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18:30–20:30 Uhr
Traditionen & Innovationen grenzüberschreitender Migrationsliteratur
Kakehashi-Auftakt 2024|Bricht der Frankfurter Buchmesse, Lesung & Diskussion
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Goethe-Institut Tokyo 2F, Tokyo
- Sprache Deutsch mit japanischer Simultan-Übersetzung
- Preis Eintritt frei
Anmeldung per E-Mail bis zum 09.11.2023 mit dem Stichwort „Kakehashi“ bei Bibliothek-Tokyo@goethe.de
Der Möglichkeitssinn literarischer Sprache eröffnet Begegnungsräume von Kulturen. Migration kann hierbei als poetische Metapher für Prozesse der Übersetzung zwischen Sprachen, Nationen, Zeiten und Realitäten fruchtbar gemacht werden.
Am 10. November 2023 um 18:30 Uhr lädt das Goethe-Institut Tokyo in Kooperation mit der Meiji-Universität zum Auftakt des vom Goethe-Institut Tokyo und der Firma MERCK ausgelobten Kakehashi-Literaturpreis 2024 ein. Der Preis wird seit 2013 alle zwei Jahre verliehen, um die deutschsprachige Gegenwartsliteratur und ihre Übersetzungen in Japan zu fördern.
Im ersten Teil dieser Veranstaltung berichtet Katharina Teutsch, Literaturkritikerin und Sprecherin der Jury des Deutschen Buchpreises 2023, zugeschaltet aus Deutschland, über literarische Trends von der Frankfurter Buchmesse.
Im zweiten Teil wird Artur Becker, neben Tsuzuko Abe als Übersetzerin, der aktuelle Preisträger des Kakehashi-Literaturpreises 2022, aus seinem 2019 veröffentlichten Roman Drang nach Osten lesen. Anschließend werden folgende Fragen diskutiert: Was bedeuten grenzüberschreitende Potenziale von Sprache für den literarischen Schreibprozess und das literarische Leben in Deutschland? Mit welchem Wissen und welchen Vorstellungen begegnen sich deutschsprachige und osteuropäische Literaturtraditionen in einer zunehmend digital globalisierten Welt? Inwieweit reflektieren Literaturen der Gegenwart politische Konflikte um Identitäten und können sie einen Willen zur Aufklärung beanspruchen? Gesprächspartner von Artur Becker ist Tobias Schickhaus, moderiert wird von Fuminari Niimoto, Jurypräsident des Kakehashi Literaturpreises 2022 und 2024.
Zur Ausschreibung des Kakehashi-Literaturpreises 2024
Panelist*innen
Katharina Teutsch, geboren 1977, ist Kulturwissenschaftlerin und lebt in Berlin. Sie ist seit 2007 Mitarbeiterin des FAZ-Feuilletons, schreibt auch u. a. für die ZEIT, den Freitag und das Philosophiemagazin. Darüber hinaus produziert sie Radio-Features in den Bereichen Geisteswissenschaften und Literatur.
Artur Becker wurde 1968 geboren als Sohn polnisch-deutscher Eltern in Bartoszyce (Masuren). Seit 1985 lebt er in Deutschland. Er schreibt Romane, Erzählungen, Gedichte und Aufsätze, auch ist er als Übersetzer tätig. Artur Becker ist Mitglied im P.E.N.- Zentrum Deutschland und im Exil-P.E.N.-Club sowie im Verband deutscher Schriftsteller (VS) in ver.di. Artur Beckers Werk wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Adelbert-von-Chamisso-Preis 2009, dem DIALOG-Preis der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Bundesverband e.V. 2012und mit zahlreichen Aufenthaltsstipendien im Ausland, u.a. in New York, Venedig, Santiago de Chile. 2020 wurde ihm die ChamissoPoetikdozentur verliehen. Der Roman „Drang nach Osten“ erschien 2019 im weissbooks Verlag. „Links – Ende und Anfang einer Utopie“ erschien 2022 sowie “Tadeusz Borowski: „Willkommen in Auschwitz; Ausgewählt und übersetzt von Artur Becker“ erschien 2023 im Westend Verlag.
Tobias Schickhaus ist assoziierter Professor für Deutsch als Fremdsprache und Literaturwissenschaft an der Meiji-Universität sowie Lehrbeauftragter an der Waseda-Universität. Er studierte Theaterwissenschaft, Japanologie und Deutsch als Fremdsprache an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Lehrtätigkeit u.a. an der LMU München, Universität Bayreuth sowie an der Doshisha-Universität in Kyoto. Diverse Forschungsaufenthalte und Gastlektorate in Tschechien, Polen, Rumänien, Benin, Togo und Kolumbien. Forschungsschwerpunkte liegen in der interkulturell deutschsprachigen Gegenwartsliteratur sowie der Kultur- und Wissenssoziologie.
Fuminari Niimoto ist Professor für Germanistik an der Meiji-Universität in Tokyo. Seine Forschungstätigkeit erstreckt sich von der Schweizer Literatur über Übersetzungswissenschaft bis zur transnationalen Literatur deutsch-ungarischer Übersetzer-Autoren. Er hat u. a. Robert Walsers Geschwister Tanner (2010), Der Spaziergang (2012), den Räuber-Roman, Prosastücke aus den Mikrogrammen (2015), Poetenleben (2020) und Ilma Rakusas Mehr Meer (2018) ins Japanische übersetzt.
Eine Veranstaltung des Goethe-Instituts Tokyo und der Meiji-Universität, unterstützt vom Grant-in-Aid for Scientific Research (KAKENHI).
Der Kakehashi-Literaturpreis wird gefördert von der Fa. MERCK.
Ort
Goethe-Institut Tokyo 2F
7-5-56 Akasaka, Minato-ku
2. Stock
Tokyo
107-0052 Japan
7-5-56 Akasaka, Minato-ku
2. Stock
Tokyo
107-0052 Japan