Sigmund Freud

(geb. 06.05.1856 in Freiberg, heute Pribor, Tschechien, gest. 23.09.1939 in London) Arzt, Tiefenpsychologe, Kulturtheoretiker, Autor
 
Sigmund Freud ist der Begründer der Psychoanalyse und gilt als einer der einflussreichsten Wissenschaftler und Denker des 20. Jahrhunderts. Er wuchs in Wien auf, wo er Medizin studierte und anschließend am Wiener Physiologischen Institut forschte. Nach seiner Promotion war er als Arzt in einem Krankenhaus angestellt, habilitierte sich in Neuropathologie und wirkte als Dozent in diesem Bereich. 1886 eröffnete Sigmund Freud eine eigene Praxis zur Behandlung psychischer Erkrankungen. Er wies seelischen Vorgängen eine zentrale Rolle zu und bezog vor allem das Unbewusste mit ein. Zwar waren Teile seiner Theorien von Beginn an umstritten, doch seine Lehre nahm großen Einfluss auf die Entwicklung der Psychologie wie der Medizin und schlug sich auch in Bereichen wie Kunst und Literatur nieder. Sigmund Freud hat ein umfangreiches Gesamtwerk herausgebracht, darunter die bedeutenden Veröffentlichungen Die Traumdeutung (1900), Psychopathologie des Alltagslebens (1904), Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie (1905), Jenseits des Lustprinzips (1920), Das Ich und das Es (1923), das religionskritische Werk Die Zukunft einer Illusion (1927) und die Kulturkritik Das Unbehagen in der Kultur (1930). Nach dem Einmarsch deutscher Truppen in Österreich 1938 gelang es Sigmund Freud und Teilen seiner Familie, nach London zu emigrieren. Dort erlag er 1939 einem langjährigen Krebsleiden.

 

Wikipedia Sigmund Freud

Übersetzte Werke (Auswahl)

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