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Martin Heidegger
(geb. 26.09.1889 in Meßkirch, gest. 26.05.1979 in Freiburg) Philosoph
Martin Heidegger gilt als einer der einflussreichsten Philosophen des 20. Jahrhunderts. Er begann zunächst ein Studium der Theologie und Philosophie an der Universität Freiburg. Später ersetzte er Theologie durch Mathematik, Geschichte und Naturwissenschaften. Es folgte eine Promotion und drei Jahre später die Habilitation in Philosophie. Als Assistent von Edmund Husserl beschäftigte er sich kritisch mit dessen Lehre. Nach einer außerordentlichen Professur in Marburg trat Heidegger schließlich die Nachfolge von Husserl an der Universität Freiburg an. 1927 war sein Hauptwerk Sein und Zeit erschienen, Ausgangspunkt für die philosophische Richtung der Fundamentalontologie. Zu Beginn der 1930er-Jahre begann er sich für den Nationalsozialismus und das NS-Regime zu engagieren, was bis heute kontrovers diskutiert wird. Heidegger war Verfasser zahlreicher Schriften, die Martin-Heidegger-Gesamtausgabe ist auf 102 Bände angelegt.