus dem Wunsch entstanden ist, das zu lesen, was in unserer Umgebung bereits geschrieben steht.

Inurri bideak (Ameisenwege) ist die Ausstellung, die die Künstlerin Andrea Canepa für diese neue Ausgabe von Situ-akzioak konzipiert hat; an der Gestaltung haben die Schule Karmengo Ama IPI und eine Gruppe von Familien mitgewirkt. Situ-akzioak ist ein Projekt, das den Zugang zur zeitgenössischen Kunst aus verschiedenen Perspektiven ermöglicht. In Anerkennung der wesentlichen Rolle des Spiels für Lernprozesse und ästhetische Erfahrungen entfernt sich das Projekt von konventionellen Ausstellungsformaten und schlägt neue Wege der Interaktion und des Kennenlernens in Räumen vor, die der zeitgenössischen Kunst gewidmet sind.

Die Ausstellung entspringt dem Wunsch, das zu lesen zu lernen, was bereits in unserer Umgebung geschrieben steht. Die Umgebung spricht nicht, ist aber voller Zeichen: Markierungen, Spuren und Abdrücke. Sie lesen zu lernen bedeutet nicht, sie in Worte zu übersetzen, sondern die Wahrnehmung und Aufmerksamkeit zu schärfen. 

Die Künstlerin schlägt somit eine Übung der Vorstellungskraft vor: Inspiriert von der Art und Weise, wie Ameisen sich anhand chemischer Spuren orientieren und miteinander in Verbindung treten, lädt das Projekt dazu ein, andere Formen der Kodierung zu entdecken, die auf den Sinnen basieren. Botschaften, die nicht mit den Augen gelesen werden, sondern mit der Nase, mit den Fingern und mit der Haut.

Es entfaltet sich ein Labyrinth aus Wegen, die sich kreuzen und verzweigen. Jeder Weg hat seine eigene Materialität und Textur und wird von subtilen Geruchsspuren begleitet, die Richtungen, Begegnungen oder Umwege andeuten. Wie in einer Kolonie in ständiger Aktivität treffen die Besucher*innen, die den Raum durchqueren, Entscheidungen und erkunden verschiedene Wege, voranzukommen und sich zu verirren.

Einem Duft folgen oder ihn ignorieren, eine Schwelle überschreiten, den Körper neigen, mit den Füßen streifen, gehen, innehalten oder umkehren. Diese Ausstellung ist eine Einladung, andere Formen der Orientierung zu entdecken, bei denen die einzige gemeinsame Sprache das Spiel ist.

Künstlerin

Andrea Canepa

Bildende Künstlerin, die an der Küste Perus aufgewachsen ist und derzeit in Berlin lebt. Ihre künstlerische Arbeit umfasst Installationen, Textilien und Performance. Sie studierte Bildende Kunst in Lima und Valencia und erwarb einen Master-Abschluss an der Polytechnischen Universität Valencia. Sie erhielt Förderungen von der Stiftung Deutscher Kunstfonds, dem Senat für Kultur und Europa in Berlin sowie der Endesa-Stiftung in Spanien und wurde unter anderem mit dem ARCO-Preis des Landes Madrid für junge Künstler, dem Generaciones-Preis und dem Miquel-Casablancas-Preis ausgezeichnet.
Sie absolvierte Residenzen an Institutionen wie Gasworks (Großbritannien), der Jan Van Eyck Academie (Niederlande), der Cité des Arts (Frankreich), den Bauhaus Masters' Houses (Deutschland), MATADERO (Spanien), Tokyo Wonder Site (Japan), Beta Local (Puerto Rico), Ybytu (Brasilien), Scuola Piccola Zattere (Italien), Fundación Carasso (Spanien) sowie an der Spanischen Akademie in Rom, wo sie ein Stipendium erhielt.
Ihre jüngsten Einzelausstellungen fanden im Palacio de Cristal, im Museo Reina Sofía und im Centro de Cultura Contemporánea Condeduque in Madrid, im Instituto Valenciano de Arte Moderno, im MSU Broad Museum in Michigan, im De Appel in Amsterdam und im Instituto Cultural Peruano-Americano in Lima statt.

Organisation