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Nichts vergeht (nur das, was vorbeigeht)

  • Nichts vergeht (nur das, was vorbeigeht) © Kaspars Groševs
  • Nichts vergeht (nur das, was vorbeigeht) © Kaspars Groševs
  • Nichts vergeht (nur das, was vorbeigeht) © Kaspars Groševs

Nichts vergeht (nur das, was vorbeigeht)

Kaspars Groševs
*1983 in Riga (LV), lebt und arbeitet in Riga (LV)
 
Nichts vergeht (nur das, was vorbeigeht)
2017, Installation mit Gemälden und Palme

Inspiriert durch den Zerfall der Werke aus der Vergangenheit von Jānis Borgs (so sind z.B. seine Wandgemälde in verschiedenen öffentlichen Einrichtungen übermalt worden und einen Teil seines Werks hat der Künstler selbst verbrannt), hat Kaspars Groševs sich der Selbstzensur seines kreativen Schaffens zugewendet und einige seiner Werke der vergangenen Jahre übermalt. Gleichzeitig beruft er sich auf den Minimalismus als Reaktion auf den abstrakten Expressionismus und möchte deshalb das Augenmerk auf die Zerbrechlichkeit der Werke moderner Künstler richten, denn viele Künstler, die in ihrem Schaffen keinen Wert erkennen, entscheiden sich für dessen Zerstörung.

Parallel zur Selbstzensur widmet sich der Künstler auch dem Thema Zensur zu Sowjetzeiten, indem er sein Kunstwerk restauriert, das 2014 entstanden ist. Damals verwendete er eine Postkarte, die sein Großvater im Gulag gezeichnet hatte, und verdeckte sie mit Palmblättern.

Die Inspiration für die Entstehung dieses Kunstwerks kam damals von Jānis Borgs‘ Artikel in der Zeitschrift Studija über die Pressezensur in der Sowjetunion – damals wurden unerwünschte Personen mit Palmblättern retuschiert. Später erfuhr Groševs, dass Jānis Borgs den Begriff „palmieren“ von Valentīna Kulagins (Gustavd Klucis‘ Ehefrau) hatte.

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