Play-Doc 2022

Filmfestival|Internationales Dokumentarfilmfestival Tui

  • Teatro Municipal, Tui, Tui, Pontevedra

  • Sprache Deutsch mit spanischen UT
  • Preis 4 €

18. Ausgabe des Play-Doc Festivals ©Play-Doc

Play-Doc ist das Internationale Dokumentarfilmfestival der Stadt Tui in Galizien. Die 18. Ausgabe des Festivals wird vom 04. bis 08. Mai 2022 stattfinden.

Play-Doc ist ein unabhängiges Filmfestival, dessen Hauptanliegen es ist, den Zugang, den Austausch und den Dialog über Spiel- und Sachfilme zu fördern, Filmklassiker zu präsentieren und die neuesten Trends aus der ganzen Welt einem breiten und vielfältigen Publikum vorzustellen.

Darüber hinaus bietet Play-Doc verschiedene Retrospektiven, die bekannten Filmemacher*innen aus der ganzen Welt gewidmet sind, Seminare und Meisterklassen, Live-Konzerte und Ausstellungen an. Durch eine Reihe von Workshops unterstützt Play-Doc junge Talente, die neue Wege der Produktion für die Entwicklung eigener Filmprojekte erkunden.

In dieser Ausgabe des Festivals wird erstmals in Spanien Helke Misselwitz eine komplete Retrospektive gewidmet. Das Goethe-Institut Madrid zusammen mit der DEFA unterstützen Ihre Anwesendheit in Tui.
 

Helke Misselwitz 1988 © Sibylle Bergemann Helke Misselwitz 1988 © Sibylle Bergemann Helke Misselwitz

 

(Zwickau, 1947) ist eine deutsche Regisseurin.
Seit 1991 ist sie Mitglied der Berliner Akademie der Künste, Sektion Film- und Medienkunst. Helke Misselwitz war von 1997 bis 2014 Professorin für Regie an der Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf in Babelsberg.

Mit einer Vergangenheit als Tischlerin und Physiotherapeutin, arbeitete sie neun Jahre als Regieassistentin und Regisseurin des DDR-Fernsehens bis der Sender sie an die Film- und Fernsehakademie Potsdam-Babelsberg schickte, wo sie Filmregie studierte. Daraufhin entschied sie sich, nicht zum Fernsehen zurückzukehren und als Autorin und freie Regisseurin zu arbeiten.

Um ihren Lebensunterhalt zu verdienen, arbeitete sie auch als Kellnerin und Tellerwäscherin, Arbeiten, die in ihren Filmen dargestellt werden, sowie die Notwendigkeit, für die von ihr dargestellten Charaktere ihren Lebensunterhalt zu verdienen.

1990 gründete sie mit Thomas Wilkening eine der ersten privaten Filmgesellschaften der DDR.

Wie der Filmkritiker Patrick Holzapfel beschreibt, interessiert sich Misselwitz für diejenigen, deren Leben nicht dem offiziellen Narrativ der DDR entspricht, mit ihren glücklichen Familien, einem gesunden Arbeitsumfeld und der Gleichstellung der Geschlechter. In ihren Filmen zeigt sie Geschiedene, Verlorene, Arme, Arbeiter, Marginalisierte und Halbstarken. Sie gibt denen, die zum Schweigen aufgefordert wurden, eine Stimme.