Dienstag, 28.04.2026 | 19:00 Uhr

Medien, Aktualität und Erinnerung - Einblicke und Erinnerungen der Presse

Gespräch|Demokratischer Neubeginn: Spaniens Transición und die Rolle Deutschlands

qr - Transición Presse © Fundación Diario Madrid http://

Transición Presse © Fundación Diario Madrid

In den Jahren des späten Franco-Regimes und zu Beginn des Übergangs zur Demokratie, der Transición, förderten einige wenige mutige und engagierte Medien ein kritisches politisches Bewusstsein gegenüber dem Regime und setzten sich für Freiheit und Demokratie ein. So fungierten die oppositionellen Medien und die ausländische Presse, denen es gelang, die Zensur zu umgehen, als Vermittler aktueller Informationen und förderten damit auch den demokratischen Geist, mit dem Spanien den Regimewechsel begrüßte.

Darüber hinaus haben die internationalen Medien mit ihren jeweiligen Auslandskorrespondenten in den folgenden Jahren, nun in Freiheit, die Erinnerung vermittelt, den Opfern und Zeugen eine Stimme gegeben und sich für die Erinnerungspolitik eingesetzt.
In dieser Diskussionsrunde suchen wir die Stimmen derjenigen, die die Geschehnisse miterlebten, geben aber auch einer neuen Generation das Wort, die das Zepter übernommen hat, um diese Geschichten aufzunehmen und sie in der aktuellen Medienlandschaft präsent und relevant zu halten.

Teilnehmer*innen:
Miguel Ángel Aguilar
Elvira Giménez

Hans-Günter Kellner 
Carsten Moser

Unsere Gäste

  • Abschluss in Physik und Absolvent der Escuela Oficial de Periodismo (dt. Offizielle Journalistenschule Spaniens, die von 1941 bis ca. 1975 exisitierte). Seine ersten Schritte als Journalist machte er 1966 bei der Tageszeitung „Madrid“. Er war Korrespondent für „Cambio 16“ und Sonderkorrespondent im Saharagebiet, Gründer der Zeitschrift „Posible“, Chefredakteur von „Diario 16“ und „El Sol“, Leiter der Nachrichtenagentur EFE (1986–1990) sowie Chefredakteur und Nachrichtensprecher bei Telecinco unter anderem.
    Als Kolumnist arbeitete er unter anderem für „El País“, „Tiempo“ und „La Vanguardia“. 1981 gründete er die spanische Sektion der Vereinigung europäischer Journalisten, deren Generalsekretär er ist. Er ist Autor von „Las últimas Cortes del franquismo“ (1976), „El golpe, anatomía y claves del asalto al Congreso“ (1981) und „El vértigo de la prensa“ (1982). Er erlebte die Ereignisse, die er in seinem kürzlich erschienenen Buch „No había costumbre“ (2026, Ladera Norte) schildert, hautnah mit und spielte dabei eine entscheidende Rolle. 

  • Promotion in Feminismus- und Gender-Studien mit einer Dissertation zum Thema „Der Wert der Kommunikation für die Aufarbeitung der weiblichen Erinnerung. Eine Fallstudie: Die Entstehung des Podcasts ‚Mujer y memoria. Madres e hijas de la Transición‘ von Radio Nacional de España“. 
    Bachelor in Journalismus (Universidad Complutense de Madrid), Master in Business Innovation (Universidad de Deusto). Sie leitete die Zeitschrift „Guía del Ocio de Madrid“ und arbeitete in Frankreich für Euronews TV. In den letzten Jahren hat sie sich auf das Management nationaler und internationaler Pressekampagnen spezialisiert. Sie ist außerdem Dozentin für Kommunikation an der Universidad Europea de Madrid.

  • Seit 2000 freier Korrespondent in Spanien für den öffentlich-rechtlichen Radiosender Deutschlandfunk, für die Sportredaktion der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und die Presseagentur des Evangelischen Pressedienstes und Mitarbeiter des Madrider Studios der ARD. Dazwischen hat Hans-Günter Kellner auch für die Düsseldorfer Tageszeitung Rheinische Post aus Madrid berichtet.
    Für die Medienakademie der Deutschen Welle hat der gebürtige Aschaffenburger als Medientrainer in Kolumbien, Guatemala, Peru und Bolivien Comunity-Radio-Projekte zu Themen wie geschlechtsspezifische Gewalt oder Vergangenheitsbewältigung entwickelt. Er ist Mitarbeiter des spanischen Radiosenders Cadena Ser für das Wochenendmagazin „A vivir“. Vor seiner Ankunft in Spanien arbeitete er unter anderem für die deutsche Tageszeitung Frankfurter Rundschau. Von 2010 bis 2016 war er Vorsitzender der Vereinigung der Auslandskorrespondenten in Spanien, des Círculo de Corresponsales Extranjeros en España.

  • Kolumnist bei MUNDIARIO und Vizepräsident der Stiftung Euroamérica.
    Der deutsche Journalist und Wirtschaftswissenschaftler wurde in Lüneburg geboren und war Korrespondent der Wochenzeitung „Die Zeit“ in Spanien und Portugal (1973–1978).
    Anschließend war er für das Magazin „Stern“, zunächst als stellvertretender Ressortleiter Ausland, dann als Textchef und zuletzt als Korrespondent in London tätig. Außerdem war er Geschäftsführer des Zeitschriftenverlags G + J España (1985–2006) und Generalsekretär der spanischen Bertelsmann-Stiftung (2007–2012).
    Zudem war er Präsident der Deutschen Handelskammer für Spanien (2010–2012) und Mitglied des Verwaltungsrats verschiedener Unternehmen. Er verbrachte seine frühen Lebensjahre in Madrid, Lima und Toronto und studierte Wirtschaftswissenschaften in Hamburg. 
    Er ist Autor unter anderem des Buches „Francos Erben“ (Die Erben Francos), das er gemeinsam mit Walter Haubrich verfasste, sowie des Buches „¿Quo Vadis, Europa?“, erschienen bei Mundiediciones. 

In Zusammenarbeit mit