DO, 21. APRIL 2016
19:00 UHR

Simon Rattle dirigiert Beethovens Symphonien Nr. 6 und 8

Digital Concert Hall|Ein Beethoven-Abend mit den Berliner Philharmonikern

  • Goethe-Institut Seoul, Seoul

  • Preis Eintritt frei

Digital Concert Hall Foto: Michael Wesely

Die Berliner Philharmoniker gelten als eines der weltweit führenden Symphonieorchester. Das Orchester der deutschen Hauptstadt, dessen Ursprünge bis in das Jahr 1882 zurückreichen, hat im Lauf seiner Karriere zahlreiche Preise gewonnen – unter ihnen nicht nur viele Echo- und BRIT-Awards aus dem Bereich Klassik, sondern auch 8 Grammys. 2007 wurden die Berliner Philharmoniker zum Internationalen UNICEF-Botschafter ernannt und sie sind damit die einzige Institution weltweit, die diesen Titel tragen darf.
 
Die Konzerte der Berliner Philharmoniker kann man auch außerhalb Berlins genießen: Das Orchester stellt alle Konzerte online im Stream zur Verfügung. Bereits 2008 haben die Berliner Philharmoniker das Potenzial digitaler Technologie für die klassische Musik erkannt und bis zum heutigen Tag weiterentwickelt: Die Digital Concert Hall ist das Ergebnis dieser Bemühungen. Sie bietet die Möglichkeit, überall auf der Welt den einzigartigen Klang und die besondere Atmosphäre der Berliner Philharmonie zu erleben.
 
Der innere Frieden in der Natur als Gegenbild zur Zivilisation ist ein bekanntes Motiv aus der Sturm-und-Drang-Zeit. Auch Beethoven nutzt dieses in seiner Sinfonica pastorale, seiner sechsten Symphonie, in der er ein Landschaftsidyll mit allen Ausprägungen der Natur erschafft. In sich bewegte Naturbilder bestimmen dieses Werk, kein zielgerichteter Impuls, und es bleibt ein bestehendes Bild, das in sich geschlossen ist. Dennoch verfolgt Beethoven keine musikalische Illustration, sondern die Symphonie ist ein Symbol für eine höhere Weltenordnung, in die der Mensch harmonisch eingebunden ist.
 
Der Konzertabend wird mit der achten Symphonie von Beethoven eröffnet, die in der Rezeption schon früh mit Fröhlichkeit, Lebensfreude und Humor assoziiert wurde. Überraschungseffekte, unruhige Übergänge und schnell wechselnde Gedanken im Finale unterstreichen den humoristischen Ansatz. Nichtsdestotrotz demonstriert Beethoven in dieser Symphonie eine hohe Konzentration und bezeichnet sie selbst gegenüber der weitaus erfolgreicheren siebten Symphonie als „viel besser“. Sir Simon Rattle interpretiert mit seinem Orchester als Teil des Beethoven-Zyklus diese beiden unterschiedlichen Symphonien und beweist die große Vielfalt der Musik Beethovens.