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17:00–21:00 Uhr

Sparrows feeding their young

Performative Ausstellung und Event|Tatjana Vall, Justin Urbach, Yuxuan Cui und Tmnit Ghide

  • Goethe-Institut Villa Kamogawa, Garten und Residenzetage

  • Preis Eintritt frei

Sparrows feeding their young, Foto: Justin Urbach Sparrows feeding their young, Foto: Justin Urbach

Sparrows feeding their young, Foto: Justin Urbach Sparrows feeding their young, Foto: Justin Urbach

Vier derzeit in der Villa Kamogawa residierende Künstlerinnen laden zu einem Frühlings-Event ein – mit Ausstellung und Performances im Garten und in einer der Künstlerwohnungen.

Japan gilt seit Jahrzehnten als ein kultureller und technologischer Knotenpunkt, in dem Innovation, Alltagskultur und ästhetische Tradition eng miteinander verwoben sind. Gleichzeitig existiert hier eine besondere Sensibilität für die Koexistenz von Natur, Technik und urbaner Infrastruktur. Städte, deren Licht niemals vollständig erlischt, komplexe elektronische Netzwerke und hochentwickelte industrielle Produktionsweisen stehen neben Ritualen, handwerklichen Traditionen und einer tiefen Aufmerksamkeit für Landschaft und Material. Der Philosoph Yuk Hui beschreibt solche Konstellationen als Formen der „Kosmotechnik“ – Technologien, die stets auch Ausdruck kultureller Weltverhältnisse sind und aus spezifischen historischen und sozialen Kontexten hervorgehen.

Der Titel Sparrows feeding their young ist einer Kurzgeschichte aus dem Kopfkissenbuch von Sei Shonogon entnommen. Das Kapitel heißt "Was Herzklopfen verursacht", und ist eine Auflistung, wie viele der Kapitel. Tatjana Vall und Justin Urbach haben als Abschluss ihrer Residency eine Lichtinstallation entwickelt, die unter anderem von dieser Zeile inspiriert ist.

Yuxuan Cui präsentiert ein work‑in‑progress, das bewegte Bilder mit einer kleinen performativen Lesung verbindet. Das Stück führt ihre Recherche zu Tempeln, kolonialer Architektur und den Geschichten fort, die diese Räume bewohnen. Tmnit Ghide trägt für diese Ausstellung Soundarbeiten bei.

Die Ausstellung ist als Halbtages Event konzipiert, in dem auf die untergehende Sonne und die beginnende Nacht künstlerisch reagiert wird. Der japanische Garten der Villa Kamogawa sowie eine der Künstlerwohnungen werden dabei bespielt. Die Ausstellung setzt sich aus mehreren, nacheinander stattfindenden, kleinen Performances und Kunstwerken zusammen und kann von Anfang an oder auch nur kurz besucht werden.